Selbstbeteiligung bei Priv.-Krankenkasse

Hallo, ich habe evtl. vor als freiw. Versichertes Mitglied in eine priv. Krankenkasse überzuwechseln. Jetzt habe ich ich verschiedene Angebote von Versicherungen und habe den Überblick in diesem Dschungle verloren !!! Wer kann mir sagen ob es Interessant ist eine Selbstbeteiligung mit einzurechnen damit der Beitrag niedrig bleibt, oder ob es nicht zu empfehlen ist. Bin 38 Jahre alt und noch Gesund.

Danke im voraus für jeden hilfreichen Tip.

Günter

Hallo Günter,

ich hoffe, Du erwartest jetzt keine Experten-Meinung.:smile: Als seit ewigen Zeiten Privat-Versicherte sage ich nur so viel: ich habe meine SB grundsätzlich so hoch wie möglich angesetzt. Wegen eines Rezeptes für die üblichen rezeptfreien Mittelchen (Aspirin & Co.) rennt wohl niemand zum Hausarzt und der Kontroll-Besuch beim Zahnarzt ist auch durchaus im Rahmen der SB aus eigener Tasche zu finanzieren.

SB bedeutet im Grunde genommen doch nur, daß Du die Arztrechnungen (plus Apotheke, Massagen, etc.) bis zum Betrag X selbst bezahlen mußt. Wenn Du gesund bist und die Leistungen der PKV nur selten (also nicht wegen jedem Pickel zum Doc rennen) in Anspruch nimmst, sehe ich keinen vernünftigen Grund, die SB nicht auf maximal zu setzen.

So long

Tessa

hallo, Günter,
wie Tessa schon sagt, es rentiert sich SB zu vereinbaren… wenn Du genau rechnest.
Du wirst 2 verschiedene SB erhalten haben: die absolute (alle Rechnungen bis zum Betrag x,. DM zahlst Du selbst. Ab x,- DM leistet die Versicherung 100%), und den prozentualen (20% SB bis zu einer max. SB von xxx,- DM im Jahr). Der Grund, dass es solche Tarige gibt: der Versicherung macht es genauso viel Arbeit eine Rechnung von 100,- DM zu bearbeiten, wie eine von 1.000,- DM. Wenn Du der Gesellschaft hilfst, von dem Kleinschrott weg zu kommen, honoriert sie das mit Beitragsnachlässen. Nicht nur um diesen SB-Betrag sonder sogar noch mehr! nehmen wie an, Du hast einen Tarif mit 1.000,- DM SB im Jahr. Wenn Du diese 1.000,- DM durch 12 (Monate) teilst, hast Du einen Bettrag von etwa 84,-DM. Wenn Du jetzt den Betrag von dem 0,- DM SB-Beitrag abziehst, würde jetzt herauskommen: xx,- DM - 84,- DM. Rechnest Du aber genau nach, so stellst Du fest, dass der Beitrag noch um einiges billiger ist. Das ist der Bonus, den die Gesellschft Dir gibt. nehmen wir an, Du hast in unserem Beispiel nicht 84,- DM günstiger, sondern 200,- DM. Das ist dann eine Einsparung von 2.400,- DM. Und jetzt geht erst die Rechnerei an: Wenn Du selbständig bist: kein Thema, rentiert sich. Aber als Arbeitnehmer? Die Hälfte des Preisvorteiles „schluckt“ der Arbeitgeber! Das heißt, die 2.400, sind rein rechnerisch nur noch 1.200,- DM! Doch auch in diesem Fall verdienst Du: 200,- DM. Nicht viel, aber besser als ein Maul voll Reißzwecken! Jetzt kommt der nächste Vorteil: die meisten Versicherungen gewähren eine Beitragrückgewähr (wie beim Auto). Wenn Du 1.000,- DM SB hast und gesund bist, kommst Du sehr selten in die Situation, über die 1.000,- DM Arztrechnung. Also kassierst Du Beiragsrückerstattung…
Rechne also genau. Und achte bitte darauf, dass der Tarif zumindest bis zum Höchstsatz der GOÄ (Gebührenverordnung für Ärzte) bezahlt (=3,5 GOÄ). Oder willst Du vor dem Arztbesuch mit dem Arzt zu schachern anfangen? Denn wenn er den 3,5 GOÄ verlangt, braucht er Dich nicht darauf hinzuweisen. Er stellt Dir halt die Rechnung. Und Du zahlst dazu.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

