Hallo zusammen,
ich arbeite in einer Werbeagentur und soll eventuell eine Kampgane zum Thema
Selbstmord machen. Ziel ist natürlich nicht, daß sich jetzt alle Leute umbringen. Nein,
es ist eine sog. Socialkampagne deren Aufgabe es ist, das Tabuthema Suizied
„gesellschaftsfähig“ zu machen und Spenden für eine Organisation zu generieren.
Könnt ihr mir Eure Meinungen, Ansichten und Erfahrungen zum Thema Selbstmord
mitteilen?! Wie gehen wir damit in unserer Gesellschaft um? Ist es wirklich ein
Tabuthema über das man nicht gerne spricht??? Schreibt einfach drauf los. Wie
sollte Eurer Meinung nach eine Kampagne mit diesem Thema umgehen?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Gruß Oli
Bitte keine Mehrfach-postings!
Gruß
Renate
Warum denn das?
Bitte keine Mehrfach-postings!
Gruß
Renate
Bitte keine Mehrfach-postings!
Gruß
Renate
Warum denn eigentlich nicht!?! Möglicherweise (und bestimmt) gibt es ja Leute, die nicht regelmässig in allen Foren nachsehen, was denn so gefragt wird. Und bei dieser Frage handelt es sich doch wohl eindeutig um eine Frage, die in mehrere Foren passt (in diesem Falle ist es vielleicht sogar wichtig, möglichst viele verschieden geprägte Antworten zu bekommen, um die Kampagne nicht zu einseitig zu gestalten).
Ich halte diese Möchtegern-Empörung für ziemlich bescheuert und kaum nachvollziehbar. Man kann es wirklich mit „Internet-Razzien“ dieser Art übertreiben (zumal wenn man nicht mal Moderator ist).
HOFee
Weil’s unpraktisch ist!
Warum denn eigentlich nicht!?!
Weil dann womöglich mehrere Leute die gleiche Antwort geben, und der Thread in allen möglichen Brettern verstreut ist!
Wenn’s wirklich mehrere Bretter angeht, kann man in den anderen ja einen Verweis auf den eigentlichen Text machen. So schreiben alle, die dazu was zu sagen haben, an der gleichen Stelle.
Ich hoffe, daß diese Unsitte bald mal endlich aufhört!
Gruß, Kubi
Wenn’s wirklich mehrere Bretter angeht,
kann man in den anderen ja einen Verweis
auf den eigentlichen Text machen. So
schreiben alle, die dazu was zu sagen
haben, an der gleichen Stelle.
So macht das zugegebenermassen Sinn.
Ich hoffe, daß diese Unsitte bald mal
endlich aufhört!
Es gibt Schlimmeres…
HOFee
Sorry, wollte keinen Krieg auslösen…
legt Euch wieder hin!
Hallo Oli,
ein Aspekt den ich immer wieder beobachte bei dieser Art von Tod: Es wird automatisch die Schuldfrage generiert, bei den Eltern, Freunden, Verwandten etc. Jeder der Zurückgebliebenen macht sich insgeheim Vorwürfe (Warum hab ich nichts gemerkt, welche Zeichen hätte ich beachten müssen etc.)Ich denke, der ersten Ansatz muß sein, von dieser Denkweise wegzukommen denn dies macht einen Großteil des Tabuthemas aus. (Irgendwo muß ja ein Schuldiger sein - Bin ich es vielleicht?)
Empfehlen möchte ich Dir noch den Artikel im Jetzt-Magazin der Süddeutschen von diesem Montag (15.5.) zum Thema.
Grüße Irene
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Oli,
schweres Thema! Ich empfand es aber nie als ein Tabuthema in der Gesellschaft.
Ich denke jeder hatte in seinem Leben schon Selbstmordgedanken. Das liegt daran das nicht immer alles im Leben gut laufen kann. Es gibt Tage da ist man emotional so schlecht drauf das man selbstmordgedanken pflegt. Auch ich hatte schon welche.
