Hallo!
in den letzten Tagen, habe ich mich ausgiebig über das Thema Selbständigket informiert. Jedoch würde ich ungerne auf Eure Erfahrungen bzw. Empfehlungen verzichten.
Es geht um Folgendes:
Mein Bruder und ich programmieren ab und zu Software für andere Unternehmen. Mein Bruder ist Angestellter und verdient so, dass er die höchste Einkommensteuer zahlt. Ich bin Student und arbeite nebenbei in einem Forschungsinstitut der Uni, 10std/Woche, 400? Basis und bin familienversichert.
Nun haben wir folgendes „Problem“
Wir haben einen größeren Auftrag, den wir schon ca. 5 Monate nebenbei bearbeiten und noch ca. 3 Monate laufen wird. Der Auftrag bringt min. 18000? und kann, da es sich um ein Franchisekonzept handelt, auf das 10fache steigen (im folgenden Jahr). Unser Problem ist halt, den größtmöglichen Anteil des Geldes unser Eigen, also nach der Versteuerung, nennen zu können.
Wir haben da an folgende zwei Möglichkeiten gedacht:
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Das Geld wird, wie schon früher, bei kleineren Aufträgen, im Steuerbescheid beim Bruder als Nebentätigkeitserwerb eingebracht. Da er schon den höchsten Steuersatz zahlt, kann er nicht steigen. Nach den Steuerabzügen teilen wir halt das Geld. Der Nachteil dieser Methode ist einerseits, dass man nicht genau ermitteln kann, wieviel Steuern denn wirklich von dem Nebentätigkeitsgeld abgeführt wurden und somit der „Gewinn“ nicht klar ersichtlich ist. Das zweite Problem könnte sich mit dem Arbeitgeber meines Bruders ergeben, da es sich schon um eine nicht vernachlässigbare Summe aus der Nebentätigkeit handelt. Ausserdem ist es der höchste Steuersatz.
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Die andere Möglichkeit wäre halt die Selbständigeit. Wir würden eine GbR gründen und auf uns beide laufen lassen. Der Nachteil dieser Methode wäre einerseits die Lauferei von Amt zu Amt, die zusätzliche Buchhaltungsarbeit und nicht zuletzt die Streichung des Kindergeldes für mich, was immerhin knapp 1800? fürs „Nichtstun“ im Jahr bedeutet. Zusätzlich würde ich mich selber Krankenversihern müssen, da ich mehr als 7500? im Jahr verdienen würde (Nebenjob + Anteil vom Gewinn der GbR). Da wir natürlich in Zukunft verstärkt Aufträge bearbeiten werden, würde sich diese Methode eignen. Jedoch würde ich viel ruhiger schlafen können, falls ich familienversichert bleiben könnte und weiterhin Kindergeld beziehen könnte.
Natürlich ist mir bewusst, dass bei der ersten Methode nicht alles legal abläuft, da ich das Geld vom Bruder Bar auf die Hand bekomme, ohne es dem Finanzamt zu melden - aber so schlechtes Gewissen hat man dabei nicht, da das Geld bereits einmal versteuert wurde. (Ist der Gedankengang richitg?)
Nun meine Frage an Euch: Was „lohnt“ sich mehr? Wo kriegt man am meisten Geld aus diesem Projekt raus (und Folgeprojekten)? Lohnt die Selbständigkeit?
Ausgehen müssen wir davon, dass wir mehr als die 27.000 ? im Jahr verdienen werden, da bereits weitere Projekte anstehen.
Falls die Selbständigkeit lohnt, ist es besser noch in diesem Jahr durchzuziehen oder erst 2004? Oder wäre etwa ein Einzelunternehmen von mir oder meinem Bruder evtl. die bessere Lösung?
Hätte die GbR andere Auswirklungen wie z.B. Rentenversicherungspflicht für mich bzw. meinen Bruder?
Ich danke schonmal im voraus für Eure Hilfe.
Gruß
Thomas