Loben und bestärken
Hallo!
Zum Spielzeugwegnehmen und sich-wehren: Ich bin da immer ein wenig zwiegespalten. Einerseits wirst Du den Charakter Deines Kindes nicht ändern. Wenn er zufrieden ist, so wie es ist, warum nicht? Er ist eben großzügiger und weniger aggressiv als die anderen. Was soll daran verkehrt sein?
Wenn er allerdings unglücklich ist, weil ihm jemand was wegnimmt, dann wäre für mich der Zeitpunkt ihm beizubringen, berechtigte Forderungen aufzustellen und auch durchzusetzen.
Meiner Meinung nach fehlt es Ihm einfach am
Selbstbewußtsein. Nun haben wir bedenken, dass wenn er in den
Kindergarten geht, sehr darunter leiden wird.
Da sollten doch die Erzieherinnen aufpassen und ich nehme mal an, das tun sie auch. Genau das alles wird er doch im Kindergarten lernen. Wenn es Probleme gibt, dann musst Du reagieren, aber vorher würde ich die Pferde nicht scheu machen.
ob Ihr
Tips habt (viellicht eine Art „Spiel“) wie ich Ihm mehr
Selbstbewußtsein vermitteln kann.
Mein Sohn durchschaute sofort, wenn ich „Spiele“ mit pädagogischen Hintergedanken anbrachte und anbringe. Und stellt sich dann quer. Deshalb halte ich nicht soviel davon.
Im Alltag flößt man einem Kind Selbstvertrauen ein, indem man es (ein Vorschreiber sagte es bereits) aufrichtig lobt für seine Leistungen (auch und gerade für die unauffälligen). Die dauernde Widerholung im Alltag hat meiner Meinung nach eine stärkere Wirkung als „Wir machen heute mal ein Spiel um dies oder das zu erreichen“.
Wichtig ist auch, dass man dem Kind etwas zutraut, es probieren lässt, wenn es etwas tun möchte und nicht sagt: „Das kannst Du noch nicht.“ Oder: „Warte ich helf dir.“ Oder: „du fällst bestimmt gleich runter.“ o. ä. Passiert einem manchmal zwischendurch, da muss man sich eisern disziplinieren. (Ist auch eine Gratwanderung, man möchte ja auch nicht, dass der Nachwuchs größenwahnsinnig wird.)
Lieber abwarten, dann evtl. Hilfe und Unterstützung anbieten (fragen!) und das Erreichte honorieren und nicht dran rummäkeln, weil es evtl. nicht perfekt genug war.
Übrigens fängt das beim Eingangsbeispiel an: Du vermittelst Deinem Kind, dass es nicht richtig reagiert, wenn ihm was weggenommen wird. Das stärkt nicht gerade sein Selbstbewusstsein.
Grüße
kernig