ich bin auf das o. g. Thema gestoßen und möchte mich näher damit beschäftigen!
Ist es möglich, dass man sich selbst so hypnotisieren kann, um
1.) Frauen nicht mehr so schüchtern gegenüber zu sein (beim „Anmachen“!),
2.) Vergangenes (Personen, Vorfälle) zu vergessen,
3.) sportlicher (stärker, schneller, …) zu werden,
…
Bitte klärt mich darüber auf.
Wo im Inet gibts darüber sehr erschöpfende Antworten.
Ich will nicht ausschliessen, dass es so etwas gibt, aber es scheint
mir doch etwas unwahrscheinlich. Wenn es so einfach ginge, wuerden’s
alle machen.
Schuechternheit wird meines Wissens in Therapien und Seminaren
behandelt. Sie laesst sich nicht so ganz ausraeumen, weil sie zum
Teil genetisch bedingt ist. Schon an Babys lassen sich
Schuechternheit und Draufgaengertum beobachten.
Natuerlich kann man auch allein an seiner Schuechternheit arbeiten.
Dies geschieht durch an sich selbst gerichtete Appelle, Suggestionen
und Konzentration, so wie man es bei jeder Situation tut, vor der man
Angst hat (Pruefung, Zahnarzt, …). Die meisten Menschen kommen
damit zurecht, manche allerdings schaffen es nicht allein, mit ihrer
Angst fertigzuwerden.
Vergessen foerdert man dadurch, dass man sich alles, was an das zu
Vergessene erinnert, aus seiner Umwelt verbannt und dann die Zeit
wirken laesst. Vieles kann man aber nicht vergessen, zumal jeder
Versuch etwas aktiv aus der Erinnerung zu verbannen, dieses in ihr
festigt.
Sportliche Leistungsfaehigkeit laesst sich tatsaechlich durch
Selbstsuggestion erhoehen. Dabei muss man einen festen Glauben an den
Erfolg (bei einem Wettkampf) entwickeln, die Wettkampfsituation in
Gedanken detailliert durchspielen, seine Konzentration verbessern
u.s.w. Mentales Coaching ist im Leistungssport allgegenwaertig,
gerade weil die Psyche oft frueher als der Koerper kapituliert.
Es gibt unendlich viele Belege dafuer, dass eine Vorstellung oder ein
Wort zur rechten Zeit neue Energien mobilisieren koennen.
Das ist vielleicht nicht das, was dir bei deiner Frage vorschwebt,
aber so funktioniert es. Sich in den Sessel setzen und sich ein
Pendel vor die Augen halten und irgendetwas murmeln, hat, so weit ich
weiss, noch keine Weltrekorde bewirkt.
Im Internet wirst du vielleicht allerlei Verheissungen finden. Aber
auf die wuerde ich nichts geben. Obwohl…man kann ja nie wissen:smile:
Zwar kenne ich dazu keine wissenschaftlichen Forschungen, aber ich denken schon, dass man einiges in seinem Körper beeinflussen kann. Es gibt ja auch Yogis, die ihren Herzschlag ganz weit drosseln können. Ich finde es sehr schwer zu begreifen, dass mein Körper in einige Dingen nicht auf mich hört
Im Normalfall hat es irgendeinen Sinn, WIRKLICH!, daß das alles so ist, wie es ist. Selbst wenn du es schaffst, es durch Selbsthypnose zu verändern - es bringt einfach nichts, denn du packst das Problem nicht bei der Wurzel an sondern legst nur 'ne weitere Ebene drüber, die es effektiv noch schwerer macht, an dir zu arbeiten.
Vielleicht schützt dich deine schüchternheit vor Verletzungen - oder irgendetwas anderes. Und Erinnerungen verschwinden schon von selbst, wenn sie wirklich zu schlimm sind, das kannst du mir glauben - auch wenn’S nur ein Aufschub ist. Meistens tauchen sie dann trotzdem Jahre später wieder auf und müssen verarbeitet werden, da kommt man nicht drum rum.
