Hallo zusammen!
Ich habe eine kleine Frage.
Was nutzen Sekten aus, um Anhänger zu finden?
Rebecca
Hallo Rebecca
So einfach wie genial. Glaube ist es. Und wenn die Sekte dann Kirche heißt, muß man allerdings noch n kleinen Obolus zahlen…Aber im Prinzip, Glaube…
Ciao
Hallo Rebecca,
das ist unterschiedlich!
Z.B.:
Die Sehnsucht nach…
… Geborgenheit in einer Gemeinschaft.
… dem Gefühl, zu einer besonderen Gruppe zu gehören.
… dem Wissen, was nach dem Tod kommt.
… der Überwindung von Todesangst.
… festen, klaren Regeln.
… einer Vaterfigur.
… klaren, einfachen Antworten auf schwierige Fragen.
… dem Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat.
Gruß!
Karl
Lieber Karl2
Die Sehnsucht nach…
… Geborgenheit in einer Gemeinschaft.
… dem Gefühl, zu einer besonderen Gruppe zu gehören.
… dem Wissen, was nach dem Tod kommt.
… der Überwindung von Todesangst.
… festen, klaren Regeln.
… einer Vaterfigur.
… klaren, einfachen Antworten auf schwierige Fragen.
… dem Gefühl, dass das eigene Leben einen Sinn hat.
Ich glaube, deine Aufzählung ist richtig. Ich würde dem noch
-eine eigene Sprache
-ein Feindbild
und von seiten des Klientels
-ein labiles Selbstbewusstsein
hinzufügen wollen.
Dies kommt allerdings eher zum Tragen, wenn der/die Betreffende in der Sekte gefangen ist.
Viele Grüße
Voltaire
Dummheit !!!
Hallo Rebecca,
dazu müsstest Du zunächst einmal klarstellen, was Du unter ‚Sekten‘ verstehst. Ist z.B. die altkatholische Kirche eine Sekte? Aus Sicht der katholischen Kirche sicherlich, aber was unterscheidet die altkatholische Kirche - von der Mitgliederzahl einmal abgesehen - so wesentlich von der katholischen? Ist dann die katholische Kirche nicht auch eine Sekte? Was ist mit den Zeugen Jehovas? Den Baptisten, Mormonen, Adventisten? Sind das alles Sekten? Wenn ja, ist dann die Evangelische Landeskirche in Hessen auch eine Sekte? Wenn nein, warum gerade die nicht?
Wenn Du also zumindest ein deutliches Kriterium nennen kannst, das für Dich eine ‚Sekte‘ kennzeichnet, dann könnte man überprüfen, ob es bei religiösen Gemeinschaften, auf die dieses Kriterium zutrifft, gemeinsame Vorgehensweisen bei der Werbung von Anhängern gibt und wie diese Vorgehensweisen aussehen. Ohne eine deutliche Eingrenzung des Begriffs ‚Sekte‘, wie Du ihn verstanden haben willst, also ohne eine halbwegs genaue Begriffsbestimmung, geht das nicht. Dazu ist der Begriff ‚Sekte‘ einfach zu ungenau, zu schwammig.
Freundliche Grüße,
Ralf
So einfach ist die Welt nicht!
Dummheit
Wenn dem wenigstens so wäre. Das ist die Naivität der Unwissenden, zu glauben, „nur dumme Leute fallen auf Sekten rein“.
Leider ist es tatsächlich so, dass große Teile und die stärksten Fürsprecher der „religiösen Sondergemeinschaften“ einen soliden akademischen Hintergrund besitzen und nicht zu Unrecht als „Intellektuell“ bezeichnet werden.
Exemplarisch aus Kreisen, die ich selbst kenne:
-
Gruppe 1: Rekrutiert ausschließlich Studenten. Mehr als 50% besitzen einen akademischen Abschluß. Das „Rekrutierungskonzept“ basiert auf einer (im Rahmen der Lehre der Gruppe) nicht wiederlegbaren Kette von logischen Schlußfolgerungen; es gibt nur zwei „Axiome“ die ein Neuling akzeptieren muss, danach ist der jeweils nächste Schritt die einzig richtige logische Konsequenz. Dementsprechend fördert die Gruppe sogar aktiv logisches Denken und systematisches Schlußfolgern!
