Hallo,
danke für den Tipp, aber so toll finde ich die Seite nicht. Texte, die im Internet publiziert und daher in der Regel am Monitor gelesen werden, verlangen nach einer gewissen Ökonomie. Das heißt, sie sollten nicht allzu lang sein bzw. nicht mit unnötigen Informationen und Dopplungen langweilen. Leider tut das der Text zu Kafka. Nach der Einleitung hatte ich jedenfalls keine Lust mehr, weiterzulesen:
Wenn ein Buch erst dann erscheint, wenn derjenige, der es geschrieben, schon längst das Zeitliche gesegnet, die Augen geschlossen, die Feder aus der Hand gelegt hat, will sagen: wenn der arme Mensch bereits tot ist, dann, ja dann wird davon gesprochen, das Buch sei posthum erschienen, es sei nachgelassen, nach jemandes Tod in die Welt gesetzt. (Wobei der »Duden« den Nachlassverwaltern die Freiheit lässt, ein Werk sowohl »posthum« als auch »postum« zu veröffentlichen.)
Nach dem Tod des Autors, nachgelassen, posthum also, wurde auch das Buch veröffentlicht, mit dem wir uns an dieser Stelle kurz beschäftigen wollen – Der Proceß. In der Tat: 1925, als der Roman auf den Markt kam, war der, der es geschrieben, Franz Kafka also, bereits in die Grube gefahren, war entseelt, dahingegangen, mit einem Wort, war tot.
2 Absätze, 130 Wörter, 827 Zeichen, die nichts anderes besagen, als dass Kafkas „Prozess“ erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde. Tut mir leid, aber da will ich gar nicht mehr wissen, womit mich der Autor im Folgenden noch so auf die Folter spannt, anödet, hinhält, mit einem Wort, langweilt 
Viel besser, wenn auch zum Teil kommerziellen Interessen folgend, ist x-libris:
http://www.xlibris.de/
Gruß
André