Selbständig möchte nicht krankenversichert sein

Fall: Bisher über die Familienversicherung beim Partner mitversichert. Jetzt selbständige Tätigkeit aufgenommen (Verdienst vollkommen unberechenbar mit unter 400 oder über 840 Euro) Normalerweise müsste nun eine Meldung bei einer Krankenkasse erfolgen.
Allerdings besteht kein Interesse an einer Krankenversicherung, sie wurde u. wird nie in Anspruch genommen, Krankheiten werden alleine geregelt, für einen Notfall wären immer Rücklagen vorhanden (einfach eine andere Weltanschauung).

  1. Wie würde die Krankenkasse bei der die Person bisher familienversichert war überhaupt von einer Selbständigkeit erfahren, wenn nie Leistungen in Anspruch genommen werden?

  2. Was passiert wenn die Person sich einfach weigert Beiträge zu zahlen u. mit der Konsequenz wie Leistung nur im Notfall etc. selbstverständlich einverstanden ist?

  3. Kann die (gesetzliche) Krankenkasse die Beiträge mit Hilfe eines Gerichtsvollzieher eintreiben oder wird einfach die Leistung eingeschränkt?

Vielen Dank!

Hallo

es gibt in D seit diesem Jahr generell die Krankenversicherungspflicht. Deine anderen Ansichten erübrigen sich somit. Irgendwann kommt es raus und dann wird rückwirkend der Beitrag eingefordert und wenn man nicht zahlt treibt den der Zoll im Auftrag der KK ein.

LG
Manni3

ich glaub nicht, dass einige Hunderttausend €s z. Bsp. für Krebsbehandlung einfach so als Rücklage rumliegen :wink:

Die Antwort nützt mir gar nichts, wenn ich nicht wüßte, daß es die allgemeine Krankenversicherungspflicht seit einiger Zeit gäbe, hätte ich hier überhaupt nicht nachgefragt.

Schonmal üblegt wieviel Menschen auf der Welt eine Krankenversicherung besitzen? Mein Gott, wie gehen diese Milliarden bloß alle durchs Leben ohne das irgendwo ein Krankenhaus o. ein Arzt um die Ecke existiert? Was haben nur deine Vorfahren gemacht ohne die du gar nicht existieren würdest?

Schonmal überlegt, daß es auch andere Wege gibt durchs Leben zu gehen, andere Ansichten, wie Krankheiten überhaupt zustande kommen etc.

Die Person ist schlichtweg nicht an einer Zwangsversicherung interessiert u. würde sie auch nie in Anspruch nehmen, man kann das Geld auch gleich zum Fenster rausschmeißen. Die Menschen die an diese System glauben können gerne daran teilnehmen, aber es gibt eben auch Menschen mit einem anderen Glaubenssstem u. ich bitte das zu respektieren.

Hi Koko,

aber im Fall einer größeren Erkrankung - eben z. B. Krebs - sind die Rücklagen ganz schnell weg und dann würde doch gehofft/davon ausgegangen, dass die Solidargemeinschaft hilft.

Es gibt hier in D eben nicht die Einstellung wie z. B. in USA, dass für Notfälle der Staat zuständig ist und für alles andere der Mensch selbst. Diese Notfallhilfe vom Staat gibt es eben nicht - und ich finde bei allen Mängeln, das unser Krankenversicherungssystem hat - unsere Lösung wesentlich besser.

Karin

Hallo, vollkommen verständlich dass eine KV nicht gewünscht ist, bei so wenig Gewinn geht ein Großteil für die Versicherung drauf…
Die letzten Jahre konnte man dann einfach nicht-versichert sein, was natürlich sofort den finanziellen Ruin bedeutete wenn man doch eine teure Krankheit erwischte.
Damit ist seit 1.1.09 Schluss, jeder MUSS versichert sein, und damit das auch durchzusetzen ist, müssen natürlich fehlende Beiträge seit dem 1.1.09 zurückgezahlt werden.

Zu deinen Fragen:

  1. Doof sind die auch nicht, Daten werden mit anderen Behörden abgeglichen. Und wenn das erst in 10 Jahren rauskommt, werden Beiträge für 10 Jahre rückwirkend fällig…
  2. Bringt nix, die Beiträge müssen nachbezahlt werden
  3. Die Leistungen sind festgelegt, die Beiträge werden zur Not gerichtlich eingezogen

Fazit: Es gibt eine ähnliche Frage etwas weiter unten, wenn das Gewerbe nebenberuflich betrieben wird und der Gewinn UNTER 360€ im Monat liegt, darf man familienversichert sein. Vielleicht sollte man sich darauf beschränken? Wenn man natürlich wachsen will und auch mehr Gewinne erzielen will um seinen Lebensunterhalt davon bestreiten zu können, kommt man um eine Krankenversicherung nicht herum. Vielleicht wäre ein Wechsel zu einer privaten KV billiger (wenn man auf alle Zusatzleistungen verzichtet).

Gruß
Granini

Hallo,

Schonmal üblegt wieviel Menschen auf der Welt eine
Krankenversicherung besitzen? Mein Gott, wie gehen diese
Milliarden bloß alle durchs Leben ohne das irgendwo ein
Krankenhaus o. ein Arzt um die Ecke existiert? Was haben nur
deine Vorfahren gemacht ohne die du gar nicht existieren
würdest?

na ja, mit einem Einkommen von 400 bis 840 € würde ich auch keine hohen Ansprüche stellen wollen. Dann käme ich auch in Mali für 1 € in der Woche und ohne KV durch das Leben. Und wenn mich die Malaria hinwegrafft, dann ist jeder über mein sozialverträgliches Frühableben zufrieden. Mit dieser Einstellung kann man ohne KV leben, ist aber in einem Industriestaat in der falschen Welt.

Gruß Woko

Die Person ist schlichtweg nicht an einer Zwangsversicherung interessiert

Das interssiert aber keinen. Der Gesetzgeber hat die Versicherungsplficht beschlossen und „die Person“ wird sich daran halten müssen, wie an alle anderen Gesetze auch.

teilnehmen, aber es gibt eben auch Menschen mit einem anderen
Glaubenssstem u. ich bitte das zu respektieren.

s.o.

Die Krankenkasse wird die Beiträge zwangsweise eintrieben und gleichzeitig eine Geldbuße obendrein.

Die Person ist schlichtweg nicht an einer Zwangsversicherung
interessiert u. würde sie auch nie in Anspruch nehmen, man
kann das Geld auch gleich zum Fenster rausschmeißen. Die
Menschen die an diese System glauben können gerne daran
teilnehmen, aber es gibt eben auch Menschen mit einem anderen
Glaubenssstem u. ich bitte das zu respektieren.

dann bleibt nur eines über: dorthin auswandern, wo die Gesetze deinem Glaubensstern entsprechen, z. Bsp. Indien oder Banghladesh da gibts garantiert keine Zwangsversicherung