Sehstörungen usw

Hallo zusammen,

ich seit ca. 2 Monaten extreme Probleme mit meiner Gesundheit und bisher wurde die Ursache nicht gefunden. Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

Es ging los mit plötzlicher Kurzsichtigkeit. Ich sehe alles verschwommen aber die Entfernung ist schwankend. Manchmal kann ich kein Gesicht auf eine Entfernung von einem Meter klar erkennen, mal sind es 10 oder 20 Meter und manchmal (aber selten) sehe ich ganz normal.
Aber das ist nicht das eigentliche Problem aber dass, was man am besten beschreiben kann. Mir geht’s eigentlich rein körperlich richtig schlecht, wie Fieber nur ohne Fieber, als wenn mein Kopf eingeschlafen wäre. Ich habe Zeiten, da kann ich den Sinn eines gelesenen Wortes nicht mir erkennen. Meine Augen fühlen sich überanstrengt an, als hätte ich 24h vor einem PC gesessen, ich würde sie am liebsten den ganzen Tag geschlossen halten. Ich habe auch permanent leichte Kopfschmerzen im Stirn/Augenbereich.
Ich war schon beim Arzt und wurde neurologisch untersucht. War auch schon bei einem Augenarzt und beim Heilpraktiker. Niemand konnte mir so richtig helfen.
Rein körperlich habe ich außerdem mehrere wurzelbehandelte entzündete Zähne. Die Entzündungen sind schon seit fast 2 Jahren da aber mein Zahnarzt kann mir nicht helfen. Antibiotika hilft nicht und ich will mir nicht 4 Zähne deswegen ziehen lassen. Außerdem hat der Zahnarzt eine leichte Nasennebenhöhlenentzündung gesehen, ein anderer Zahnarzt meinte, es wäre eine Zyste in der Nebenhöhle, aber alle beide und auch der hinzugezogene HNO sind der Meinung, dass ist nicht so schlimm.
Kann mir jemand helfen oder hat jemand eine Idee? Ich mag nicht mehr zum Arzt. Der hilft mir eh nicht und ich komme mir vor, wie ein Simulant.

Hallo Petra!

Nach meiner Auffassung wirst Du um weitere Arztbesuche wirklich nicht herumkommen.
Bitte Deinen Augenarzt, Dich an einen Neurologen zu überweisen und auch an einen Internisten.

Es sollte u.a. abgeklärt werden, ob möglicherweise eine Borreliose die geschilderten Probleme verursacht, oder ob andere neurologische oder internistische Erkrankungen dahinterstecken.

Natürlich ist das Sitzen in Wartezimmern blöd, und das Untersuchtwerden ebenso. Aber um eine gescheite Auskunft zu bekommen, wird das unumgänglich sein.

Ich wünsche Dir, dass man einen Grund für die Beschwerden findet, und dass Du die Geduld aufbringst die Untersuchungen durchführen zu lassen.

Angelika

Die Entzündungen sind schon seit fast 2
Jahren da

Wen wundert’s da, dass es dir so schlecht geht?

ich will mir nicht 4 Zähne deswegen ziehen lassen.

So etwas kann man auch nicht leichtfertig zulassen.

Außerdem hat der Zahnarzt eine leichte Nasennebenhöhlenentzündung :gesehen, ein anderer Zahnarzt meinte, es :wäre eine Zyste in der Nebenhöhle, aber alle beide und auch der :hinzugezogene HNO sind der Meinung, dass ist nicht so schlimm.

Für die Ärzte sicher nicht, die haben ja auch DEINE Probleme nicht.
Das siehst DU sicher ganz anders, denn für DICH ist es schlimm, deine Lebensqualität ist ja offenbar stark beeinträchtigt durch diese Geschichten.

Kann mir jemand helfen oder hat jemand eine Idee? Ich mag
nicht mehr zum Arzt. Der hilft mir eh nicht und ich komme mir
vor, wie ein Simulant.

Ich kann dich soooo gut verstehen.

Aber wie könnte man dir helfen? Schwierige Frage, nachdem die naheliegendsten Behandlungsmethoden fruchtlos verliefen.

Zu allererst muss sicher die seit 2 Jahren bestehende Entzündung der 4 Zähne weg, wenn’s gar nicht anders geht, letztlich durch Entfernung dieser. Aber dazu kann dir kein Außenstehender raten oder abraten.

Gegen die Nasennebenhöhlenentzündung muss auch was unternommen werden. Man kann es nicht einfach so lassen, nur weil bisherige Maßnahmen nichts gebracht haben. Die Probleme sind ja da und werden vermutlich durch Nichtstun nicht besser.

Vielleicht wendest du bezüglich der Nasennebenhöhlenentzündung einfach Hausmittel an, die schaden wenigstens nichts, unterstützen aber bestimmt den Heilungsprozess. Kennst du dich aus damit? Oder brauchst du Tipps?

