Hi,
kleine oder größere tatsächliche oder so empfundene Unzulänglichkeiten der „Stammreligion“ bewirken Sektenbildung.
Manchesmal auch nur Geschäftstüchtigkeit und/ oder „Sendungsbewußtsein“.
Bep.: Christentum bzw. Röm. Kathol. Kirche.: urspr. eine Sekte der Juden.
Evang./protest. K.: Sekte der röm. kath. K., dito griech./ russ. orthodoxe K. usw. (Zellteilung?).
Neuapostolen, Methodisten, Quäker usw. usf. : Sekten der Lutheraner,
dazu: Mormonen usw.
Hinweis:
Sind Sekten groß genug, werden sie nicht mehr als Sekte angesehen, sondern als eigenständige Kirche. Siehe die lutheranische Sekte der Evangelen, sich abgesondert von den Katholen.
Sekte kommt nicht von secare, sectus, : schneiden, sondern von sequi, secutus: folgen
lg O
unter den Vorgängern schon ein paar Extreme gab (Soka Gakkai
Die Soka Gakkai („inner trip“) ist sehr populär, sehr reich und tut nichts böses (Korruptionsvorwürfe haben andere auch…). Sie ist wie ich sagte ein Sammelbecken für die Entwurzelten und die anderen. Sozusagen buddhistisch katholisch.
Aber auch mit einem bescheidenen Auftreten, also eigentlich irgendwie evangelisch. Denen ihre Hauptkirche duckt sich fast unsichtbar unter einem Hügel (gegenüber der Tokioter Großversion des Eiffelturms), ist aber schon imponierend, wenn man reingeht.
Z.B. die Münchner Frauenkirche siehst Du bei gutem Wetter von allerweiten.
LG
Gitta
Hi Gitta
naja, ich bezog mich bei den Soka Gakkai weniger auf etwaige Korruption (da hast du ganz recht, die Vorwürfe gibts öfter), sondern eher auf deren fundamentalistische Ansichten… Fundamentalisten gibts halt nicht nur bei Muslimen und Amerikanern… schon allein der Rattenschwanz der entsteht, weil einer, der Beitritt, seine ganze Familie zum Übertritt bringen muss.
Grade wegen dieser Familienannektion sind die Mitgliederzahlen recht groß (10 Millionen bei der letzten Schätzung).
Und die Sache mit der Komeito hatte ja auch für genug Ärger gesorgt, doch die gibt es ja nun (offiziell) nicht mehr.
lg
Kate
Hallo zusammen!
Ich habe eine kleine Frage.
Was nutzen Sekten aus, um Anhänger zu finden?
Rebecca
Hi Rebecca,
all das was andere Religionen auch tun.
Aha…CoMod…jut jut
Zu einer Sekte kann man eigentlich garnicht soviel erzählen. Denn, egal was man erzählt, verbreitet oder verschieden manifestiert, sie spiegelt sich irgendwann durch die Gedankenverdrehung in sich selbst und verliert somit jenes Fundament worauf sie aufgebaut wurde.
XX
Die altkatholen sind eher evangelisch, nur erkennen sie Einen Papst an. Insgesamt sind die Sekten Verführer. Wie die Insekten stechen sie
die Menschen an und saugen ihn aus. Ein Freigeist ist besser dran.
„Wer mich mit aufrechten Herzen sucht, von dem werde ich mich finden lassen“ Zitat aus AT . „Der Herr wird mich selbst belehren“ Titat aus NT
@ stein203
Die Frage ist ERNST und GUT gemeint! Hast Du etwas gefunden?
Wenn dem so ist, möchte ich gern zuhören.
XX
hallo sven
Man muß wissen, worauf es ankommt.
Man soll sich alles ansehen und das Gute behalten
was ist gut? gut ist, was mir plausibel erscheint.
Lies mal Ps. 127.
Ich kann dich nicht hinführen.Hör mal in dich hinein.
Betrachte mal dein Leben.
Vergiss mal die Religionen. Der Mensch trachtet
darnach. die Leute zu belehren, deshalb gibt es soviele Lehrer.
alles gute
peter s
Hallo Ralf,
dazu müsstest Du zunächst einmal klarstellen, was Du unter
‚Sekten‘ verstehst.
Sekte beinhaltet selektieren,hier aus einer größeren rel.Gemeinschaft,
mehr nicht.
Daß dieser Begriff auch abwertend gebraucht wurde (heute sagt man
besser neureligiöse Gemeinschaft o.ä.) kommt daher, daß in diesen
Gemeinschaften oft kuriose Lehren „geboren“ wurden welche nun
wirklich nicht mehr nachvollziehbar sind oder sogar menschlichen
ethischen Werten widersprechen.
Ist z.B. die altkatholische Kirche eine
Sekte?
Nach letzteren Kriterien wohl nicht.
Damit beantworten sich auch Deine weiteren Einlassungen zu verschied-
enen Religionsgemeinschaften.
