Selbstbewußtsein stärken durch Motopädie?

Hallo Mitwisser,

wie verbessert Ihr die Sozialkompetenz - Schulhofreife - vor der Einschulung?

Das Selbstbewußtsein des Kindes kann ja gestärkt werden durch Übertragung von neuen Aufgaben wie Einkaufen, das Ermöglichen von Besuchen bei Freunden, ohne dass die Eltern dabei sind usw.

Doch hilft das offenbar noch nicht bei „neuen“ Gesichtern und Situationen.

Wir hatten letzte Woche die Einschulungsvoruntersuchung unserer Tochter und da gab es aus dem Nichts nach 10 Minuten Tests plötzlich Geheul und Verweigerungshaltung wegen der Situation, obwohl die Ärztin und die Assistentin sehr nett waren.

Einer Freundin hatte man in einem ähnlichen Fall Motopädie empfohlen. Hat jemand hiermit Erfahrungen, inwieweit diese Behandlung tatsächlich einem Kind helfen kann, unbefangener auf neue Menschen (insbesondere Gleichaltrige, aber auch Erwachsene) zuzugehen?

Grüße
EK

Der Apfel …
… fällt nicht weit vom Stamm. Wenn ich jetzt gemein wäre würde
ich sagen, der Papa (Bitte nur Anfragen von Mitgliedern mit längerer Mitgliedschaft) ist ja auch nicht anders.
Ich bin aber nicht so gemein.

wie verbessert Ihr die Sozialkompetenz - Schulhofreife - vor
der Einschulung?

Soviel wie möglich alleine machen lassen, erste Telefonate um sich
mit Freunden/innen zu verabreden, alleine in einem Sportverein
bleiben und auch bei euch mit Freunden/innen alleine (ja die
Kinderzimmertür war zu) spielen.

Das Selbstbewußtsein des Kindes kann ja gestärkt werden durch
Übertragung von neuen Aufgaben wie Einkaufen,

Holla, das halte ich für ein Kindergartenkind für sehr schwierig,
abhängig vom Geschäft kann das gut gehen muß aber nicht.

das Ermöglichen
von Besuchen bei Freunden, ohne dass die Eltern dabei sind

Das hat bei uns mit dem ersten Kindergartenjahr angefangen, die
Zwerge haben sich gewünscht miteinander zu spielen und wir
Großen haben den Terminkalender verwaltet und natürlich Taxi
gespielt.

Doch hilft das offenbar noch nicht bei „neuen“ Gesichtern und
Situationen.

Nein da hast du Recht, je nach Kind fremdeln die ohne Ende.
Habt ihr denn vorher darüber gesprochen was das für eine Untersuchung
ist und warum die überhaupt sein muß.

Wir hatten letzte Woche die Einschulungsvoruntersuchung
unserer Tochter und da gab es aus dem Nichts nach 10 Minuten
Tests plötzlich Geheul und Verweigerungshaltung wegen der
Situation, obwohl die Ärztin und die Assistentin sehr nett
waren.

Das findest du aber was sagt dein Kind? Wie habt ihr denn das Kind auf
den Test vorbereitet? Freut er/sie sich nicht auf die Schule?
Mein Krümmel war sowas von stolz ein Schulkind zu sein, da hätten die
Fragen können was sie wollen, die hätten eine Antwort bekommen.
Was ist das für dein Kind bald Schulkind zu sein?

Einer Freundin hatte man in einem ähnlichen Fall Motopädie
empfohlen. Hat jemand hiermit Erfahrungen, inwieweit diese
Behandlung tatsächlich einem Kind helfen kann, unbefangener
auf neue Menschen (insbesondere Gleichaltrige, aber auch
Erwachsene) zuzugehen?

Nein leider keine Erfahrung, den Begriff höre ich auch das erste mal.
Den Umgang mit Gleichaltrigen lernen sie recht gut im Kindergarten,
beim Sport etc. Einem Kind versuchen bei zu bringen offener auf
fremde Erwachsene zuzugehen würde ich mir in unserer Gesellschaft
allerdings verkneifen.

Hast du denn mal mit deinem Nachwuchs geredet was los war? So ganz
in Ruhe, aneinander gekuschelt und einfach mal miteinander reden.
Das geht mit einem 5 jährigen Kind, vieleicht hat er/sie nur ein
bischen Angst was da auf sie zukommt (Schule).

