Hallo!
Während einige von Euch noch den wohlverdienten Urlaub genießen, hat bei uns die Schule bereits wieder begonnen.
Unser Sohn besucht nach Schulwechsel jetzt die 5. Klasse. Wenn ich ihn abends frage, ob er alle Hausaufgaben erledigt und die Schultasche gepackt hat, bekomme ich stets ein überzeugendes Ja zu hören. Wenn ich jedoch die Schultasche kontrolliere - fehlen fast täglich (!) Hausaufgaben, Bücher, Hefte, oder sie sind unvollständig, oder der Atlas wird jeden Tag mitgeschleppt…
Mich nervt das allmählich, denn ich meine, in der 5. Klasse sollten solche Kontrollen überflüssig sein. Es ist keineswegs so, dass unser Sohn meint „Mutti macht das schon“. Ich vermisse bei ihm einfach ein gewisses Maß an Ehrgeiz und Verantwortungsbewusstsein. Und ich denke, man kann bei einem 10-jährigen sehr wohl an die Vernunft appellieren und erwarten, dass er inzwischen ein bisschen vom „Ernst des Lebens“ begriffen hat!
Er ist im allgemeinen ein guter Schüler, dem das Lernen nicht schwer fällt. Allerdings muss ich hinzufügen, dass er die ersten vier Jahre in eine Klasse ging, in der EHRGEIZ ein absolutes Fremdwort war …
Ich habe auch so meine Zweifel, ob das „spielerische Lernen“ in der Grundschule für alle Kinder immer die geeignete Unterrichtsmethode ist.
Was meint Ihr, sollte ich darauf warten, dass bei ihm irgendwann „der Knoten platzt“ und er von selbst mehr Eigenverantwortung übernimmt? Oder strengere Erziehungsmaßnahmen ergreifen?! Mehr Druck ausüben? Oder die Dinge ihrem Selbstlauf überlassen?
Anita

))