Ich bin nie näher darauf eingegangen, weil ich wahrscheinlich nicht den Mut dazu hatte. Das liegt aber daran das ich nicht weiß was nach dem Tod geschieht.
Ich denke wenn die Menschheit wüßte, daß es ein Leben nach dem Tod im Himmel gibt(also mit Freibier und den ganzen Kram) würden es viel mehr Menschen geben, die Selbstmord begehen würden.
Wär bei mir wahrscheinlich nich anderst. Die heutige Gesellschaft ist zum Teil so krank, verrückt und dergleichen das wir es gar nicht merken!
Meine Biologie Lehrerin hatte mir einmal ein gutes Beispiel gegeben.
Jeder hat eine Wecker, Radiowecker, oder seine Stereoanlage, mit der er sic morgends aufweckt damit er zu seiner Arbeit kommt.
Selbst das ist krank.
Unser biologiscer Rhytmus sagt uns, daß wir aufwachen wenn die Sonne aufgegangen ist, sprich es hell ist. Wir bauen ein Gerät oder Werkzeug, das uns mit lautem Krach weckt, nur damit wir rechtzeitig zur Arbeit kommen. Das ist krank, finde ich.
Zum Selbstmord braucht man eine Menge Mut.
Die Menschen, die Minderheiten in unserer Gesellschaft bilden, begehen viel öfters Sebstmord. Weil sie von unserer Gesllschaft ausgegrenzt werden.
Ich labber zu viel!
Fazit: Wer Selbstmord begeht versucht der Gesllschaft zu entgehen. Er flüchtet in ein „nichts“, und hofft das es dort besser ist. Er zieht den Tod dem Leben vor, weil er sich denkt das Leben ist so schlecht,der Tod kann nur BESSER sein.
Meine Meinung: Es gibt Tage an denen Mann Suizidgedanken ins Auge faßt.
Mein Rat: Den Tag durchstehen, sich abends ins Bett legen, am nächsten Morgen aufstehen, und schon sieht die Welt anders aus. Man denkt nicht mehr an den vergangen Tag.
P.S.: Zwei Männer hatten sich mal unterhalten. Der eine beklagt sich über das schlechte Wetter, da es schon eine Woche durchgehend geregnet hatte. Darauf sagt der andere: Es kann nicht immer regnen!
Denkt darüber nach
MfG
Micha
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hi oliver,
was soll denn das für eine organisation sein, für die die kampagne evtl. angeleiert werden soll? psych. beratung für suizidgefährdete, oder hilfe für angehörige, oder sowas wie aufklärung…?
ich denke auch, dass selbstmordgedanken häufig und weit verbreitet sind: viele denken, wenn sie sich schlecht fühlen, wie es denn wäre, jetzt einfach nicht zu leben… aber nur wenige davon sind wirklich suizidgefährdet.
bestimmt gibt es doch foren für angehörige oder betroffene im web?
selbstmord ist mE kein tabuthema, sondern „nur“ ein kontroverses thema, weil da viele religiöse und ethische wertvorstellungen kollidieren (gott hat dir das leben gegeben, du darfst es nicht rückgängig machen, zieh dich nicht aus der verantwortung, das leben ist ein geschenk, ich darf frei über mein leben - oder meinen tod - entscheiden, überleben um jeden preis ist weniger wert als tod…)
gibt es da nicht ein gedicht, fängt an mit
„der amtmann von tondern…“ (detlev von liliencron???) ist nicht selbstmord, aber die thematik >lieber tot als sklave
Selbstmord bei Albert Camus
Du willst zwar eher die Meinung von verschiedenen Normalos hoeren, doch vielleicht hilft es Dir auch weiter, ein wenig in das Buch „Der Mythos des Sisyphos“ reinzuschauen von Albert Camus, „ein Versuch ueber das Absurde“, in dem trocken versucht wird zu klaeren, warum nur sehr wenige, die keinen Sinn des Lebens erkennen, nicht als Konsequenz Selbstmord waehlen.
Ist nicht so schwarz, wie es sich erstmal anhoert.
Gruessle,
Uli