Guten Tag an Alle.
Mir fiel heute auf, daß ich nicht weiß, seit wann es Stacheldraht gibt.
Im Krieg 1870/1 ist er nicht verwendet worden.
Der Ingenieur-Oberst August von Cohausen schreibt in den 1890 erschienenen „Befestigungsweisen der Vorzeit und des Mittelalters“, daß man „heute“ die Verhaue nicht mehr aus Baumstämmen und Ästen, sondern aus Eisendrähten herstellt. Stacheln an den Drähten erwähnt er nicht.
Im ersten Weltkrieg wurde der Stacheldraht dann massenhaft verwendet.
Wer weiß Näheres? Wurde im Russisch-Japanischen Krieg Stacheldraht eingesetzt?
Danke, aber die Quelle ist unzuverlässig
Hab den Link verfolgt. Über dem Beitrag betr. den Stacheldraht steht Unsinn. Die AK-47 des Obersten a.d. Michail Kalaschnikow war im Prototyp bereits 1943 fertig. Es kann folglich keine Entwicklung aus dem deutschen Sturmgewehr 44 sein. Und wenn der Beitrag hier unzuverlässig ist, wer bürgt dann dafür, daß seine Aussage betr. Stacheldraht stimmt?
Hallo Django,
ich habe mir nur die Geschichte zu Stacheldraht angesehen, dass da was über AK 47 war, habe ich nicht gesehen oder nicht gelesen. Ich habe mal in einem Brockhaus aus den 1920ern nachgesehen, da steht nur was von militärischer Verwendung im ersten Weltkrieg.
Gruss
Rainer
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Mir fiel heute auf, daß ich nicht weiß, seit wann es
Stacheldraht gibt.
Im Krieg 1870/1 ist er nicht verwendet worden.
Der Ingenieur-Oberst August von Cohausen schreibt in den
1890 erschienenen „Befestigungsweisen der Vorzeit und des
Mittelalters“, daß man „heute“ die Verhaue nicht mehr aus
Baumstämmen und Ästen, sondern aus Eisendrähten herstellt.
Stacheln an den Drähten erwähnt er nicht.
Im ersten Weltkrieg wurde der Stacheldraht dann massenhaft
verwendet.
Wer weiß Näheres? Wurde im Russisch-Japanischen Krieg
Stacheldraht eingesetzt?
Erste bekannte Versuche, etwas ähnliches wie Stacheldraht einzusetzen, gab es in den USA im Jahre 1867. Auf einen relativ weichen Draht wurden kurze Stücke abgekniffenen Drahtes (sog. „Points“) aufgesetzt. Diese sollte das Vieh von der Einzäunung fern halten. Die Versuche scheiterten, weil das Aufsetzen der „Points“ technisch zu schwierig und zu kostenintensiv war.
1868 gelang es einem Erfinder namens Michael Kelly, das technische Problem des Aufsetzens der „Points“ zu lösen. Dieser erste „Stacheldraht“ war bis 1874 im Umlauf.
1873 entdeckte der Farmer Joseph F. Glidden aus Illinois auf einer Messe einen Zaun, wo eine Holzlatte mit Nägeln gespickt war und so das Vieh hinderte, den Zaun zu durchbrechen. Glidden brauchte ein Jahr, bis er aus dem provisorischen „Holzlattenstachelzaun“ einen echten Stacheldraht entwickelte: Man nehme einen Draht, wickele in regelmäßgen Abständen kurze Drahtstücke um den Draht und fixiere alles mit einem zweiten Draht, der um den ersten Draht und die daran befestigten kurzen Drahtstücke läuft. Das Grundprinzip ist bis heute das selbe.
Im Sommer 1943 erbeuteten die Russen einen deutschen Schnellfeuerkarabiner „MP 43“, einen Vorläufer des „Sturmgewehrs 44“. Für Kurzpatronen 7,92 x 33.
Man erkannte den Vorteil dieses Karabiners als Sturmgewehr und ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues Sturmgewehr entwickeln.
An der Entwicklung war beteiligt der später General Kalaschnikow.
1946 lag der erste Prototyp vor. 1947 war es soweit in Ordnung, dass die Serienfertigung beginnen konnte, als AK 47.
Mit dem Stacheldraht das ist ja durch den letzten Artikel soweit geklärt. Aber um es genauer zu definieren, meintest du mit der Frage herkömmlichen Stacheldraht oder militärischen S-Draht?