-
Gruppe 2: Öffentliche Verfechter und Anhänger dieser Gruppe sind nicht nur Akademiker, sondern sogar promoviert. Sie nutzen ihre intellektuelle Kapazität und ihren Ruf im Dienst der Gruppe.
-
Gruppe 3: Hauptklientel Studenten. Nahezu alle Mitglieder, welche länger als 2-3 Jahre bei der Gruppe bleiben, sind überdurchschnittlich intelligent. Sogar hochintelligente Mitglieder, die genügend Information besitzen und genau wissen was passiert, werden über das Spiel mit Emotionen („Zuckerbrot und Peitsche“ etc.) an der kurzen Leine gehalten.
„Dummheit“, das ist so leicht gesagt. Jeder macht mal Fehler, dumm ist man deswegen noch lange nicht.
Die große Gefahr bei „religiösen Sondergemeinschaften“ und „schneeballartig organisierten Unternehmen“ ist doch gerade, dass jeder darauf rein fallen kann, sogar logisch denkende Menschen, ja sogar solche, die der Religion als Ganzes längst abgeschworen haben.
Es ist eher Dummheit, zu glauben, dass nur „Dummheit“ genutzt wird, um Menschen zu rekrutieren!
Gruß,
Michael
Meinst Du diese OM-Sekte, die vor was über zehn Jahren in Japan viele Leute vergiftet hat?
Das waren etliche junge Ingenieure und Naturwissenschaftler unter der Leitung von einem halbblinden Hilfsschüler, man faßt es nicht.
LG
Gitta
Hi
Die Aum-Sekte ist ein Sonderfall, weil in Japan ein anderes religiöses Klima herrscht.
Erstmal nehmen die Japaner es mit der religiösen Abgrenzung sowieso nicht so genau, was Statistiken belegen, ferner hat Japan nach dem 2. Weltkrieg eine absolute Säkularisierung durchgeführt.
Und sie haben wirklich eine, nicht die Pseudo Staats/Religions-Trennung die (besonders) wir oder die USA haben.
Das spirituelle wurde von den jungen Menschen jener Zeit komplett ferngehalten, solche, die sich dafür interessierten, hatten Schwierigkeiten Zugang zu Religionen zu finden.
Und grade darum konnte die Aum-Sekte bei der Bildungselite punkten!
Dann kamen noch Gehirnwäscheähnliche Methoden hinzu… tadaa. Da auch noch das Prinzip war, dass Leiden schlechtes Karma negiert und eine Selbstverleugnung gutes Leiden darstellt… anders kann ich es mir nicht erklären, warum einer der wichtigen Grundsätze der Sekte Bildungsablehnung war. (Neben sämtlicher Folter, SM Methoden und Blutritualen, die man ihnen nachgesagt hat).
