Selbst-und Fremdwahrnehmung

driften ja oftmals erschreckende auseinander.
Aktuelles Beispiel,eine Mitbewohnerin.
Sie ist nicht in der Lage sich 5 mal um sich selbst zu drehen ohne sich danach nicht 10 Min. an der Wand abzustützen.

Kippelt permanent beim laufen.

Auf ihr Gleichgewichtssinn angesprochen antwortet sie…sehr gut!

Hängt jeden Tag mind. 5 Std. vor dem Fernseher(ohne Pause)

Sagt selber sie ist froh das sie so selten und wenig guckt.
Sie ist die „Else Kling“ bei uns,ihr selber ist es unbegreiflich das es Menschen gibt die so neugierig sind usw.

Das Bild das sie von sich selber hat ist so weit weg von der Realität,wie der Mond von der Erde.

Wie kann das so krass möglich sein??
Redet sie unbewusst von dem Wunschbild über sich selbst??

Hi
… so ähnlich wie meine X-Kollegin die einen 20minutenlang mit Sinnlosigkeiten zutextete um dann unvermittelt im Redefluss zu sagen: nun quatsch nicht soviel, lass mich mal arbeiten…
HH

hallo,

es gibt noch viel krassere „fälle“ - lebenslügen, blinde flecken, oder vorbilder die viel „schlimmer“ waren, an denen sich menschen messen sind nur ein kleiner teil der möglichkeiten warum ein mensch sich selbst so weit entfernt von der fremdwahrnehmung in der eigenwahrnehmung befinden kann.

jeder von uns hat diese blinden flecken und so krass und auch lustig es schon klingt was du da schilderst ist es doch eigentlich eher tragisch.

andererseits: wenn man z.b in einer welt von sagen wir: extrem dicken lebt, kann man sich mit 30 kg übergewicht auch geradezu als gazelle fühlen - so im vergleich zu den anderen.

ich kann mir vorstellen, sie kommt ehe aus einer familie wo tag und nacht der tv lief und demnach nimmt sie ihren tv-konsum als gering wahr. und was nun ihr gleichgewicht betrifft - evtl waren die eltern wandelnde ostereier?*lach - ne, mal ernsthaft:
man kann getrost davon ausgehen das ein mensch der sagen wir im etwas grösseren maße eine „gefälschte“ selbstwahrnehmung von sich hat, diese auf viele bereiche überträgt - sie sich also z.b für nicht neugierig hält und sich auch nicht für ne tratsche und verschwiegen obendrein halten wird.

das liegt nicht zuletzt daran, weil sich wenige mensch trauen diesen menschen den spiegel vorzuhalten und so haben sie nur den einen alten spiegel - dessen glas lange schon zerbrochen ist.
wie aber jeder weiss ist das ohnehin sehr schwer für die umwelt - jeder von uns hat so seine bereiche und ahnt, wie weh es wohl tun kann wenn das bild von sich selbst angekratzt wird. - je brutaler vorgegangen wird (vor allem wenn der betroffene nichts von seinen blinden flecken ahnt oder ahnen will) desto grosser der trotz und die verweigerung.

andererseits ist es wichtig, dass man ihr grenzen aufzeigt sofern es einfluss auf euer leben hat -

von allein wird sich da jedenfalls nichts ändern, solange sie mit ihrem verhalten „durchkommt“ - also wird sie evtl mal frau kling locker in die tasche stecken…

liebe grüsse

nina (muss immer an das bild einer wankenden frau denken, die aber fest der ansicht ist, die ist meisterin in sachen gleichgewicht*lach)

PS:
die traumvorstellung kanns übrigens auch sein oder ein mix aus div. faktoren.

das kann aber auch nach dem motto laufen: angriff ist die beste verteidigung :wink:

LG

nina

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Hi

das kann aber auch nach dem motto laufen: angriff ist die
beste verteidigung :wink:

Ich wollte nichts lieber als dass sie di Gusche hält. Also:
Sie griff mich an um mich gegen sich zu verteidigen?

oda wie…?

