Hallo allerseits!
Wir haben folgendes Problem mit unserer 9-monatigen Tochter. Seit sie letztens zwei Wochen ins Krankenhaus musste, verweigert sie nicht nur die Brust, sondern auch Beruhigungssauger und Flaschensauger. Ich versuche z. Zt. mit dem Löffel etwas Flüssigkeit zu füttern, was sich aber auch sehr schwierig gestaltet. (Brei isst sie einigermaßen gut vom Löffel.)
Wer hat eine Idee, was dahinterstecken kann und was man tun kann?
Gruss!
Gesa
was dahinterstecken könnte, kann man nur spekulieren. Wenn die Kleine nicht wie gewohnt die Brust bekommen hat, vielmehr von Schwestern Fläschchen, was zwangsläufig nicht das Gleiche ist, wie von den Eltern gefüttert zu werden, dann könnte eventuell auch ein „Protest“ die Ursache sein.
Jedenfalls wäre eure Tochter nun durchaus in der Lage, auch ohne Sauger klarzukommen, oder? Mit neun Monaten ist sie doch schon alt genug, wenn es sein muss. Und offensichtlich MUSS es sein. Also: Ich tät ihr das Trinken in einem Becher mit Trinkaufsatz (so eine Art Tülle mit kleinen Löchern) geben. Den kann sie ja auch schon selbst greifen. Am Anfang wird sie sich einige Male verschlucken, den Dreh dann allerdings ganz schnell herausbekommen. So gemein es sich auf den ersten Blick anhört, aber ein gesundes Kind verhungert nicht vor einem vollen Teller, genausowenig wie es verdurstet.
Mein Sohn hat übrigens niemals auch nur einen Nuckel genommen, geschweige denn ein Fläschchen, sodass er schon sehr früh so sein Trinken bekommen hat.
Falls sich das Ganze aber so weit gestaltet, dass eure Tochter die Aufnahme von Getränken gänzlich verweigert und Austrocknungserscheinungen auftreten (sieht man sehr schnell an der Haut: ganz zart kneifen, die Falten dürfen nicht bleiben, sondern müssen sich sofort wieder zurückbilden), dann müsst ihr schnell zum Arzt, damit sie künstlich Flüssigkeit verabreicht bekommt. Denn es kann ja durchaus auch ein organischer Hintergrund bestehen.
Hallo,
wenn man ausschliesst, das es etwas organisches ist (weswegen sie im Krankenhaus gewesen ist), dann fällt mir dies ein:
Wie wurde sie im Krankenhaus ernährt? Gab es dort Probleme?
Vielleicht ällt ihre Abstillphase mit dem Krankenhausaufenthalt zusammen.
Habt Ihr es schon mal mit den NUK-Bechern probiert, mit der Tülle im Deckel?
Wie stillt sie ihr Saugbedürfnis, bzw. was macht sie statt Beruhigungsnuckeln?
Klingt vielleicht blöd, aber vielleicht kommt sie ja wieder auf den geschmack, wenn ihr ihr mal einen kleinen Finger in den Mund steckt, wie man es bei Kälbern macht, um den saugrefelx anzuregen- natürlich nicht zu tief, damit sie nicht würgen muss.
Andererseits: wenn wie nicht mehr am Daumen nuckelt, ist es ja gut…und wozu braucht sie einen Nuckel? Vielleicht findet ihr etwas, womit sie sich anderweitig beruhigen lässt (Spieluhr?).
Fürs trinken ist es natürlich eine schlechte Sache, aber irgendwann müssen die Kinder ja auch vom Saugen zum Trinken kommen. Vielleicht ist es eine Gelegenheit, sie nicht mehr zum Saugen zu animieren, sondern zum Trinken. Das dauert einige Zeit, aber es vereinfacht die Sache schon.
wie Deborah schon vermutete, kann es sein, daß sich Deine Kurze spontan abgestillt hat und es zufällig (oder durch irgendwas ausgelöst) mit dem Krankenhausaufenthalt zusammenfällt. Einer Freundin ist es z.B. passiert, daß eine ihrer Töchter von jetzt auf gleich von vollgestillt auf ganz ohne Brust umgestellt hat.
Mit dem mangelnden Trinken ist allerdings ein PRoblem! Probiert es wie schon gesagt mit einem Nuckelbecher oder gleich mit einem offenen Plastikbecher (die von Ikea sind Gold wert und bei uns zu Dutzenden im Haus vertreten). Zuerst nur etwa einen fingerhoch einfüllen und bei Bedarf bzw. Fertigkeit den Pegel langsam erhöhen. Das die Kurze keinen Schnuller mag würde ich überhauupt nicht krumm nehmen, wenn ein Nuckelbedürfniss da ist, stillen die Kleinen es schon auf ihre Art. Unsere beiden hatten da völlig unterschiedliche Methoden. Dem großen hat jahrelang der Daumen geschmeckt, bis er plötzlich uncool (Originalzitat!) war, der kleine hat weder Schnuller noch Daumen verwendet, sondern irgendwas (Löffel, Puppen …) genommen.
Lerntasse und Co.
Danke Euch allen ersteinmal!
Die Kleine war eigentlich zur Medikamenteneinstellung (Epilepsie) in der Klinik und wir haben uns beide dann auch noch die Rotaviren dort eingefangen (!), sodass ich dann nicht mehr mit dortbleiben konnte.
Die Schwierigkeit mit Talea ist auch, dass sie (wahrscheinlich durch ihre Krämpfe) einen ganz gehörigen Entwicklungsrückstand hat. Sie ist zwar 9 Monate, aber ungeähr auf dem Stand einer 4-Monatigen. D. h. sie greift nicht nach Spielzeug, kann keine Tasse halten und tut sich auch unheimlich schwer bei allem was irgendwie neu und anders ist. Seit Montag versuche ich jetzt, ihr mit so einer weichen Trinktülle für die Flasche Saft und Tee einzuflößen. Meistens läßt sie aber den größten Teil wieder aus dem Mund laufen. Nur wenn der Saft ihr wirklich schmeckt (!), schleckert sie ein paar Tropfen auf.
Ich mache die Breie schon immer so flüssig wie es geht und hoffe, dass sie auf diese Art wenigstens halbwegs genug Flüssigkeit bekommt.
Meine Milch ist inzwischen weg und vielleicht war das eben auch die Zeit dafür. (Mein Sohn hat sich auch mit 8 Monaten selber abgestillt.)
Wahrscheinlich müssen wir diese schwierige Zeit einfach „durchstehen“.
Trotzdem noch einmal schönen Dank an Euch alle!
Liebe Grüße!
Gesa