lg
Kate
Hallo Rebecca, die Sekte gibt sich in der Regel als starke, überlegene Gemeinschaft. Sie rekrutiert ihre Mitglieder, indem sie ihnen das Gefühl von tiefem Verständnis, Wertschätzung und Geborgenheit vermittelt. Hierzu bedient sie sich der geschickten, manipulativen Kommunikation. In unserer Gesellschaft wimmelt es von potenziellen Opfern (ob klug oder dumm), die verzweifelt nach seelischem Halt suchen - und ihn in der Sekte zunächst auch mal finden. Die Werber sind in der Regel pädagogisch und psychologisch geschulte Experten, die dich, deine Ängste, Defizite und Wünsche sehr schnell und sehr umfassend durchschauen (ähnlich wie geschickte Tarotkartenleger), und sie gehen dann so auf dich ein, wie du es selten erlebt und immer gewünscht hast. Plötzlich fühlst du dich gut und stark und unter deinesgleichen. Zunächst in Einzelgesprächen, später in Seminaren bringen sie dich in eine Art Abhängigkeit und schaffen es somit, dich an sie zu binden. Es ist ganz ähnlich wie in einer funktionierenden Partnerschaft z. B. zwischen Mann und Frau, bei der eine vergleichbare Abhängigkeit ebenfalls entsteht und nicht immer etwas mit Liebe zu tun hat. Ist diese letzte Phase abgeschlossen, bist du ein vollwertiges gefügiges Sektenmitglied, das dann für die sektenspezifischen Zwecke beliebig eingesetzt werden kann - bis hin zur vollständigen Selbstaufgabe. Dabei wird ein enormer Druck (Gruppenzwang) auf dich ausgeübt, dem du dich aber gern und aufopferungsvoll fügst. In den allermeisten Fällen geht es letztlich um Geld in vielen auch um Sex bis hin zur grausamsten Perversion (Teufelssekten).
Es gibt verschiedene Merkmale, an denen du die Sekte erkennst. Wichtigstes: Es handelt sich um eine Gruppe, die sich klar von der Gesellschaft aus-/abgrenzt. Durch Ansichten und auch Aktivitäten. Nicht selten wird im Verborgenen operiert. Es gibt grundsätzlich einen Gruppenleiter, der den anderen an Intellekt und Charisma überlegen ist und den Ablauf bestimmt. Eine mitunter militärische Hierarchie innerhalb der Gruppe ist schnell auszumachen.
Überprüfe Leute, die es (offenbar völlig selbstlos) besonders gut mit dir meinen, sei alarmiert, wenn sie dich zu Veranstaltungen, Gruppenabenden, Seminaren… einladen. Ein beliebtes Mittel des Erstkontakts ist ein scheinbar harmloser Fragebogen, in dem du deine Vorlieben, Neigungen Merkmale… durch ja/nein-Ankreuzen preisgeben kannst. Die Art der Fragen (Beispiel: Fühlst du dich in dieser oder jener Situation manchmal missverstanden?) vermitteln dir einen ersten Eindruck deiner Einzigartigkeit.
Denke immer daran: Die Sekte ist eine Spinne. Sie möchte dich in ihr Netz locken, und ihr einziges Ziel besteht darin, dich auszusaugen - ganz gleich, was du zu bieten hast. Lg Tom
Hallo Ralf,
Danke, dass du das soviel besser formuliert hast als ich es auf die Schnelle konnte.
Gruss Backs
Hallo Tom,
ich habe Deine Antwort ein klein wenig überarbeitet. Darf ich den Text so weiter verwenden? Natürlich unter Deinem Namen, versteht sich …
_Hallo Rebecca,
die katholische Kirche gibt sich in der Regel als starke, überlegene Gemeinschaft. Sie rekrutiert ihre Mitglieder, indem sie ihnen das Gefühl von tiefem Verständnis, Wertschätzung und Geborgenheit vermittelt. Hierzu bedient sie sich der geschickten, manipulativen Kommunikation. In unserer Gesellschaft wimmelt es von potenziellen Opfern (ob klug oder dumm), die verzweifelt nach seelischem Halt suchen - und ihn in der katholischen Kirche zunächst auch mal finden.
Die Werber sind in der Regel an theologischen Hochschulen und Priesterseminaren pädagogisch und psychologisch geschulte Experten, die dich, deine Ängste, Defizite und Wünsche sehr schnell und sehr umfassend durchschauen (ähnlich wie geschickte Tarotkartenleger), und sie gehen dann so auf dich ein, wie du es selten erlebt und immer gewünscht hast. Plötzlich fühlst du dich gut und stark und unter deinesgleichen. Zunächst in Einzelgesprächen, später in Seminaren bringen sie dich in eine Art Abhängigkeit und schaffen es somit, dich an sie zu binden. Es ist ganz ähnlich wie in einer funktionierenden Partnerschaft z. B. zwischen Mann und Frau, bei der eine vergleichbare Abhängigkeit ebenfalls entsteht und nicht immer etwas mit Liebe zu tun hat. Ist diese letzte Phase mit Taufe und Firmung abgeschlossen, bist du ein vollwertiges gefügiges katholisches Kirchenmitglied, das dann für die spezifischen Zwecke der katholischen Kirche beliebig eingesetzt werden kann - bis hin zur vollständigen Selbstaufgabe.