HH

Zitat Henrik Ibsen
Tar De livsløgnene fra et gennomnittsmenesker, så tar De lykken fra
ham med det samme.
(Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebensluegen, dann nehmen
Sie ihm auch das Glueck.)

Manche muessen sich Illusionen ueber sich selbst machen, um ein
positives Bild von sich zu haben. Sie koennen Maengel nicht
akzeptieren. Die Illusionen sind natuerlich unbewusst, b.z.w.
halbbewusst und wenn jemand sie bewusst machen will, dann trifft er
auf Widerstand.

Gruss, Tychi

leicht OT

Tar De livsløgnene fra et gennomnittsmenesker, så tar De
lykken fra
ham med det samme.
(Nehmen Sie einem Durchschnittsmenschen die Lebensluegen, dann
nehmen
Sie ihm auch das Glueck.)

Wobei sich Ibsen in dieser Hinsicht vermutlich niemals nicht als Durchschnittsmensch gesehen hätte. Das sind ja zum Glück immer nur die anderen:wink:

Grüße
Jürgen

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möglich wäre es doch - denn so konntest du ihr nicht vorwerfen was sie dir schon vorgeworfen hatte. kennst du das nicht? übertragungen…eine der vielen arten…

„das“ gibt es ständig und in jedem bereich des lebens und in jeder beziehungsform - meine mutter warf mir mal undankbarkeit vor weil ich ihrer ansicht nach bei einer sache nicht genug dank gezollt habe - während sie in ihrem ganzen leben noch niemals danke gesagt hat und sogar soweit geht, das man das gefühl hat, ihr etwas aufgedrängt zu haben (z.b ein kostbares geschenk - egal welcher art, hilfestellung die sie subtil einfordert etc.) - es gibt wirklich so viele variationen dass ich sie nicht aufzählen könnte - auch im job.

mir geht dabeiso als würde man mich nicht meinen - ich fühle mich nicht (mehr) angesprochen - was die möglichkeit der spontanen reaktion - also den ball ohne vorwurf allerdings zurückzuwerfen und ihn da zu lassen wo er hingehört (klappt fast fast fast immer*g)

ich muss aber zugeben - einige jahre zurückgedacht und damals das system in der sache nicht so blickend - das ich schon oft drauf reingefallen bin und halbwegs in ohnmacht gekippt bin bei so manchem vorwurf von manchen menschen - irgendwie hatte ich zwar gewusst das der vorwurf falsch ist und sogar nicht zu mir sondern der person selbst passt, aber ich kam dennoch nicht damit klar.

heute ist das anders :smile:

und siehe da… man erlebt es von nun an kaum mehr… wie bei so vielen dingen die man dann endlich mal gelernt hat und das dahinter und den zusammenhang mit einem selbst versteht. - wobei ich damit nun wahrlich nicht sagen will, das jeder der mal sowas erlebt da nun ne lernaufgabe vor sich hat - ich hatte es, denn ich hatte es für meinen geschmack zu oft erlebt in unterschiedlichen bereichen.

bei einer einmaligen sache wie der von dir erwähnten kann man das sicher unter den tisch fallen lassen und einfach unter sehr ärgerlich aber endlich ablegen… :smile:

LG

nina

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ich vermute mal, wenn jemand eine solche ausage fällt ist er sich der eigenen fallen in dem bereich sehr wohl bewusst und/oder hat gelernt damit umzugehen, viele davon zu tilgen.

das solche und andere sätze gerne missbraucht werden von denen, die sie selbst nicht richtig leben oder nichtmal hinterfragen ändert ja nichts an der aussage des jenigen, der es einst mal in die welt setzte -
ich glaube kaum, das das original als aussage überhaupt machbar gewesen wäre, wenn man selbst nicht ein stück des erkenntnisweges in persönlicher hinsicht als hürde genommen hätte…

oder irre ich da?