Gruß
Stefan

Hallo

Ja, Motopädie kann wirklich helfen. Ich bekomme das mit bei einer Freundin, die selbst Motopädin ist: Die Kinder legen wirklich zu in Sachen Sozialkompetenz, aber ohne dass sie das Ganze als anstrengend oder nervend empfinden. Problematisch ist allerdings, dass wohl nicht alle Krankenkassen die Behandlungskosten übernehmen und dass es meist auch nicht mit einigen wenigen Sitzungen getan ist. Vielleicht überlegt Ihr mal gemeinsam mit dem Kinderarzt, was von einer solchen Therapie zu halten ist. Er ist sicherlich auch der erste Ansprechpartner, um Euch gute Adressen zu nennen.

Alles Gute!

Anne

Hallo Ekkehard

wie verbessert Ihr die Sozialkompetenz - Schulhofreife

  • vor der Einschulung?

Die „Sozialkompetenz“ der Erwachsenen oder die der Kinder?

Das Selbstbewußtsein des Kindes kann ja gestärkt werden durch
Übertragung von neuen Aufgaben wie Einkaufen, das Ermöglichen
von Besuchen bei Freunden, ohne dass die Eltern dabei sind usw.
Doch hilft das offenbar noch nicht bei „neuen“ Gesichtern und
Situationen.

Halte ich für normal. Kindererziehung ist letzten
Endes „Angstmanagement“.

Wir hatten letzte Woche die Einschulungsvoruntersuchung
unserer Tochter und da gab es aus dem Nichts nach 10 Minuten
Tests plötzlich Geheul und Verweigerungshaltung wegen der
Situation, obwohl die Ärztin und die Assistentin sehr nett
waren.

Um das beurteilen zu können, müsste man mehr wissen.
Ist das Kind länger im Kindergarten, wie verhält es
sich dort? Ist es eine vorzeitige Einschulung?
Ist das Kind geschwächt (Krankheit, Schmerz etc.)?

Sonst kann man dazu nicht viel ankmerken. Die
Verweigerungshaltung kann Zeichen eines gesunden
Instinktes sein, eine drohende Überforderung
abzuwehren.

Einer Freundin hatte man in einem ähnlichen Fall Motopädie
empfohlen. Hat jemand hiermit Erfahrungen, inwieweit diese
Behandlung tatsächlich einem Kind helfen kann, unbefangener
auf neue Menschen (insbesondere Gleichaltrige, aber auch
Erwachsene) zuzugehen?

Das Zurechtkommen mit Gleichaltrigen im späten Vorschulalter
ist eine enorme psychische und soziale Leistung für das
Kind im späten Vorschulalter. Letztlich ist das das
für das Kind „erfahrbare Resultat“ der 5 Jahre vorher …

Grüße

CMБ

… fällt nicht weit vom Stamm. Wenn ich jetzt gemein wäre
würde
ich sagen, der Papa (Bitte nur Anfragen von Mitgliedern mit
längerer Mitgliedschaft) ist ja auch nicht anders.
Ich bin aber nicht so gemein.

Haha,

ich war es nur leid, immer von jemand am 2. Tag seiner wer-weiss-was-Mitgliedschaft lange juristische Sachverhalte mit der Bitte um kostenlose Prüfung unterbreitet zu bekommen, ohne dass der- oder diejenige sich hier im Forum überhaupt jemals selbst nützlich eingebracht hat. Und das hat geholfen.

wie verbessert Ihr die Sozialkompetenz - Schulhofreife - vor
der Einschulung?

Soviel wie möglich alleine machen lassen, erste Telefonate um
sich
mit Freunden/innen zu verabreden, alleine in einem Sportverein
bleiben und auch bei euch mit Freunden/innen alleine (ja die
Kinderzimmertür war zu) spielen.

Sie trifft sich auch regelmäßig mit Freundinnen, spielt mit denen auch allein im Zimmer, geht auch zu einer Musikgruppe, bei der sie auch ohne Eltern toll mitmacht, telefoniert auch mit Freundinnen, alles kein Problem. Problem ist nur das „Neue“, das auf jeden Fall und mit allen Mitteln - also in Form von hysterischer Heulanfall - verhindert werden muss. Ganz der Opa. Der hat dann auch gleich die Hose voll und nervt mit „Lohnt nicht mehr“.

