Hallo,
vielleicht hilft dir eine Art Ritual? Mir hat es immer sehr geholfen, mich beim Lernen an einen ganz festen Tagesableuf zu halten. Also JEDEN Tag um acht aufstehen, Kaffee kochen, duschen, an den Schreibtisch setzen, lernen bis halb eins, was zu essen kochen - eine Stunde Pause (Wichtig! Geregelte Pausen! Wenn man ohne Pausen durchlernt hat man nach spätestens zwei Tagen das Gefühl eine arme Wurst zu sein, die nur lernt während ALLE anderen draussen in der Sonne Spaß haben). Und dann nach dem Essen bis sieben Uhr weiter, und danach ist SCHLUSS. Und zwar wirklich. Sonst kriegt man nämlich am nächsten Tag nichts mehr hin. Alles in Maßen ist wesentlich besser als in Gewaltmärschen. Was mir auch immer sehr geholfen hat, sind Lerngruppen. Als ich für die Diplomprüfungen gelernt habe, habe ich mich alle zwei Tage mit drei anderen getroffen, mit denen ich das Gelernte durchgesprochen habe, das war sehr gut, weil wir immer ausgemacht haben, dass wir bis zum nächsten Mal die und die Seiten im Buch gelesen haben, so dass wir dann darüber reden konnten. Nicht nur die gegenseiteige Kontrolle war gut, oder dass man beim darüber reden vielleicht erst gemerkt hat, was man nicht verstanden hat, sondern auch, dass es teilweise richtig lustig war - wir hatten einen Heidenspass zusammen, trotz allem. Und wir konnten uns gegenseitig wieder aufrichten, wenn wir mal den Mut und die Kraft verloren hatten.
Eine ganz andere Sache, die einem hilft, ist Ordnung. In einem unaufgeräumten Zimmer mit einem chaotischen Schreibtisch kann kein Mensch arbeiten. Die äußere Ordnung hilft einem auch, innere Ordnung zu schaffen und strukturiert zu arbeiten. Wie’s auf dem Schreibtisch aussieht, so sieht’s auch im Kopf aus!
Deshalb: Schaff Dir eine Routine, ein Ritual, in das Du die Lernerei einbindest, halte Dich an einen bestimmten Tagesablauf.
Übertreib es nicht, mach Pausen. Sonst verausgabst Du Dich und kannst Dich erst recht nicht mehr konzentrieren.
Such’ Dir Leute, mit denen Du über das Gelernte reden kannst, dann hast Du nicht nur Kontrolle, sondern auch Spass dabei.
Und - sollte Dein Schreibtisch überladen sein mit Dingen, die Du zum lernen nicht brauchst, dann räum’ diese Dinge weg.
Ich hoffe, Du findest die passende Methode für Dich.
Gruß, Steffi