Ich kenne mehr als einen Fall (vor allem ehemalige Stotterer die dachten, das könnte man mal eben so ohne Konsequenzen weghypnotisieren lassen), in dem die Hypnose nach hinten los gegangen ist und schließlich jemand wegen ursprünglich ganz „gewöhnlich menschlicher“ Problemchen in der Klinik gelandet ist.
Sportlich darfst du dich ruhig wünschen, aber da helfen weniger aufwändige Plazebos genausogut.
Hypnose wird auch als älteste Form der Psychotherapie gesehen. Ist gut sich damit mal zu beschäftigen. http://www.selbsthypnose.at/
In Österreich haben die Hypnotiseure das Problem, daß es nur von Therapeuten gemacht werden darf drum bilden die Hypnotiseure Menschen in Selbsthypnose aus.
eine interessante Alternative ist das Autogene Training nach Johannes Heinrich SCHULTZ. Es hat den großen Vorteil, daß Sie es nach kurzer Anleitung ganz und gar selbstverantwortlich ausführen nicht nur können, sondern müssen. Was Sie daraus machen und wie Sie damit umgehen, ist ganz allein Ihre Sache. Nur eine Einschränkung wäre zu machen: sportlich bringt es Ihnen so gut wie nichts. Sie werden weder stärker noch schneller. Möglich aber, daß Sie sich z.B. vor einem Tischtennis-Match in eine günstige seelische Ausgangslage bringen können.
hallo Jerry,
Selbsthypnose ist ein feststehender Begriff für eine psychotherapeutische Technik, und zwar für das hier schon erwähnte Autogene Training.
Es gibt Bücher darüber, so wie dieses, das von einem Schüler des Erfinders des Autogenen Trainings geschrieben wurde und das sehr anschaulich und verständlich zu lesen ist:
Dr.med.et phil. Klaus Thomas, Praxis der Selbsthypnose dea Autogenen Trainings (aus irgendeinem Grund funktioniert die ISBN-Nummer nicht, man findet es aber bei Amazon) Thieme- Verlag Stuttgart
Es gibt immer wieder Angebote, das AT in Kursen zu lernen, sowohl bei Psychiatern/ Psychotherapeuten/ Psychologen als auch in Volkshoschulen. Ich rate zu einem älteren Lehrer, der Arzt ist, weil im Rahmen des Lernens (auch, mitunter) Dinge körperlicher Art zu berücksichtigen sind. Jemand mit Migräne, Herzstörungen, nach bestimmten Operationen usw. benötigt eine Abwandlung der bekannten Standardformeln. Und ich rate zum Einstieg über Kurse, nicht über Hörcassetten.Man kann fragen, Mißlingen klären usw… - Sind Deine Probleme „groß genug“, könnte Dir das Erlernen des AT sogar verschrieben und von der Krankenkasse bezahlt werden, diese Methode ist von den KK anerkannt.
Nach Erlernen der Grundformeln: üben, üben, üben.
Was Du willst, wirst Du erreichen, wenn Du das AT wirklich lernst. Nicht ändern können wirst Du im Tieferen eine gewisse Schüchternheit, diese ändert nur die Lebens- und Selbsterfahrung. Daß Du aber, z.B. Frauen gegenüber, mehr von dem Mut leben kannst, der Dir möglich macht, auf sie zuzugehen, glaube ich schon. Und zwar müßtest Du nach Erlernen und Beherrschen des AT mit einem der darin kundigen Therapeuten Deine Probleme genauer durchsprechen und mit ihm zusammen Einstiegsformeln für erste Kontaktaufnahmen suchen. Ist dann erst das Eis gebrochen, brauchst Du vermutlich kein AT mehr für weitere Schritte.
Viel Glück, I.
sich selbst in Trance IN Trance zu versetzen klingt nicht sonderlich vielversprechend. Alle drei deiner Ziele zur Selbstoptimierung sind auch kaum miteinander vereinbar, ohne es auszuführen.
Vielleicht wäre es sinnvoller sich über Prioritäten in seinem Leben Gedanken zu machen. Manchmal ist weniger mehr.