Hallo Aki,
Weil diesen Tipp sich nicht nur auf Englisch beschränkt (man kann ihn auf alle Fremdsprachen verwenden), gebe ich Dir ein paar, die mir sehr viel gebracht haben:
Versuche mal einen Brieffreund zu bekommen, die möglichst ähnliche Interesse hat wie Du und schreibt Euch! Mal wird es reger Korrespondenz geben, mal wird es schütterer, aber schön ist es allemal. Und gelernt wird es zwangsläufig auch.
Noch heute habe ich einen sehr guten Brieffreund aus Sidney und jahrelang habe ich mich geschrieben mit einer japanischen Frau aus Tokio.
Auch einen anderen Tipp könnte sein, Videos (evtl welche, die du schon auf Deutsch gesehen hast) auf englisch zu schauen und zwar ohne Untertiteln. Und den Hinweis, daß Du sie schon kennst deshalb, weil dann „brauchst“ Du nicht so sehr auf die Geschichte, die erzählt wird, aufzupassen und kannst dich mehr auf das Gesprochene konzentrieren.
(Also, nicht daß ich so viele geschaut hätte, aber mir gefällt es immer wieder zu hören, wie sich die echten Stimmen der jeweiligen Schauspielern anhört. Da habe ich ja viele „Oooh“-Erlebnisse gehabt!)
Und der letzten Tipp: Nutze den Internet! Lies (auch wenn du nicht alles verstehst) englischsprachigen Zeitungen (Sonst englischsprachigen Kinderliteratur). Hört Radio übers Web und wenn es geht, die Seiten, die Du am häufigsten benutzst, stellt sie auf englisch ein.
Aus Erfahrung weiß ich, daß ich nicht alles verstehe (siehe 2 Artikeln weiter unten), aber jedesmal lernst du das eine oder andere Wort und fällt Dir das eine oder andere Redewendung auf
Vor vielen Jahren habe ich in einem touristischen Betrieb gearbeitet, wo oft englisch gesprochen werden musste -eigentlich täglich-. Und an einen Tag mußte ich schmunzeln, weil bei jeder sich bietende Möglichkeit, verwendete jeder das Wort „indeed“: Da ich auch davon betroffen war, wußte ich es was das Ding auf sich hat: Den Tag davor war eine Zusammenfasung der Oscar-Verleihung in TV gewesen. Und in Spanien hatten wir bei jeder Schauspieler, der den Preis in Empfang nahm, ausnahmsweise einen kurzen Satz im Original gehört. Und klar da war alles sehr „aufrichtig“ oder „vom Herzen“.
Oder neulich bei dem Mittagessen in Anschluß zu dem Amtseid Obamas, wurde „getoasted“. Als ich mich gerade wunderte, ob alle geladene Gäste gerade ihre Toastgerät hätten mitnehmen sollen, sah ich die Präsidentin (ich glaube) des Abgeordneten Hauses mit einer gehobenen Hand und einen Kelch voll Sekt. Da war wohl klar, daß „toasten“ nichts mit Brot zu tun hat… ;o)))
Ich erzähle gerne diese Anekdoten, weil ich denke, der eine oder andere evtl dadurch sich ein Wort oder Redewendung anmerkt. Mir helfen solchen Sachen auf jeden Fall. Und so schliesse ich nicht aus, daß es vielleicht jemanden gibt, dem es ähnlich geht.
Schöne Grüße,
Helena