Hallo,
diesen Beitrag schreibe ich zwei „Bretter“ da er zu Ernährung genauso passt wie zu Sucht und ich nicht wusste, wo ich besser aufgehoben bin.
Es geht darum, ich möchte gerne Abnehmen und ich möchte gerne auf mein Glas Rotwein verzichten können und auf Süßes.
Ich stehe morgens auf, steige auf die Waage und nehme mir fest vor, ab heute wird gefasstet oder gesünder ernährt. Ich schaffe es bis zum Mittagessen und oft auch noch bis Nachmittags. Aber spätestens beim Abendessen erwischt es mich wieder. Dann ist mein Verlangen auf 1 Glas Rotwein da und auf Süßes und schon lasse ich mich wieder gehen, morgens stehe ich wieder auf, fühle mich absolut nicht gut und nehme es mir wieder vor. Ich denke mir, wenn kein Süßkram und kein Rotwein mehr zu Hause ist, dann muß ich verzichten. Das geht tagsüber auch sehr gut aber kurz vor Ladenschluß klickt mein Kopf um und ich gehe wieder ins Geschäft und kaufe ein.
Das Schlimme daran, letztes Jahr habe ich es für 6 Wochen geschafft, viel Sport zu treiben, keinen Alkohol, keine Süßigkeiten und sehr wenig Fett zu essen, also rundherum mich Gesund zu ernähren. Dieses Jahr habe ich es auch schon für 3 Wochen geschaft, aber dann wurden wir eingeladen und ein einziger Abend bei Freunden hat mich wieder ins alte Muster zurückgebracht und ich komme nicht mehr raus. Aber als ich mich bewußt und gesund ernährt habe, da habe ich mich so richtig glücklich gefühlt, ich war körperlich und geistig Top fit und suuper suuper glücklich. Ich weiß das es wieder so werden würde, aber ich schaffe es trotzdem nicht. Ich kann lange durchhalten, aber sobald dann wieder eine Gelegenheit kommt, falle ich sofort ins alte Muster zurück und es dauert wieder mind. 1 Jahr bis ich mich wieder aufrappeln kann. Warum ist das so? Was würde helfen?
Hi Arberhex,
vielleicht musst du dir zuallererst mal ein klares und kleineres Ziel setzten. Zum Beispiel bis zum Herbst ein paar Zentimeter Bauchumfang verlieren. (Ich halte persönlich nicht ganz soviel davon auf das Gewicht zu schauen. Muskeln wiegen ja auch viel und solang ich mich wohl fühle kann ich auch 100 kg wiegen)
Und wenn du das erste Ziel erreicht hast, hilft es dir vielleicht dir ein neues zu setzten und auch dieses zu erreichen. Und vielleicht kannst du dir auch eine Belohnung ausdenken. Z. B. einen Wellness-Tag oder ein paar neue Klamotten?!
Außerdem solltest du nie ganz verzichten. Mein Tipp wäre: Such dir einen oder zur Not auch zwei Schlemmertage in der Woche aus. Da ist alles erlaubt. Natürlich sollte man es auch da nicht bis zum Erbrechen ausreizen.
Das Problem ist, dass selbst wenn du jeden Tag nur ein Stückchen Schokolade isst und das Glas Rotwein trinkst es jeden Tag zu einer übermäßigen Insulinausschüttung kommt. Und das treibt das Fett direkt in die Zellen.
Wenn du jetzt also einmal in der Woche die ganze Tafel isst, ist das viel besser als jeden Tag ein Stückchen.
Wenn du diese Methode für dich als einen Versuch empfindest, solltest du aber ach den Genuß von sehr fruchtzuckerhaltigem Obst reduzieren und ein wenig auf Zucker und Kohlenhydrate in den Lebensmitteln achten.
Ich hab es nicht geglaubt, dass das funktionieren soll… aber es hat!
Und soviel Sport hab ich dazu nun auch wieder nicht gemacht.
Viele Grüße
Ichelle
hi,
also ich bin derzeit auch am abspecken…meine „aufhörnrauchenpfunde“
und bei mir ist es so, dass ich vor dem joggen denke wow -nachher ein kaltes bier - geil
und dann war ich ich laufen und denke - überleg mal jetzt haste so viel geschafft u. wenn du jetzt das bier trinkst - stoppt das die fettverbrennung!!! genau das gegenteil von dem was ich möchte und meistens gibt es dann keinen alkohol 
manchmal ist es mir auch wurschd - aber allein mir das so klarzumachen lässt mich 85% verzichten…
bei schokolade ist es schwieriger, aber ich muss sagen die stoppt ja auch nicht die fettverbrennung u. so nen mini schokokuss ist schon drin (oder auch 2 - aber mehr nicht)
lg viell. hilft dir das
Hallo,
diesen Beitrag schreibe ich zwei „Bretter“ da er zu Ernährung
genauso passt wie zu Sucht und ich nicht wusste, wo ich besser
aufgehoben bin.
bist Du Dir da sicher?
