Hi,
ich stolpere immer wieder über solche Konstruktionen wie „Die Presse schrieb, dass er der Größte sei/wäre“
Wann schreibt man denn nun „sei“ und wann „wäre“?
Kann mir da jemand helfen?
Vielen Dank und schöne Grüße
Burkhard
Hi,
ich stolpere immer wieder über solche Konstruktionen wie „Die Presse schrieb, dass er der Größte sei/wäre“
Wann schreibt man denn nun „sei“ und wann „wäre“?
Kann mir da jemand helfen?
Vielen Dank und schöne Grüße
Burkhard
„Die
Presse schrieb, dass er der Größte sei/wäre“
Wann schreibt man denn nun „sei“ und wann „wäre“?
Hallo,
Burkhard!
„wäre“ ist Irrealis, und dieser Konjunktiv II drückt aus, dass es in Wirklichkeit nicht so ist. (Er wäre der Größte, WENN …)
„sei“: Mit diesem Konjunktiv I der indirekten Rede wird angegeben, dass es sich um die Aussage eines anderen, nicht um die Meinung des Text-Autors handelt.
Allerdings ist der falsche Gebrauch des Konjunktivs II in der indirekten Rede mittlerweile so häufig, dass das Gefühl für Richtig und Falsch überhaupt verlorengeht.
Gruß!
Hannes
Moin, Burkhard,
Wann schreibt man denn nun „sei“ und wann „wäre“?
ohne Gewähr: Bei „wäre“ schwingt ungesagt immer mit „wenn man ihn nur ließe“, bei „sei“ hat niemand Zweifel, dass er der Größte ist.
[ot] Ein Wortspiel für den Fischkopp:
Als der Herrgott die Welt (genauer: Bayern) erschuf, stand er am Lech, blickte gen Osten und sprach: „Es werde!“. Dann drehte er sich um und rief: „Es sei!“
Gruß Ralf
Hi Burkhard,
die Regel besagt, dass indirekte Rede im Konjunktiv I widerzugeben sei. Ist dieser aber mit dem Indikativ identisch, dann weiche man auf den Konjunktiv II aus.
In deinem Beispiel: sei.
Aber nimm dieses Beispiel:
Konjunktiv I: Sie sagten, sie fahren.
Da fahren aber dem Indikativ gleicht, nimmt man hier K II:
Sie sagten, sie führen.
Viele Grüße, Tychi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Vielen herzlichen Dank! o.w.T.
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