Das Selbstbewußtsein des Kindes kann ja gestärkt werden durch
Übertragung von neuen Aufgaben wie Einkaufen,

Holla, das halte ich für ein Kindergartenkind für sehr
schwierig,
abhängig vom Geschäft kann das gut gehen muß aber nicht.

Natürlich sind wir in der Nähe (beim Becker oder Schlecker warten wir vor der Tür). Klappt toll.

das Ermöglichen
von Besuchen bei Freunden, ohne dass die Eltern dabei sind

Das hat bei uns mit dem ersten Kindergartenjahr angefangen,
die
Zwerge haben sich gewünscht miteinander zu spielen und wir
Großen haben den Terminkalender verwaltet und natürlich Taxi
gespielt.

Doch hilft das offenbar noch nicht bei „neuen“ Gesichtern und
Situationen.

Nein da hast du Recht, je nach Kind fremdeln die ohne Ende.
Habt ihr denn vorher darüber gesprochen was das für eine
Untersuchung
ist und warum die überhaupt sein muß.

Wir hatten letzte Woche die Einschulungsvoruntersuchung
unserer Tochter und da gab es aus dem Nichts nach 10 Minuten
Tests plötzlich Geheul und Verweigerungshaltung wegen der
Situation, obwohl die Ärztin und die Assistentin sehr nett
waren.

Das findest du aber was sagt dein Kind? Wie habt ihr denn das
Kind auf
den Test vorbereitet? Freut er/sie sich nicht auf die Schule?
Mein Krümmel war sowas von stolz ein Schulkind zu sein, da
hätten die
Fragen können was sie wollen, die hätten eine Antwort
bekommen.
Was ist das für dein Kind bald Schulkind zu sein?

Einer Freundin hatte man in einem ähnlichen Fall Motopädie
empfohlen. Hat jemand hiermit Erfahrungen, inwieweit diese
Behandlung tatsächlich einem Kind helfen kann, unbefangener
auf neue Menschen (insbesondere Gleichaltrige, aber auch
Erwachsene) zuzugehen?

Nein leider keine Erfahrung, den Begriff höre ich auch das
erste mal.
Den Umgang mit Gleichaltrigen lernen sie recht gut im
Kindergarten,
beim Sport etc. Einem Kind versuchen bei zu bringen offener
auf
fremde Erwachsene zuzugehen würde ich mir in unserer
Gesellschaft
allerdings verkneifen.

Hast du denn mal mit deinem Nachwuchs geredet was los war? So
ganz
in Ruhe, aneinander gekuschelt und einfach mal miteinander
reden.
Das geht mit einem 5 jährigen Kind, vieleicht hat er/sie nur
ein
bischen Angst was da auf sie zukommt (Schule).

Gruß
Stefan

Nein, sie freut sich auf die Schule. Sie wußte auch, wofür der Test ist. Es ist einfach generell so mit neuen Situationen. Sie hat auch noch nie etwas „angestellt“, weil sie bei allem, was sie tut, dreimal vorher die Konsequenzen bedenkt und es lieber nicht macht, anstatt sich der Herausforderung zu stellen.

Und da sie seit dem 6. Monat und damit jetzt über 4 Jahre in Kindertagesstätten ist, auch dabei die Tagesstätte vor einem Jahr gewechselt hat, liegt es sicherlich nicht an der Gelegenheit zum Austausch mit anderen Kindern. In bekannter Umgebung ist ja alles in Ordnung.

Es ist nur so ein krasser Gegensatz zwischen Bekannt und Unbekannt, der uns mit Sorge auf den ersten Schultag blicken lässt.

Grüße
EK

Halte ich für normal. Kindererziehung ist letzten
Endes „Angstmanagement“.

Hallo,

der Begriff hat mir gut gefallen. Nur dass ich den Eindruck habe, dass die „Angst“ eher schon eine Phobie ist.

Ist das Kind länger im Kindergarten, wie verhält es sich dort?

