Häufig hört man folgendes:
Ich bin am Bahnhof gestanden, und wartete auf den Zug.
Das dürfte falsch sein.
Richtig wäre es ja wohl so:
Ich habe am Bahnhof gestanden, und wartete auf den Zug.
Oder:
Ich stand am Bahnhof, und wartete auf den Zug.
Warum ist das eine falsch und das andere richtig?
Welche Verben werden mit „sein“ und welche mit „haben“ konjugiert?
Ich erinnere mich, daß es da so einen Sinnspruch gibt, der das sehr schön veranschaulicht, allein ich weiß ihn nicht mehr.
Die falsche Variante ist häufig im süddeutschen Raum zu vernehmen, wenngleich sich diese Unart metastasengleich nach Norddeutschland auszubreiten scheint.
Gibt es eigentlich eine mundartliche Grammatik, die zwar zur offiziellen Grammatik falsch ist, aber in sich dann doch wieder „richtig“ ist? Sodaß also der falsche Gebrauch von „sein“ statt „haben“ aus mundartlicher Sicht durchaus richtig sein kann? Ich denke hier z.B. an eine bayerische Grammatik, oder auch an eine plattdeutsche Grammatik.
- Zeitengebrauch
In Verbindung zu „sein“ und „haben“ frage ich mich auch immer, wann gebrauche ich im deutschen denn nun das Präteritum, das Perfekt und das Plusquamperfekt?
Danke schon für Eure Aufklärung!
