Selbständigkeit

Hallo Almut,

Hallo liebe Eltern,

bin ich nicht, aber meine Schwester ist 14…
Gerade gestern führte ich mit meiner Mum eine ähnliche Diskussion. Am WE fahren meine Eltern weg und sie wollen nicht, dass meine Schwester mit ihrer Freundin (16) eine Nacht alleine bleiben.

Ich halte das für übertrieben, zumal ich in dem Alter schon Nächteweise babysitten war. Im Ferienlager war ich mit 12 das erste mal „alleine“.
Sprich ich wurde damals selbstständiger erzogen, als meine Schwester heute (so kommt es mir vor.), zumindest in manchen Dingen. Alleine Zug gefahren bin ich erst mit 17, aber nur aus dem Grund, weil es vorher keinen Anlass gab. Dann aber direkt von MG nach HH. Meine Mum erklärt das damit, dass sie mitlerweile zu ängstlich geworden ist. (Nachzügler, etc. …)

Ich hoffe die Antwort bringt dir was. Aber als ich dein Posting las, musste ich spontan an diese Diskussion denken! ;o)

Liebe Grüße
Mareike

P.S.: Wenn der Junge wirklich alleine fahren will, kann sich der Vater eh nicht mehr lange wehren…

Hallo liebe Eltern,

Hallo Almut,
hier ist ja schon so ziemlich alles zum Thema gesagt worden. Die einzige Frage die mir dazu noch einfällt ist:
Wie gestaltet sich denn Selbstständigkeit in dieser Kleinstfamilie?
Ist es zu große Distanz? (aus Sicht des Kindes!)
Ist es zu viel Verantwortung?
Ist es Unsicherheit?
Ist es Arbeit?
Und gibt es im Gegenzug dafür die dazugehörigen Privilegien?
Genügend Freiheit (die, die das Kind meint!)
Genügend Anerkennung
Genügend Erfolgserlebnisse
Genügend Privatsphäre

Denn irgendwie will unser Innerer Schweinehund doch das ganze Leben gehätschelt, geliebt, gestreichelt und gefüttert werden.
Anererseits sind wir freiwillig bereit langfristig die größten Unannhemlichkeiten auf uns zu nehmen - wie Eltern mit Wunschkindern, oder Bergsteiger, Unterwasserpipelineschweißer oder Ärmelkanaldurchschwimmer - wenn das Erfolgserlebnis stimmt.

Das nur aus meinem Erfahurngsschatz - mit 16-jährigem Sohn. (schon sehr lange viel zu selbstständig)
Da hilft vielleicht die richtige Motivation.
LG
Susanne

Hallo,
ich habe jetzt aus den verschiedenen Antworten herausgelesen, dass der Junge klammert und der Vater dies unterstützt?
Mit 14 ist es, denke ich, so auf der Kippe. Warte noch 1-2 Jahre, dann ist er froh, wenn er sein eigenes Zimmer hat und allein ohne Eltern was unternehmen „darf“.

Ich habe auch ein etwas „ängstliches“ Exemplar zu Hause, welches lange nicht allein Zug fahren wollte. Er fühlte sich einfach „unwohl“ in unbekannten neuen Situationen. Aber irgendwann zwischen 14 und 15 kam es dann doch - jetzt fährt er z.B. öfter mal allein zu Bundeliga-Fußballspielen, und ohne extra Zimmer im Urlaub geht es auch nicht mehr…

Laß ihm also ruhig noch etwas Zeit.

Beatrix

Liebe Experten,
danke für die Antworten. Ich hoffe ja noch, dass bald die erste Liebe ins Haus schneit, dann ist Papa sowieso nur noch 2. Wahl.
Grüße
Almut

Hallo Almut,

erstmal vorweg,habe 5 Kinder im Alter von 9-24 Jahre und ich persönlich genieße es auch mal,wenn die Größen zu mir ins Bett zum kuscheln kommen(was sie nicht so oft machen,meistens wenn sie Sorgen haben).Also was um Gottes Namen stört es dich ,wenn der besagte Vater seine Zeit(einmal in der Woche)so intensiv wie möglich mit seinen Sohn verbringen möchte???

Ich bin auch schon Älter (wie alt sag ich nicht),aber weißt du was ich kuschel auch heute noch mit Mama und Papa.Ich weiß nicht was da gegen spricht.Außerdem finde ich es nicht gut sich in Erziehungsmaßnamen einzumischen,(außer wenn der Jenige Rat sucht)das muß doch jeder Selbst wissen.

Gruss Sabine

Hallo Sabine,
wenn besagter Vater jede Woche 60-70 Stunden arbeitet und jedes Wochenende sein Sohn die Hauptrolle spielt, dann hat man als Frau ein kleines Zeitproblem.
Desweiteren mische ich mich auf keinen Fall ein, (wo interpretierst Du das her?), ich frag nur nach, und habe meine Meinung.
Grüße
Almut

1 „Gefällt mir“