Seit über 4 Jahren, völlig normal, spielt dort aber vornehmlich mit 2 jüngeren Kindern, für die sie das Idol ist.

Ist es eine vorzeitige Einschulung?
Kann-Kind (wird zwei Monate später 6)

Ist das Kind geschwächt (Krankheit, Schmerz etc.)?

Nein

Sonst kann man dazu nicht viel ankmerken. Die
Verweigerungshaltung kann Zeichen eines gesunden
Instinktes sein, eine drohende Überforderung
abzuwehren.

Sie ist völlig scharf auf die Schule als „Lernanstalt“, sie liest, schreibt und rechnet jetzt schon mit Begeisterung. Aber sie graut sich bestimmt - wie immer - vor der neuen Situation.

Das Zurechtkommen mit Gleichaltrigen im späten Vorschulalter
ist eine enorme psychische und soziale Leistung für das
Kind im späten Vorschulalter. Letztlich ist das das
für das Kind „erfahrbare Resultat“ der 5 Jahre vorher …

Das hat unser Arzt auch schon gesagt. Er meinte, es sei etwas völlig anderes, mit Jüngeren oder Älteren klarzukommen, denn diese seien entweder schwächer oder vernünftiger. Die Gleichalten seien aber oft aus der Kategorie „Dieter Bohlen“ und daher schwieriger im Umgang, jedenfalls für zurückhaltende Kinder.

Grüße
EK

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Hallo,

ich war es nur leid, immer von jemand am 2. Tag seiner
wer-weiss-was-Mitgliedschaft lange juristische Sachverhalte
mit der Bitte um kostenlose Prüfung unterbreitet zu bekommen,
ohne dass der- oder diejenige sich hier im Forum überhaupt
jemals selbst nützlich eingebracht hat. Und das hat geholfen.

Bin zwar auch noch nicht lang dabei,möchte mich aber gerne als(vielleicht) nützlich erweisen.

Also rede aus eigener Erfahrung, mit einer ängstlichen,stillen Kindergartentochter(war sie).Bei der Schuluntersuchung,ängstliches weinen,keine Antwort auf Fragen gegeben,also alles andere als Aufgeschlossenheit gegen etwas Neuen.

Sie war bei der Schuluntersuchung auch 5 Jahre,wäre bei der Einschulung 6 Jahre und 2 Monate gewesen. Naja, nach der Schuluntersuchung,sollte sie dann lieber ein Jahr länger im Kindergarten bleiben.Sie wäre gerne in die Schule gegangen(konnte schon ein bissel rechnen und schreiben),aber im nachhinein war es für sie das Beste.

Bei der nächsten Schuluntersuchung ein Jahr später,waren die Tester sehr positiv erstaunt,sie hat toll mitgemacht und ihre eignen Ansichten gut vertreten.

Vielleicht ist es für deine Tochter doch noch ein bisschen früh.
Auch wird aus einen stillen zurückhaltenden Kind ,kein „hauruck Menschlein“.

Ich bin froh,das sie nicht so ist,auch sie überlegt lieber 3 mal bevor sie etwas falsches tut.
Bei ihren Klassenkameraden ist sie sehr beliebt und sie kann sich auch durchsetzen ,wenn sie muss.
Vielleicht solltet ihr erstmal abwarten,was die Schule sagt,wenn die ihr OK geben,werden die schon wissen was sie tuen,wenn nicht laßt sie noch ein bisschen im Kindergarten oder schickt sie in den Vorschul-Kindergarten.Es ist schließlich auch was tolles ein Vorschulkindergartenkind zu sein. :0)
Nimm dein Kind so wie es ist,das stärkt ihr Selbbewußtsein mehr als irgendwelche Motopädien.(meine Meinung)

LG Sabine

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Probieren
Hallo EK,

ich wollte nur als Info zufügen: bevor Du Deine Tochter ein Jahr länger im KiGa läßt, kannst Du es auch mit der Schule probieren, und wenn es nicht klappt, dann nimmst Du sie halt wieder raus. Innerhalb des ersten Monats ist das kein Problem. Ob Du das für sinnvoll hälst, musst Du beurteilen … zumindest gäbe es diese Möglichkeit.

Gruß,
Sibylle aus M

Danke für alle Antworten (owT)