Gruß VIKTOR
Hallo Viktor,
Sekte beinhaltet selektieren,hier aus einer größeren
rel.Gemeinschaft,
mehr nicht.
als etymologische Ableitung halte ich das für zweifelhaft - ‚sectae‘ sind zunächst die Grundsätze, nach denen man sein Leben ausrichtet. Aber das ist eher nebensächlich.
Daß dieser Begriff auch abwertend gebraucht wurde (heute sagt
man
besser neureligiöse Gemeinschaft o.ä.) kommt daher, daß in
diesen
Gemeinschaften oft kuriose Lehren „geboren“ wurden welche nun
wirklich nicht mehr nachvollziehbar sind oder sogar
menschlichen
ethischen Werten widersprechen.
Das ist schön referiert, so haben es schon die alten Kirchenväter gemacht, wenn sie über die Neuerungssucht und den unerhörten Aberglauben von ‚abscheulichen Sekten‘ wie Montanisten, Marcioniten, Novatianern usw. herzogen. In der katholischen Kirche hatte ‚Sekte‘ schon immer einen abwertenden Charakter - und das lag schlicht an der Unwilligkeit dieser Leute, sich den Vorstellungen Roms zu fügen.
Bei allem Respekt - aber Lehren, die noch „kurioser“ sind als die von einem montheistischen aber nichtsdestotrotz dreifaltigen Gott, dessen Geburt durch eine Jungfrau, die Wandlung von Gebäck und Wein in dessen veritables Fleisch und Blut usw. usf. sind für mich schwer vorstellbar. Versteh mich nicht falsch - ich will damit nicht polemisieren, aber das halte ich für ein untaugliches Kriterium. Was auf religiösem Gebiet „kurios“ oder „nicht mehr nachvollziehbar“ ist, kommt sehr auf den Standpunkt des Betrachters an.
Was das Ethische angeht - solche Argumente spielten eigentlich kaum eine Rolle, zumal die katholische Kirche, was ethisches Verhalten angeht, im direkten Vergleich speziell zu den sittenstrengen Montanisten oder Novatianern (und auch später z.B. im Vergleich zu den Katharern) nicht sonderlich gut abschnitt.
Damit beantworten sich auch Deine weiteren Einlassungen zu
verschied-
enen Religionsgemeinschaften.
Eben deswegen finde ich das durchaus nicht.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Rolf
Sekte beinhaltet selektieren,hier aus einer größeren
rel.Gemeinschaft,
mehr nicht.als etymologische Ableitung halte ich das für zweifelhaft -
‚sectae‘ sind zunächst die Grundsätze, nach denen man sein
Leben ausrichtet. Aber das ist eher nebensächlich.
nun ja, secta-Richtung oder auch secare - schneiden, abtrennen.
Habe ich nicht aus eigener Bildung, nur bei Wikipedia nachgeschaut
Daß dieser Begriff auch abwertend gebraucht wurde (heute sagt
man
besser neureligiöse Gemeinschaft o.ä.) kommt daher, daß in
diesen
Gemeinschaften oft kuriose Lehren „geboren“ wurden welche nun
wirklich nicht mehr nachvollziehbar sind oder sogar
menschlichen
ethischen Werten widersprechen.Das ist schön referiert, so haben es schon die alten
Kirchenväter gemacht …
…und das lag schlicht an der
Unwilligkeit dieser Leute, sich den Vorstellungen Roms zu
fügen.
Mag teilweise sein ,doch dies wollte ich nicht als Kriterium nehmen
und auch keine für Außenstehende nicht verständliche Lehren
(welche Du weiter unten z.Bsp.in der christl. Lehre entdeckt haben
willst) sondern etwa in Richtung der Weltuntergangssekten oder auch
jener, welche sich aus der menschlichen Gesellschaft aussondern
und ihre Mitglieder unterdrücken,gefährten vergewaltigen oder töten
oder auch Außenstehende. Hier ist von niemandem mehr etwas
nachvollziehbar.
Auch daß diese „Lehren“ sich nicht entwickelt haben sondern oft
von „Gurus“ aus Erleuchtung zusammengeschustert wurden ist ein
Kriterium.
(bitte nicht damit kommen, dies wär bei den Christen genauso)
Daß ich nicht pauschal Sekten in die „Ecke stelle“ geht wohl aus
meiner Einlassung hervor. Wenn nicht, so hole ich es hiermit nach.
Ich glaube aber, Du und auch andere, haben schon richtig verstanden.
Du wolltest nur ein bisschen gegenhalten , oder ?