wie Tessa schon sagt, es rentiert sich SB zu vereinbaren…
wenn Du genau rechnest.

Kann… muss aber nicht…

Wenn Du der Gesellschaft hilfst, von dem Kleinschrott weg zu :kommen, honoriert sie das mit Beitragsnachlässen. Nicht nur um :diesen SB-Betrag sonder sogar noch mehr!

Diese Aussage ist so nicht korrekt…
nehmen wir mal an Beitrag 424,80 ( 2000 SB ) gegen 504,70 DM (600 SB) … dann passt deine folgende Rechnung nicht mehr…

nehmen wie an, Du hast :einen Tarif mit 1.000,- DM SB im Jahr. :Wenn Du diese 1.000,- DM :durch 12 (Monate) teilst,hast Du :einen Bettrag von etwa :84,-DM. Wenn Du jetzt den Betrag von :dem 0,- DM SB-Beitrag :abziehst, würde jetzt
herauskommen: xx,- DM - 84,- DM. Rechnest Du aber genau nach,
so stellst Du fest, dass der Beitrag noch um einiges billiger
ist. Das ist der Bonus, den die Gesellschft Dir gibt. nehmen
wir an, Du hast in unserem Beispiel nicht 84,- DM günstiger,
sondern 200,- DM. Das ist dann eine Einsparung von 2.400,- DM.

Hast du Arztkosten von 1500 DM… dann bekommst du bei Tarif 2000 SB nie eine Erstattung… bei Tarif 600 SB bekommst ggf. eine Rückerstattung… wenn du nicht einreichst.
würde also bei 3 zurück bedeuten…

424,8*12+1500-1274,4= 5323,20

andersrum

504,7*12+1500-1514,10= 6042,30

Am Jahresende würde ich also immer prüfen, was günstiger kommt… BRE oder Rechnungen einreichen…

Und hierbei sind es nur noch 700 DM, wobei die Hälfte der Arbeitgeber finanziert. Und die BRE musst du deinem Arbeitgeber nicht anzeigen.

Und aus der Praxis: In Tarifen, die unterschiedlich hohe SB haben, werden die mit erhöhten Alterungsrückstellungen begütert, weil die Wahrscheinlichkeit, dass im Alter diese SB-Beträge permanent erreicht werden… ist um einiges höher, als die der gleichen Tarife mit höherem SB. Klar… die BRE wäre immer zu zahlen… aber Rechnungen fallen dann auch oft unterjährig an und somit muss die Versicherung viel mehr flüssige Gelder auf dem Konto aufweisen.
Daher kann man jung noch mehr Alterungsrückstellungen bilden und im Alter vernünftig runterschrauben… meine Ansicht dazu…

Rechne also genau. Und achte bitte darauf, dass der Tarif
zumindest bis zum Höchstsatz der GOÄ (Gebührenverordnung für
Ärzte) bezahlt (=3,5 GOÄ). Oder willst Du vor dem Arztbesuch
mit dem Arzt zu schachern anfangen? Denn wenn er den 3,5 GOÄ
verlangt, braucht er Dich nicht darauf hinzuweisen. Er stellt
Dir halt die Rechnung. Und Du zahlst dazu.

Da gebe ich dir recht… im übrigen zahlst du deinen SB auch immer von netto versteuertem Geld…

In diesem Sinne…

Marco