Huhu!
Sagt man z.B. ‚Ich wunderte mich über mich selbst‘ oder ‚… über mich selber‘ ?
Wann verwendet man was?
Bye, Vanessa
Huhu!
Sagt man z.B. ‚Ich wunderte mich über mich selbst‘ oder ‚… über mich selber‘ ?
Wann verwendet man was?
Bye, Vanessa
Huhu! Vanessa!
Du kannst beides nehmen.
„Selbst“ gilt als standardsprachlich, „selber“ als mehr umgangssprachlich.
Aber der Unterschied ist verschwindend.
Gruß Fritz
könntest du nicht
auch so rangehen:
selb´, selber, selbst
Ernst beiseite, aber da steckt doch sicherlich eine eigene zwiespältige Etymologie hinter.
Also wäre dann „höchstselbst“ moppelgedoppelt, lieber Fritz, oder?
Ist altgerman. Ursprungs, selb´, und stesso´(ital), mème´(frz), mismo´(esp).
Ich wundere mich manchmal selbst über mich selber.
Oder ummekehrt. Selten, dassesmal nichts „wirklich richtiges“ gibt.
Schöööönnnn!
Herzlichst, moin, manni
Huhu!
Danke!
Dann bin ich ja beruhigt!
Bye, Vanessa
Hallo Fritz,
„Selbst“ gilt als standardsprachlich, „selber“ als mehr
umgangssprachlich.
jetzt verstehe ich endlich, warum mein Lehrer in der 5./6./7. (?) Klasse darauf insistierte, dass ich „selbst“ schreibe. Allerdings habe ich viele andere Germanisten kennen gelernt, die keine Unterschied sahen.
Aber der Unterschied ist verschwindend.
So sehe ich das auch. Aber was heißt dann in deinem obigen Satz „gilt“? Heißt das, das Stilfragen Mehrheitsentscheidungen sind? Oder sind es Autoritätsentscheidungen? Ich bin mir - gerade bei diesem Beispiel - ziemlich unsicher (vielleicht aufgrund meiner schulischen Erfahrungen). Kannst du das noch weiter „aufdröseln“ oder ist an der Stelle Schluss?
Herzliche Grüße
Thomas
*der sich noch nicht damit anfreunden kann, dass das eine reine Geschmacksfrage ist*
Hallo, Thomas,
„Selbst“ gilt als standardsprachlich, „selber“ als mehr
umgangssprachlich.
Aber was heißt dann in deinem obigen Satz „gilt“?
Das bedeutet nichts anderes, als dass
Lehrer in der 5./6./7. und vielen anderen Klassen darauf insistieren, dass du und auch die anderen Schüler „selbst“ schreiben.
Allerdings habe ich viele andere Germanisten kennen gelernt,
die keine Unterschied sahen.
So auch ich!
Darum: Aber der Unterschied ist verschwindend.
Heißt das, das Stilfragen Mehrheitsentscheidungen sind?
Oder sind es Autoritätsentscheidungen?
Ach, es ist wohl die Mehrheitsentscheidung von Leuten, die sich als Autoritäten betrachten:wink:.
Ich weiß nicht, ob das deine - so formulierte -
*der sich noch nicht damit anfreunden kann, dass das eine
reine Geschmacksfrage ist*
Unzufriedenheit zufrieden stellen kann. Zu guter Letzt ist es Geschmackssache!
Oder kannst du aus den Dudenartikeln etwas anderes lesen?
_sel|ber [mhd. selber, erstarrter stark gebeugter Nom. Sg. von selb…] (ugs.) für: selbst (I).
selbst [(spät)mhd. selb(e)s, erstarrter Gen. Sg. Mask. von selb…]: I. steht nach dem Bezugswort od. betont nachdrücklich, dass nur die im Bezugswort genannte Person od. Sache gemeint ist u. niemand od. nichts anderes: der Wirt s. (persönlich) hat uns bedient; du s. hast es/du hast es s. gesagt (kein anderer als du hat es gesagt); obwohl das Haus s. sehr schön ist, möchte ich dort nicht wohnen; sie muss alles s. machen (es hilft ihr niemand); er kann sich wieder s. versorgen (braucht keine Hilfe mehr); das Kind kann schon s. (ugs.; allein) laufen; sie hatte es s. (mit eigenen Augen) gesehen; ein s. ernannter Experte; ein s. erwähltes Schicksal; s. gebackenes Brot; ein s. gebautes, s. gebasteltes Modell; s. gebrautes Bier; s. gedrehte Zigaretten; s. gemachte Marmelade; ein s. genähtes Kleid; s. geschriebene Gedichte; s. gesteckte Ziele; sie hat den Pullover s. gestrickt; ein s. gestricktes Programm; im s. gewählten Exil; s. gezogenes Gemüse; die Kerzen sind s. gezogen; s. verdientes Geld; sie denkt immer nur an sich s. (ist sehr egoistisch); etw. versteht sich von s. (ist selbstverständlich); etw. mit sich s. ausmachen; das kommt ganz von s. (ohne Anstoß von außen); *etw. s. sein (ugs.; die Verkörperung einer Eigenschaft sein): sie ist die die Ruhe s. II. sogar, auch: s. wenn er wollte, könnte er das nicht tun.
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001_
Die ausführliche Worterklärung steht selbst - nicht selber- verständlich bei „selbst“.
Tut mir Leid, mehr habe ich nicht.
Beste Grüße
Fritz
Hallo, Fritz und Thomas (und die anderen Interessierten),
jetzt bin ich selbst fast ein wenig irre geworden an meinem Sprachgefühl.
Bitte gestattet mir folgenden Text: „Dort kommt Fritz - oder ist es sein Bruder? Nein, er ist es selb??“ „Selb?? der König muß zu Fuß dahin.“ „Das erledige ich lieber selb??.“
Das Grundword ist doch „selb“, „selbst“ betrachte ich als Superlativ dazu. Deshalb ist „selber“ nach meinem Dafürhalten nur im letzten Beispielssatz möglich, weil ich da die Möglichkeit nicht völlig ausschließe, dass es doch ein anderer tut.
Aber selbst das ist mir selber nur gefühlsmäßig erfaßbar.
Grüße
Eckard.
Hallo, Eckard,
du bringst einen neuen Aspekt dazu.
Bitte gestattet mir folgenden Text:
„Dort kommt Fritz - oder ist es sein Bruder? Nein, er ist es selbst/selber“ (beide möglich)
" Selbst (nur so!) der König muß zu Fuß dahin."
Hier ist aber „selbst“ kein Pronomen, sondern ein Adverbial in der Bedeutung: „auch, sogar“.
„Das erledige ich lieber selber/selbst.“ (beide möglich)
Das Grundword ist doch „selb“, „selbst“ betrachte ich als
Superlativ dazu.
Dazu nochmal aus dem Duden:
selber [mhd. selber, erstarrter stark gebeugter Nominativ Singular von selb…]
selbst [(spät)mhd. selb(e)s, erstarrter Genitiv Singular Maskulinum von selb…, + t-Ergänzung]:
Eine weitere Diskussion muss leider auf übermorgen verschoben werden, da ich übers Wochenenden ausfliege.
Grüße
Fritz