Rotlichtbestrahlung hat sich z.B. bewährt, nicht zu dicht an’s Gesicht, denn zu heiß soll es nicht werden, im Gegenteil, ein feuchter kühler (nicht eisiger) Waschlappen aufgelegt, tut sehr gut. Viel trinken, das ist sowieso klar.

Ich kann auch nochmal nachgucken, ob ich weitere Tipps in meiner Sammlung finde, wenn du magst.

So viel erstmal für jetzt.

Es wird schon eine Lösung geben. Nicht verzagen.

Gute Besserung!

Hallo zurück,

vielen Dank für die Tipps. Rotlicht werde ich auf alle Fälle mal ausprobieren. Wenn Du noch andere Hausmittel kennst, immer her damit. Es kann nur besser werden.

Viele Grüße Petra

Hallo Angelika,

ich war beim Internist, beim Neurologen und beim Augenarzt. Meinen Zahnarzt besucht ich alle 2-3 Monate. Andere Zahnärzte habe ich ebenfalls schon probiert. Es konnte mir bisher keiner helfen. Die letzte Antwort von meinem Zahnarzt war, dass ist halt so und damit muss ich eben leben. Ich habe zuhause eine 500 Stück Packung Schmerztabletten (aus USA, hier würde ich bei der Menge arm werden)für akute Fälle.
Der Internist sagte, ich soll Gleichgewichtsübungen machen. Der Neurologe hat die gängigen Untersuchungen durchgeführt und nichts gefunden. Der Augenarzt hat gemein, er könnte mir mit einer Brille für die Sehstörungen weiterhelfen, findet aber die Situation ebenfalls ungewöhlich.
Ein Heilpraktiker, den ich ebenfalls aufgesucht habe, machte mir den Vorschlag, dass ich Kind bekommen sollte. Das Mittel (gegen Stress??), dass er mir mitgegeben hat, verschlimmert die Situation.

Ich finde nicht die Wartezimmer blöd, sondern ich finde es blöd, dass ich immer nur abgewimmelt werde und ständig das Gefühl vermittelt bekomme, ein Simulant zu sein. Und es war bisher kein Arzt dabei, den mein Problem ernsthaft interessiert hätte. Wenn ich keine Lösung finde, riskiere ich meinen Arbeitsplatz.

Deswegen suche ich auf diesem Weg Alternativvorschläge oder Ideen, denen ich nachgehen könnte.

Viele Grüße Petra

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Hi!

Ich sehe alles
verschwommen aber die Entfernung ist schwankend.

Gut, ich bin kein Augenfachmann, aber basierend auf meinem bescheidenen Studiumswissen fallen mir zwei Möglichkeiten an, die diese Schwankungen erklären könnten:

  1. Trockene Augen:
    muß nicht permanent sein und könnte deswegen vom Augenarzt nciht festgestellt worden sein. Zum Beispiel wenn du die Augenbeschwerden nur bekommst, wenn die Augen durch trockene Heizungsluft (Winter! --> vielleicht fing es deshalb vor 2 Monaten an?) belastet werden oder ähnliches.

  2. Latentes Schielen:
    Da es latent, also quasi meist verborgen ist und nur bei bestimmten Gelegenheiten ausbricht, ist es nciht wie das „normale“ Schielen auffällig, sondern braucht spezielle Tests, um festgestellt zu werden. Ich kann mir vorstellen, daß der Augenarzt ev. diese Schieltests nicht gemacht hat.
    Die Symptome passsen auch gut zu deiner Beschreibung: u.a. Verschwommensehen, welches unterschiedlich ausgeprägt sein kann, Kopfschmerzen, Lesestörungen, Konzentrationsstörungen und weitere.

  3. Weitere Augenerkrankungen:
    Da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, aber die die mir einfallen, passen nicht ganz zu deiner Beschreibung und die hat der Augenarzt sicher ausgeschlossen, als BEispiel nenn ich mal hier eine Optikusneuritis - aber wie gesagt, paßt nicht ganz.

  4. Fernarb von den Augen:

a) Psychische Erscheinungen
Nein, keine Angst, ich wil dich hier nicht als „psychisch krank“ abstempeln :wink:
Mir ist nur aufgefallen, daß du seit 2 Jahren die Zahnprobleme hast. Eine Erkrankung, so harmlos sie auch sein mag - und Zahnschmerzen sind nicht wirklich harmlos! -, die über eine so lange Zeit geht, das zerrt ganz schön an einem. Daher geht mein Gedanke in Richtung einer Depression. Diese kann so viele Erscheinungsbilder haben, die „typische“ Niedergeschlagenheit muß dabei nicht zwangsweise vorhanden sein! Häufig äußern sich aber Depressionen auch in körperlichen Symptomen - in dem Falle deine Augenbeschwerden.
Wie gesagt, es ist eine Möglichkeit. Daher würde ich darüber mit dem Hausarzt reden und ggfs. einen Facharzt aufsuchen.