Dabei wird ein enormer Druck (Gruppenzwang) auf dich ausgeübt, dem du dich aber gern und aufopferungsvoll fügst. In den allermeisten Fällen geht es letztlich um Kirchensteuer, Spenden und Vermächtnisse, in vielen auch um Sex bis hin zur grausamsten Perversion (Unzucht mit Minderjährigen).
Es gibt verschiedene Merkmale, an denen du die katholische Kirche erkennst. Wichtigstes: Es handelt sich um eine Gruppe, die sich klar von der Gesellschaft aus-/abgrenzt. Durch Ansichten und auch Aktivitäten – so werden z.B. vorehelicher Sex, Abtreibung, ja sogar schlichte Empfängnisverhütung strikt abgelehnt und man muss zu bestimmten Zeiten fasten. Nicht selten wird im Verborgenen operiert (die interne Geheimorganisation ‚Opus Dei‘). Es gibt grundsätzlich einen Gruppenleiter (‚Priester‘ oder ‚Pfarrer‘), der den anderen an Intellekt und Charisma überlegen ist und den Ablauf bestimmt. Eine mitunter militärische Hierarchie innerhalb der Gruppe ist schnell auszumachen (der Priester ist einem Bischof unterstellt und zu absolutem Gehorsam verpflichtet, der wieder dem Papst).
Überprüfe Leute, die es (offenbar völlig selbstlos) besonders gut mit dir meinen, sei alarmiert, wenn sie dich zu Veranstaltungen, Gruppenabenden, Seminaren… einladen. Ein beliebtes Mittel des Erstkontakts ist ein scheinbar harmloser Fragebogen, in dem du deine Vorlieben, Neigungen Merkmale… durch ja/nein-Ankreuzen preisgeben kannst. Die Art der Fragen (Beispiel: Fühlst du dich in dieser oder jener Situation manchmal missverstanden?) vermitteln dir einen ersten Eindruck deiner Einzigartigkeit.
Denke immer daran: Die katholische Kirche ist eine Spinne. Sie möchte dich in ihr Netz locken, und ihr einziges Ziel besteht darin, dich auszusaugen - ganz gleich, was du zu bieten hast._
Freundliche Grüße,
Ralf
Bla Bla Bla, das was hier gerade stattfindet nutzen sie…Aber die Sekten kriegen das unter EINEN Hut. Manchmal besser, manchmal weniger besser. Aber die bringen sich ja „Gott“ sei Dank, selbst um.
Und Leute, zerreißt euch ruhig weiter die Mäuler, es gibt auch Gute „Sekten“. Nur ein Beispiel…Amisch
XX
Naja, in Japan haben wir hundert Millionen Menschen, die meisten sind gut.
Die Verstädterung hat die Leute von ihren Lokalkirchen entfremdet, und so haben sich gesamtjapanische Sekten/Religionen gebildet, um diese Menschen aufzufangen.
Das hat vier Jahrhunderte vor der Gründung der Omu-Shinrikyo angefangen, und fast alle waren gut.
LG
Gitta
Hi
Das ist ja auch der Unterschied zwischen den shin shukyo und den shin shin shukyo…
Beide basieren auf ähnlichen Prämissen (charismatischer Führer, Wunder, Erlösung, Kult, Krankenheilungen (immer ein gutes Verkaufsargument!), Laienkult), die neueren Neuen Religionen sind aber gegenüber den etwas älteren (z.B. Tenri Kyo) radikaler und totalitärer geworden. Auch wenn es auch unter den Vorgängern schon ein paar Extreme gab (Soka Gakkai z.B.).