Man muss Deinen Text nicht Satz für Satz auseinander nehmen, um genug Hinweise zu finden, die eine Diskussion im Suchtbrett sehr sinnvoll erscheinen lassen. Meine küchenpsychologische Kompetenz reicht aber nicht aus, um zu verstehen, weshalb Dein Doppelposting dort geschlossen wurde und nicht hier.
Um der Thematik deshalb in diesem Brett gerecht zu werden:
ich möchte gerne auf mein Glas Rotwein verzichten können und auf Süßes.
Dann ist mein Verlangen auf 1 Glas Rotwein da und auf Süßes
wenn kein Süßkram und kein Rotwein mehr zu Hause ist
letztes Jahr habe ich es für 6 Wochen geschafft […]
keinen Alkohol, keine Süßigkeiten
sobald dann wieder eine Gelegenheit kommt,
falle ich sofort ins alte Muster zurück.
Warum ist das so? Was würde helfen?
Für den Anfang ein Kompromiss: Gönn Dir Deinen Süßkram und lass den Alk im Supermarktregal stehen. Wenn Dir dieser Vorschlag keine Kopfschmerzen bereitet, ist immerhin die Bretterfrage geklärt. Dann bist Du hier goldrichtig und Tipps zur Reduzierung des Schokoladenkonsums werden folgen.
Gruß
Andreas
Danke für eure Antworten.
Ich glaube es ist wirklich so, dass es sich bei mir um eine Art Sucht handelt. Ich bin jetzt keine Alkoholikerin (glaube ich zumindest) aber ich trinke halt gerne jeden Tag 1 Glas Wein am Abend zum Ausklang des Tages. Der Alkohol führt dann aber wieder dazu, dass ich mehr esse bzw. Hunger bekomme. Ich habe auch eine Sucht nach Süßigkeiten. Es geht mir einfach gut wenn ich etwas Süßes esse und mein Glas Rotwein trinke und dazu noch irgendetwas schlemme. Ich genieße für mein Leben gerne. Guten Käse, Schincken und esse gerne Fleisch. Ich koche und esse gerne und quer Beet. Also auch Salat, Fisch, Hänchenfleisch gehören zu meinem Speiseplan. Aber eben auch Schnitzel mit Pommes und Schokolade und Gummibären. Ich bin jetzt auch nicht gerade so richtig dick, ich würde zwar gerne auch ein paar Kilo abnehmen aber hauptsächlich darum geht es nicht. Wenn ich in meinen „starken Zeiten“ viel Sport betreibe und mich ausschließlich gesund ernähre, dann fühle ich mich einfach super, zum Purzelbäume schlagen und wenn ich mich gehen lasse und einfach esse zu was ich lust habe dann bin ich müde und matt und bin mit mir nicht im reinen. Ich weiß wenn ich mich wieder zusammenreißen würde, dann würde ich mich wieder super fühlen, aber trotz alle dem schaffe ich es einfach nicht und ich frage mich warum? Ich esse und genieße so gerne. Der Vorschlag mit 1-2 Tagen schlemmen die Woche oder lieber eine Tafel Schokolade auf einmal und dann wieder Tage keine, dass geht nicht. Ich kann entweder verzichten oder überhaupt nicht. Sobald ich mir nach 6 Wochen dachte, ach komm 1 Stücken Schokolade und dann ist wieder Schluß, nur wieder mal den Geschmack haben, dann ist alles wieder vorbei dann falle ich schon wieder ins alte Essverhalten zurück. Denn dann geht noch eines und noch eines und dann heißt es wieder, aber morgen verzichtest du wieder und das geht dann wieder jeden Tag so weiter. Oder mit diesen Lachgummi, ich denke mir, du ist nur 5 Stück, aber sobald ich angefangen habe eines zu essen, esse ich die Tüte leer. Dann ist mir richtig schlecht und ich wälze mich im Bett und denke, die kaufst du nicht mehr. Aber schon am nächsten Tag, spätestens dann Nachmittags wird wieder eine Tüte gekauft damit der Abend gerettet ist. Ich habe keine Selbstdisziplin und das regt mich furchtbar auf.
Liebe Grüße
Arberhex