LG

nina

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Hall Xenia,

Bitte bedenke Folgendes:
Wenn jemand eine offensichtlich unzutreffende Selbsteinschätzung formuliert, kann dies an drei Dingen liegen: 1. unzureichendes Wissen über sich selbst, 2. Selbstdarstellung, 3. Subjektive Selbstwahrnehmung.

Man sollte die erste beiden Punkte nicht vernachlässigen. Die meisten Menschen führen weder gezielte Fremd- und Selbstbeobachtungen durch, noch lassen sie sich von anderen beobachten, noch testen sie sich mit Persönlichkeitsfragebögen und dennoch antworten sie auf die Frage, wie sie seien. Über viele Gewohnheiten und Fähigkeiten (z. B. den Gleichgewichtssinn) macht man sich einfach keine Gedanken. Trotzdem ist man zuversichtlich über gute Eigenschaften zu verfügen.
Oft wollen wir auch von anderen anders gesehen werden, als wir uns selbst sehen.

Der wichtigste Aspekt ist jedoch, auch in meinen Augen, die Subjektivität der Selbstwahrnehmung. Sie folgt zwei Motiven: dem Selbstwerterhöhungs- und dem Selbstkonsistenzmotiv. Das Selbstwerterhöhungsmotiv führt dazu, dass man Informationen selektiv sucht und einströmende Informationen selektiv und einseitig verarbeitet: man erinnert sich lange an eigene Erfolge, selbst dann, wenn sie eigentlich die Erfolge anderer oder gar keine waren, während man Kritik oft gar nicht erst wahrnimmt: man hört weg oder wertet den Kritiker ab.
Das Streben nach Konsistenz bewirkt, dass ein einmal gewonnenes Selbstbild auch gegen widersprechende Informationen aufrecht erhalten wird und wiederum Interpretationen begünstigt, die das eigene positive Selbstbild bestätigen. Dies wird auch durhc selektive Vergleiche mit Menschen, die schlechter sind als man selbst erreicht.

Gruß,

Falk

Hi

bei einer einmaligen sache wie der von dir erwähnten kann man
das sicher unter den tisch fallen lassen und einfach unter
sehr ärgerlich aber endlich ablegen… :smile:

einmalig? Jahr lang nahezu jeden Tag. Die hat nix anderes gemacht als zu quatschen… und hatte auch noch die angewohnheit wenn sie irgendwo dazu kam in Minuten das laufende Gespräch zu einem Monolog zu machen der erst endete wenn man sich verpisst hatte…

HH

Sehr lustig. Eine typische Haltung unbewußter Menschen. Sie sehen kaum ihre eigenen Fehler, sind inkonsequent und halten sich für Märtyrer, Opfer der Umgebung.

Man kann glaube ich als Faustregel sagen, daß der Mensch im Äußeren sieht, was er im eigenen Innern ist. Wenn man bewußt ist, sieht man das ganz deutlich. Die Außenwelt ist nichts anderes als ein Spiegelbild seiner selbst. Sieht man deshalb im Außen ein scheinbar unlösbares Problem, so schaue man in sich selbst und wenn man einigermaßen intelligent und auch aufrichtig sich selbst gegenüber ist, wird man den zu berichtigenden Punkt finden. So kann man jedes Hindernis überwinden.

gruß
rolf

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sehe ich auch so - was aber auch wieder für den vollgelaberten etwas bedeutet - nicht nur für die eine seite…

nun, das ist wirklich blöd, stimmt.

die frage ist, was sagt dir das im nachhinein über dich selbst?
denn du hast es ja ein jahr lang zugelassen und obwohl dir klar war
wie es jedes mal ausgeht, hast du dir keine strategie überlegt es
zu umgehen, vermeiden, abzublocken oder so…

will sagen: man kann die sache von 2 seiten sehen - sich aufs gegenüber
zu konzentrieren - was einen aber letztlich nicht weiterbringt, keine erkenntnis über einen selbst gibt - weil man nicht „bei sich“ ist.
oder aber man schaut hierbei bei sich… o.g. war so ein kleiner versuch in die richtung…