Gruß VIKTOR
Hallo Viktor,
Du wolltest nur ein bisschen gegenhalten , oder ?
ja, und zwar gegen diese Behauptiung von Dir:
Daß dieser Begriff auch abwertend gebraucht wurde (heute sagt man
besser neureligiöse Gemeinschaft o.ä.) kommt daher, daß in diesen
Gemeinschaften oft kuriose Lehren "geboren
usw. - daher mein Einwand, dass der Begriff ‚Sekte‘ (secta) speziell in der katholischen Kirche schon zu einer Zeit negativ belegt war, als es noch gar keine „neureligiösen Gemeinschaften“ gab - und dass die Gründe dafür schlicht anders waren. Auch die Evangelischen wurden ja noch bis ins 20. Jahrhundert hinein als Angehörige der „verdammten lutherischen Sekte“ bezeichnet.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo Ralf,
usw. - daher mein Einwand, dass der Begriff ‚Sekte‘ (secta)
speziell in der katholischen Kirche schon zu einer Zeit
negativ belegt war, als es noch gar keine „neureligiösen
Gemeinschaften“ gab - und dass die Gründe dafür schlicht
anders waren.
geht es in dieser Diskussion nicht darum, wie heute der Begriff
„Sekte“ besetzt ist und mit welchen Vorstellungen und ob man
den Begriff (steht vorerst für Abspaltung) auch für „normale“
kirchliche Gemeinschaften anwenden kann (sollte ?) trotz des
heutigen allgemein verbreiteten negativen Verständnisses ?
Es gibt eben „heute“ dazu wechselnde Verständniskriterien
Auch die Evangelischen wurden ja noch bis ins
20. Jahrhundert hinein als Angehörige der „verdammten
lutherischen Sekte“ bezeichnet.
Was möchtest Du damit sagen ? Ist das hier relevant ?
Soll ich Dir alle Beschimpfungen oder negativen Bezeichnungen
gegen Katholiken, den Papst oder die kath. Kirche von evangel.
Seite gegenhalten gegen die,welche Du umgekehrt kennst ?
Ich wäre bei weitem Punktsieger.
Deine vorige Einlassung ist deshalb hier nicht sachdienlich,unnötig.
Übrigens bezeichnen auch andere Religionsgemeinschaften Abspaltungen
von der eigenen auch als solche - und auch nicht besonders
freundlich oder erfreut.
Doch dies ist hier in unserer Betrachtung alles nicht relevant.
Gruß VIKTOR
Hallo Viktor,
geht es in dieser Diskussion nicht darum, wie heute der
Begriff „Sekte“ besetzt ist
Egal, worum es nun in welcher Diskussion auch immer geht - in einem Forum, das sich den Anspruch stellt, Wissen zu vermitteln, sollte es selbstverständlich sein, dass falsche Auskünfte korrigiert werden dürfen.
Also noch einmal: die negative Konnotation des Begriffs ‚Sekte‘ lässt sich - entgegen Deiner Behauptung - nicht darauf zurückführen,
daß in diesen
Gemeinschaften oft kuriose Lehren „geboren“ wurden welche nun
wirklich nicht mehr nachvollziehbar sind oder sogar menschlichen
ethischen Werten widersprechen.
So etwas nennt sich übrigens „Begriffsgeschichte“ und das hat mit dieser Diskussion hier eine ganze Menge zu tun.
Wikipedia - die ich sonst eher weniger gern empfehle - gibt diesen lesenswerten Hinweis:
Die Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ verzichtete auf den Begriff Sekte mit folgender Begründung:
„Wie häufig der Begriff ‚Sekte‘ auch umgangssprachlich verwendet werden mag, ist er doch sachlich unzutreffend und irreführend. […] Mit ihm wurden in der Antike zunächst diejenigen bezeichnet, die einem bestimmten Philosophen in seinen Anschauungen folgten. In der Geschichte des Christentums wurden damit die Gruppen bezeichnet, die außerhalb der allgemeinen Kirche einem bestimmten Glaubensführer und für abweichend erklärten Glaubenslehren oder Praktiken anhingen. Im Mittelalter (vgl. z. B. die Konstitution Ad Deus des Kaisers Friedrich II. von 1220) wurde das ‚widerspenstige Anhängen‘ an eine ‚Sekte‘ in Acht getan und mit dem Tode bestraft (vergleiche z. B. die Bamberger Halsgerichtsordnung von 1507, Artikel 30). Dadurch wurde aus einem religiösen Abweichen ein kriminelles Delikt, wie der protestantische Theologe Paul Tillich schrieb: Wer gegen das kanonisierte Dogma verstößt, (ist) nicht nur ein Häretiker, der den Grundlehren der Kirche widerspricht, sondern auch ein Verbrecher gegen den Staat. […] Mit der Erklärung der Religionsfreiheit in den europäischen Staaten wurden solche Auffassungen und Einrichtungen abgeschafft. Das Grundgesetz kennt nur Religionen, Religionsgesellschaften, Religionsgemeinschaften; staatsrechtlich gibt es in dieser Beziehung keinen Unterschied zwischen Kirche und anderen religiösen Organisationsformen. Da außerdem der Begriff der ‚Sekte‘ kaum von allem ihm durch die kirchliche Verlästerung angehängtem Beigeschmack, wie Max Weber forderte, gelöst werden kann, ist er äußerst fragwürdig geworden.“
Freundliche Grüße,
Ralf