hallo mathias,
du schreibst:
Er spricht einfach das manchmal aus, was andere eben
vielleicht nur Denken würden und denkt er wäre alleine.
hier fällt mir nichts andere ein als (kann gut sein, auch das ist nicht hilfreich für dich, aber mehr weiss ich leider nicht dazu zu sagen:
manchmal? - ich meine damit, wenn es selten ist, müsste es nicht unbedingt ein problem darstellen. da es das aber scheinbar doch ist,
wird es 1. nicht so selten sein und 2. nicht wie die sonst „übliche“ art des selbstgespräches. (er hat ein kommunikationsproblem würde ich meinen, denn die übliche art zu kommunizieren die direkte sein - jemandem sagen was einen bewegt.)
wenn doch: sollte sich mal auseinandersetzen mit sich. denn zum einen wird er nicht immer denken allein zu sein, zum anderen geht es dabei nicht nur um die annahme allein zu sein. das mag die vordergründige, die bewusste begründung sein, doch dahinter steht immer noch etwas anderes. auch wäre es evtl. ne gute sache ich zu erinnern wie es begann - irgendwann hat er schliesslich damit angefangen und das auch wieder aus einem bestimmten oder mehreren grund/gründen.
noch immer denke ich hier in richtung mangel an konfliktvermögen - direkte auseinandersetzungen, disskussionen, streit - sich abgrenzen - jemanden oder etwas ablehnen etc - dass er damit probleme hat und sich evtl dessen nichtmal bewusst ist - auf diese weise beides umgeht - die auseinandersetzung mit sich und eben dem gegenüber.
wie auch immer die gründe gelagert sein mögen - für mich klingt es nach einer art methode, die als hilfmittel benutzt wird - da die „üblichen“ methoden nicht von ihm genutzt werden können (nicht gelernt oder zu ängstlich oder sonstiges)
die frage ist aber doch eigentlich, will er es ändern? hierbei ist evtl. nichtmal wichtig warum er macht was er macht - nur ob er es ändern will. - da muss man testen was geht, was hilfreich ist. durchdenken und eben auch schauen, was sich damit dann verändern würde, für ihn vor allem erstmal und ob er das so leisten kann und will.
änderungen sind immer erstmal stress, deshalb muss man von einer gewissen dauer ausgehen bevor überhaupt etwas greift.
das ginge nur mittels eines planes, also überlegungen wie er auf neue und andere weise mitteilen kann was ihn bewegt - und der grundlegenden bereitschaft auch wiederworte auszuhalten (was ja durchaus auch ein problem sein könnte welches mit der strategie umgangen wird) und argumente vorzubringen oder - was mir noch wichtiger erscheint - die eigenen gefühle lernen zu formulieren - dafür kann es viele methoden geben die helfen könnten.
z.b 3 mal pro woche ein gezieltes gespräch miteinander bei dem jeder sagen kann was ihm/ihr nicht gefallen hat und warum nicht (ohne vorwürfe zu machen) und auch was gefallen hat.
sicher gibts auch andere möglichkeiten als nur dieses eine beispiel
das bedeutet dann aber bei der methode - feste zeiten für beide - keine möglichkeit auf eine absage des treffens am tisch - egal ob einer was zu sagen hat oder nicht - mind 10 min sitzenbleiben auch wenn beide schweigen. ich-ebene verwenden - ich finde, ich fühle, ich denke, ich will, ich mag nicht…
nicht du bist, du hast…
ansonsten empfehle ich den buchhandel - sich mal umschauen was es zum thema kommunikationsprobleme oder so in die richtung evtl. passendes gibt oder wahlweise mal einen profi aufsuchen und mit dem nach wegen suchen - muss ja deshalb nicht in eine lange therapie ausarten.
liebe grüsse
nina