LG

nina

Hi
zugelassen… ja, ich hab die Ohren zugeklappt und deutlich gemacht dass mich die Stories nicht interessieren und häufg (sie wiederholte ihre stories leider auch… und varierte dann ihre Geschichten) auf Wiederholung und Unstimmigkeiten hingewiesen. Das ging soweit dass ich und eine andere Kollegin beim Kaffeetreff in der Teeküche uns eine zeitlang eine ihrer Angewohnheiten (in ein laufendes Gespräch zu kommen und zu übernehmen) zunutze für ein Spielchen machten… wenn wir merkten dass sie naht (hörte man aus 70 m distanz) sich schnell ein völlig abstruses Thema ausgedacht und pseudo-ernsthaft darüber geredet um zu sehen was von Ihr kommt, die Themen wurden immer abstrakter, hat aber nie geholfen… 3 minuten reingelauscht, und schwupp hatte sie das Wort und referierte… bis man ging oder von Ihr so ein Spruch kam wie : wir sollten sie nicht zuquatschen, sie hätte viel zu tun… Die hat überhaupt nix von der Realität mehr wahrenommen. ne Weile hat das Spassgemacht, letztendlich war es der reine Terror. Jetzt ist sie alleine da.
HH

Hallo nina,

ich vermute mal, wenn jemand eine solche ausage fällt ist er
sich der eigenen fallen in dem bereich sehr wohl bewusst
und/oder hat gelernt damit umzugehen, viele davon zu tilgen.

Warum nutzt er dann das abgrenzende Wort „Durchschnittsmensch“? Denn ich behaupte, dass es niemanden gibt, dessen Selbstwahrnehmung deckungsgleich mit der Fremdwahrnehmung wäre. Und unter meiner Prämisse hätte der „Durchschnitt“ jederzeit weggelassen werden können.
Nebenbei: Wenn ich vom Durchschnittsmenschen rede, dann ist das für mich meist eine Gruppe, der ich nicht angehöre. Sicher eine Lüge, aber sie fühlt sich gut an. Und den Verdacht habe ich bei Ibsen auch:wink: Denn wer ist schon gerne durchschnittlich, vor allem als Promi…

Grüße
Jürgen

… so ähnlich wie meine X-Kollegin die einen 20minutenlang
mit Sinnlosigkeiten zutextete um dann unvermittelt im
Redefluss zu sagen: nun quatsch nicht soviel, lass mich mal
arbeiten…

Das war nicht deine Kollegin, das war mein Vermieter!!!
Der mir ne Stunde lang Gründe gegen Katzenhaltung in Wohnungen auflistete, um dann zu sagen, ich sollte doch nun eeendlich mal mit dem Thema aufhören…

*g*
isabel

Sind die vielleicht verwandt…?

*g*
isabel

verwandt, was das Krankheitsbild angeht, ja!

Der erwähnte Vermieter hat eindeutig ADS - sein 8jähriger Sohn ist damit schon vor einigen Jahren diagnostiziert worden. Warum er noch nicht geschnallt hat, dass der Apfel nicht allzu weit vom Stamm fällt, ist mir unerklärlich. Aber wenigstens ist es so leichter ertragen, wenn man die Hintergründe kennt…

(auch wenn eine neurologische Störung seitens des Vermieters nicht ein einschlägiger Grund gegen Katzenhaltung ist… na, werde mir demnächst statt dessen ein Zwergkaninchen zulegen… *g*)

gruss, isabel

Hallo!

… dass es niemanden
gibt, dessen Selbstwahrnehmung deckungsgleich mit der
Fremdwahrnehmung wäre.

Also, wenn ich danach streben wollte, meine Selbstwahrnehmung „realistisch“ im Sinne der Fremdwahrnehmung durch andere zu gestalten, wäre ich nicht eine, sondern viele :wink: !

Grüße zurück,

Beate