wenn man sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig macht, ab wann versichert man sich selbst?
Angenommen die folgende Situation: Jemand gründet in der Gastronomie, befindet sich aber noch für mehrere Monate in der Planung und wird auch ab dem Eröffnungsdatum nicht sofort den eigenen Lebensunterhalt tragen können, also längere Zeit ALG II beziehen.
Ab wann wird diese Person in eine private Versicherung wechseln? Ab Gewerbeanmeldung? Ab dem Zeitpunkt, zu dem der Lebensunterhalt voll erwirtschaftet wird? Wäre es auch möglich, noch in der Planungsphase zu wechseln, und dass das AA die Kosten trotzdem übernimmt?
Der Vorteil privater Kassen ist, dass sie eine bestimmte Therapieform übernehmen…
Ja, die nehmen mich.
Mensch Leute, man kann auch mal Unterstützung annehmen, bevor
es ganz schlimm ist!
Ja, aber wenn schon etwas vorhanden ist, was irgendwann „ganz schlimm“ wird, hab ich so meine Zweifel.
PKVn entscheiden auch in die Zukunft gerichtet und nehmen den maximal möglichen Fall an!
(Verschweigen gilt allerdings nicht!)
… Also das kommt ganz darauf an wie sicher Deine Selbstständigkeit ist. Wenn alles super läuft, dann ist meiner Meinung nach die PKV besser. Wenn das mit der Selbstständigkeit schief geht dann kann es Probleme bei der Rückkehr zur gesetzlichen Kasse geben… Gründe führe ich jetzt mal nicht auf…
Vielleicht solltest Du erst mal in der gesetzlichen bleiben, wird meines Wissens auch bei Existenzgründern gefördert, und wenn das mit dem Job stabil läuft kannst Du ja immernoch wechsen.
das ist natürlich ein wichtiger Einwand, danke.
Aber gesetzt den Fall, ich wollte mich dafür entscheiden, jetzt schon in eine PKV einzutreten - wäre ich denn jetzt schon von der Versicherungspflicht entbunden?
Ich habe keine psychische Erkrankung, sondern möchte aus Gründen der Psychohygiene und zur Verbesserung meiner Selbstkompetenz eine Gesprächstherapie bei einem nicht approbierten Therapeuten machen. Aber darum geht es nicht.
Meine Frage ist, ab wann die Versicherungspflicht entfällt und ob das Arbeitsamt bei einem Wechsel auch schon jetzt Beträge für die PKV übernehmen würde.
… ich bin nicht mehr ganz auf dem Laufenden… aber für private Versicherung gibt es meiner Meinung nach keine Förderung bei Existenzgründung… solltest Du prüfen…
… hast Du Dich beim Arbeitsamt bezüglich Föderungen beraten lassen? Solltest Du unbeding machen, kommst Du aus der Arbeitslosigkeit?.. weiß nicht wo Du her kommst, in NRW gibt es das Amt für Wirtschaftsförderung, da oder zu einer adäquaten Stelle solltest Du hingehen und Dich kostenfrei beraten lassen… gibt auch noch Fördermittel von Land, KFW und der EU (wird wahrscheilich nichts mehr im Topf sein zum Jahresende) … gibt auch Förderungen wenn Du lanzeitarbeitslose einstellst …
… wenn Du trotz Förderung mit Deinem Einkommen nicht auskommst, dann hast Du´s nicht geschafft… und Du musst etwas neues anfangen…
es soll ein Mikrokredit werden, aber erst Anfang des nächsten Jahres, von daher müsste es wieder besser ausschaun, nicht?
Nach der Anlaufphase müsste sich mein Unternehmen selbst tragen können. Allerdings bin ich alleinerziehend und kann nicht so flexibel arbeiten, wie andere Unternehmer. Deshalb rechne ich mit höheren Personalausgaben in der Anlaufphase und damit, dass ich auf Zuschüsse der Arbeitsamtes angewiesen sein werde.
Ich habe kommende Woche einen Termin dort und werde nochmal alle Fördermöglichkeiten abklopfen - beim ersten Termin hat mein Sachbearbeiter mich ein wenig verschaukelt.
eine solche Behandlung bekommst Du aber bei der PKV aber auch nicht bezahlt.
Versichert ist nur die Heilbehandlung einer Krankheit, nicht die persönliche Psychohygiene oder Weiterentwicklung.
Bei Psychotherapien muss gewöhnlich ein eigener Antrag gestellt werden, in dem die Therapieziele und die Krankengeschichte (Dauer, Schwere) abgefragt werden (und zwar vom Behandler). Das ist dann Catch 22:
Fall A.) Du bist tatsächlich krank (und die Behandlung war schon vor Eintritt geplant). Dann gibts nichts, weil Du das hättest angeben müssen (was auch noch weitere Folgen nachziehen würde).
Fall B.) Du bist nicht krank, dann gibts auch nichts, weil ja keine Krankheit vorliegt.