An Neuen Religionen selbst ist ja auch nichts falsches Auszusetzen.
Wie oben angesprochen, haben wir das Problem des doppelt belegten Sektenbegriffs. Eine Sekte ist
a) Immer eine Abspaltung einer größeren Religion. Das Christentum ist also auch eine Sekte des Judentum, bedingt auch der Islam. Diese haben wieder eigene „Sekten“, Gruppierungen… und zwar en masse.
b) Populär ist der Begriff Sekte aber sehr negativ belegt und bezieht sich auf Organisationen die nicht zum Wohle ihrer Mitglieder handeln sondern eigene Ziele verfolgen, Menschen verletzen, Grundrechte missachten, Geld erpressen oder eben auch nach außen aggressiv handeln.
Ich habe in den letzten beiden Beiträgen von mir die Definition b) benutzt, um Missverständnisse zu vermeiden, da diese die akutere ist und man für Defintion a) besser mit Begriffen wie „Abspaltung“, „Gruppierung“ oder „Schule“ arbeiten kann.
lg
Kate
Und Leute, zerreißt euch ruhig weiter die Mäuler, es gibt auch
Gute „Sekten“. Nur ein Beispiel…AmischXX
Oh, du meinst also, die bringen sich nicht selbst um, obwohl durch die durchgängige Inzucht mittlerweile immer mehr schwerstbehinderte Kinder geboren werden, und irgendwann einfach keine gesunden, nicht pflegebdürftigen Kinder (und damit Nachwuchs) mehr da sind?
lg
Kate
Hallo Tychiades!
Vielen Dank für eine Antwort!
Du gehst also davon aus das auch die katholische Kirche, die schon sehr lange besteht und ja auch staatlich anerkannt ist eine Sekte ist? Mit welcher Begründung? Gibt es also für dich nur Sekten - ist Kirche und Glaube alles nur Quatsch? Dient es z. B. nur zur Ausbeutung?
Welchen Sinn hat denn dein Leben für dich?
Liebe Grüße
Rebecca
Hallo,
Wie Ralf schon schrieb, hängt es vor allem von der Definition des Begriffs Sekte ab. Wenn man Sekte einfach als Abspaltung einer bereits bestehenden Religion bezeichnet, wäre auch die christliche Kirche eine Sekte, da sie eine Abspaltung des Judentums ist.
Es gibt verschiedenste Ansätze den Begriff Sekte zu definieren, bzw. „Sekten“ von „Kirchen“ abzugrenzen. einen Überlick dazu findest du bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sekte
Wie die hier gegebenen Antworten gezeigt haben ist der Begriff „Sekte“ nicht ganz einfach, deswegen wird er in wissenschaftlichen Diskussionen fast gar nicht mehr verwendet. Hier spricht man meistens von „Neuen Religiösen Bewegungen“ da dieser Begriff weniger negativ belastet bzw. neutraler ist.
Gruss Backs
Eieiei…nein nein nein. Nicht wieder falsch verstehen. Und nicht so kompliziert bitte.
Unter Gut verstehe ich z. Bsp., das es auch OHNE Gewalt und hasserfüllte Raubzüge geht. Das was die Leutis da mit der Inzucht machen ist schrecklich, ohne Zweifel. Aber auch gleichzeitig ihre einzige Möglichkeit am Leben zu bleiben. Aber das wird auch irgendwann dazu beitragen das sie austerben. Logisch. Wär ich glaub ich nie drauf gekommen
Aber das ist doch der Witz. Es ist alles ein Witz.
Möchte aber lieber nicht weiter drauf eingehen, weil hier Engstirnigkeit GROß geschrieben wird und ich nicht wieder gelöscht werden möchte, nur weil sich ein paar Heulsusen auf den Schlips getreten fühlen.
Hier stimmt das Verhältnis Austeilen-Einstecken nicht.
Danke für Deinen Hinweis.
