ich weiß, diese Frage wurde wahrscheinlich schon xxx-mal gestellt, aber nicht von mir…
Ich habe meinen Job gekündigt und könnte nun als Unternehmensberater bei einer Firma anfangen. Dort muss ich mich zwischen einer Selbständigkeit oder einer Festanstellung entscheiden.
Bei beiden Varianten bekäme ich als Grundgehalt EUR 2.500,00 (brutto) zzgl. Honorare.
Als selbständiger Unternehmensberater müsste ich ein Gewerbe anmelden.
Ich bin völlig unwissend das Thema Selbständigkeit betreffend.
Als Selbständiger musst du deine Krankenversicherung und Pflegeversicherung allein zahlen, ohne Arbeitgeberzuschuss. Für die Altersversorgung gilt das gleiche. Bei Aufgabe der Tätigkeit fehlt dann auch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld. Von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wollen wir erst gar nicht anfangen.
Ergebnis:
Eine Selbständigkeit kommt nur dann in Frage, wenn ein wesentlich höheres Fixum vereinbart ist und das Unternehmerrisiko ausgleicht.
Hallo,
Ein fester Betrag kann nicht genannt werden.
Aber zumindest sollten die zusätzlichen Kosten abgedeckt sein, wie:
Arbeitgeberanteil für KV = 7,3%, für Pflv = 1,1%, RV = 9,95%
Beitrag für Krankentagegeldversicherung ab erstem AU-Tag.
Hinzu kommt noch ggfls eine eigene Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht die Vermögensschäden durch Beratungsfehler abdeckt. Die wird auch nicht billig sein.
Und schließlich soll sich das Risiko der Selbständigkeit auch noch lohnen, so dass darüber hinaus auch eine höhere Vergütung angestrebt werden soll.
Als selbständiger Unternehmensberater müsste ich ein Gewerbe anmelden.
Ist das ein Problem ?
Ich bin völlig unwissend das Thema Selbständigkeit betreffend.
Das sollte ein angehender Unternehmensberater sehr schnell ändern können.
Was würdet Ihr mir raten und warum?
Ich würde mich immer für die Selbstständigkeit entscheiden, weil ich mein eigener Herr bin und so arbeiten kann wie, wann und wo ich will. Die Einwände, die Woko erwähnt hat, sind zwar zu bedenken, aber man kann damit umgehen.
ich würde auf alle Fälle die Selbstständigkeit wählen.
die meisten Risiken lassen sich auch privat absichern: Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, private Krankenversicherung verknüpft mit Krankenhaustagegeld usw.
die gesetzliche Arbeitslosenversicherung kannst Du wohl vergessen, die bezahlen eh’ nicht allzu lange, dann geht es sowieso an Dein Erspartes.
Hauptgrund: Rentenversicherung
unsere gesetzliche Rentenversicherung ist wohl die unattraktivste Kapitalanlage überhaupt, spar’ Dir Deine Beiträge lieber privat an und investiere diese in eine Immobilie o.ä. womit sich später Einkünfte erzielen lassen.
da ich Unternehmensberater in Sachen Personal-Online-Tools werde (ja, erst werde!!!), kenne ich mich in Sachen Selbständigkeit natürlich noch nicht aus.
Trotzdem danke für die Meinungen. Hat mich einfach interessiert und ehrliche Meinung interessieren mich nach wie vor… jedoch nicht die Bewertung meiner Frage.