b) ferner: Angst- oder Panikstörung
Kann auch die Augenbeschwerden verursachen. Aber das ist ein sehr weitgeholter Gedanke, da ich nicht wirklich einen Hinweis dafür in deinem Posting fand, außer der (ev.berechtigten) Sorge um den Arbeitsplatz. Wenn eine Angststörung für dich nicht zutrifft, dann streich das :wink:

Ich habe auch permanent leichte
Kopfschmerzen im Stirn/Augenbereich.
Ich war schon beim Arzt und wurde neurologisch untersucht.

Neurologisch nur untersucht oder bei einem Neurologen gewesen?
5. Migräne oder andere Kopfschmerzformen

Die Entzündungen sind schon seit fast 2
Jahren da aber mein Zahnarzt kann mir nicht helfen.

Warum nicht? Ich finde es etwas seltsam, daß man nach immerhin 2 Jahren das Problem noch immer nicht im Griff hat.

Daher hier der letzte und 6. Gedanke:
Ist es sicher, daß du dort eine Entzündung hast? Ich bin kein Zahnexperte, weiß also nciht, wie man das genau diagnostiziert, ev. mit Röntgenbildern? Egal, jedenfalls einen handfesten Nachweis sollte es geben.
Gibt es keinen, so würde mir noch der atypische Gesichtsschmerz einfallen. Es ist typisch dafür, daß die Patienten jahrelang von Zahnarzt zu Zahnarzt rennen, ohne daß ihnen geholfen werden kann. Statt dessen werden ihnen (in dem Fall unnötigerweise) mehrere Zähne gezogen, bis man auf die Diagnose atyp. Gesichtsschmerz kommt.

Außerdem hat der Zahnarzt eine leichte
Nasennebenhöhlenentzündung gesehen, ein anderer Zahnarzt
meinte, es wäre eine Zyste in der Nebenhöhle, aber alle beide
und auch der hinzugezogene HNO sind der Meinung, dass ist
nicht so schlimm.

Trotzdem würde ich der Sache nachgehen und diese Dinge behandeln lassen, ev. liegts ja auch daran. (chronische Entzündung? Allergie?)

Kann mir jemand helfen oder hat jemand eine Idee? Ich mag
nicht mehr zum Arzt. Der hilft mir eh nicht und ich komme mir
vor, wie ein Simulant.

Nein, das bist du sicher nicht :wink:
Mit den Ärzten ist es manchmal wie mit den Handwerkern: es kann manchmal etwas dauern, bis man einen kompetenten trifft :wink:

Gruß,
Sharon

Hallo Sharon,

vielen Dank für Deine Antwort.Ich glaube, ich habe heute morgen die Lösung gefunden. Ich denke, das Problem geht (so komisch das klingt) von meinem Notebook aus. Begonnen hat es, als ich eine Woche bei meiner Mutter übernachtet habe. Da ich mich dort in dem Haus fürchte, liefen die ganze Nacht DVDs und das Notbook stand neben meinem Kopf im Bett. Als ich wieder zu Hause war, musste ich für Prüfungen lernen, das Notebook stand permanent auf meinem Schoß. Meine Probleme wurden so schlimm, dass ich in’s Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort natürlich, weil’s sonst langweilig wird, habe ich im Bett auch wieder DVDs angeschaut und PC-Spiele gemacht. Notebook als tagsüber auf dem Bauch und nachts neben dem Kopf auf einem Stuhl. Ergebnis: Ich hatte zwischenzeitlich Sichtweiten unter 1m. In meinem anschließenden Urlaub über Weihnachten gings mir so schlecht, dass ich überhaupt nichts mehr am PC gemacht habe, es ging mir plötzlich besser. Rechtzeitig mit Arbeitsbeginn danach (ich lerne früh vor der Arbeit mit dem Notebook auf den Beinen für meine Studium, dass ich nebenbei absolviere) wurde es wieder schlechter. Ich dachte die ganze Zeit, es liegt am Arbeits, oder Studiumsstress oder weil meine Oma gestorben ist(deshalb der Besuch bei meiner Mutter), aber heute morgen ist mir das Ganze richtig bewußt geworden, als es mir nach einer halben Stunde Arbeit am PC wieder so richtig schlecht ging. Es ist auch so, wenn man sich das Teil auf die nackten Beine legt, beißt und sticht es so richtig. Vielleicht eine Allergie oder giftige Stoffe darin oder die Strahlung.
Wäre natürlich super, wenn dass tatsächlich die Lösung ist.
Falls jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wäre es nett, wenn er sich bei mir melden könnte.

Vielen Dank nochmal, für die Hilfe.
Petra

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