XX
Hallo Rebecca,
Du gehst also davon aus das auch die katholische Kirche, die
schon sehr lange besteht und ja auch staatlich anerkannt ist
eine Sekte ist?
das kann man zwar durchaus - je nachdem, wie man den Begriff ‚Sekte‘ verwendet. Daher hatte ich Dich ja aufgefordert, einmal näher zu erläutern, was Du unter einer ‚Sekte‘ verstehst.
Aber ich wollte auf etwas ganz anderes hinaus - nämlich dass die Antwort von Tom ohne weiteres auch auf die katholische Kirche passt. Also ist anscheinend doch nach Toms Auffassung die katholische Kirche eine Sekte, oder nicht? Ich habe in seiner Antwort nur ‚Sekte‘ durch ‚katholische Kirche‘ ersetzt und wenige, kurze Verdeutlichungen beigefügt. Den inhaltlichen Sinn seiner Aussagen habe ich völlig unverändert gelassen. Die Frage ist also nicht, ob ich davon ausgehe, dass die katholische Kirche eine Sekte ist. Die Frage ist, ob Toms Ausführungen und Warnungen nicht auf die katholische Kirche genauso zutreffen wie auf irgendeine x-beliebige ‚Sekte‘.
Du nennst da jetzt zwei Kriterien, weswegen die katholische Kirche Deiner Meinung nach nicht unter das fällt, was Du unter 'Sekte verstehst:
1.) weil sie
schon sehr lange besteht
und 2.)
auch staatlich anerkannt ist
zu 1.): ist das Alter für Dich ein Kriterium, was eine Sekte ist? Wie lange muss denn dann eine Religionsgemeinschaft schon existieren, dass man sie nicht als Sekte bezeichnet? Ab welchem Alter ist eine Sekte keine Sekte mehr?
zu 2.): es ist richtig, dass die katholische Kirche in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist. Für die Zeugen Jehovas z.B. trifft das zumindest im Bundesland Berlin auch zu - die wären also keine Sekte, zumindest nicht in Berlin. Für islamische oder buddhistische Gemeinschaften wiederum nicht - handelt es sich deswegen um Sekten? Um es noch komplizierter zu machen: andere Länder kennen solche ‚staatlichen Anerkennungen‘ überhaupt nicht - ist deswegen z.B. in Frankreich oder den USA die katholische Kirche eine Sekte? Dieses Kriterium taugt also wohl nicht so recht dazu, Sekten von Nicht-Sekten abzugrenzen.
Also nochmals - wer bestimmt wie, was eine Sekte ist? Bis zum Ende des Mittelalters war das einfach - da bestimmte der Papst in Rom, was eine Sekte ist. Und manche kirchlichen ‚Beratungsstellen‘ mit ihren ‚Sektenbeauftragten‘ setzen diese Tradition fröhlich fort. Ich will damit nicht sagen, dass alles, was diese Leute als ‚Sekte‘ bezeichnen harmlos ist - das wäre sicher verkehrt. Mir geht es vielmehr um objektive Kriterien dafür, was für Dich der Unterschied zwischen einer Sekte und einer religiösen Gemeinschaft wie z.B. der katholischen Kirche ist.
Das ist ein sog. Abgrenzungsproblem. Wenn wir das geklärt haben, können wir vielleicht auch Deine Ausgangsfrage beantworten - nämlich was für religiöse Gemeinschaften eines bestimmten Typs, die wir dann der Einfachheit halber ‚Sekten‘ nennen wollen, typische Anwerbestrategien sind.
Vielleicht kann Dir bei der Überlegung, wie ‚Sekte‘ ggf. zu definieren wäre, diese „Orientierungshilfe“ der Deutschen Buddhistischen Union von Nutzen sein: http://www.dharma.de/dbu/pdfdocs/info_heilsame-Struk…. Sie vermeidet allerdings den Begriff ‚Sekte‘ sondern spricht von religiösen Gruppierungen mit unheilsamen Strukturen.
Freundliche Grüße,
Ralf