Selbstmord(versuch) ?!

nundenn ich leg mal gleich los. dieser artikel wird vielleicht etwas härter…

wie fühlen sich menschen, die mehrere selbstmordversuche hinter sich haben ?

angenommen ich hätte die absicht mich umzubringen… .aus welchen gründen auch immer… dann tu ich das auch !! und versuche das nicht nur… wenn ich mir vorstelle nach einem erfolglosen selbsmordversuch in den spiegel zu sehen würde ich jemanden sehen der nichtmal so etwas einfaches wie einen selbstmord hinbekommt… also einen versager auf ganzer linie. sorry leute… aber wer sich ernsthaft, nach reiflicher üüberlegung vornimmt sein leben zu beenden, der sollte das wohl auch beim ersten versuch hinbekommen… und nicht wie ein paar leute die ich kenne mehrere selbstmordversuche hinter ich haben…

andererseits: wenn man einen selbstmordversuch überlebt und sich anschließend fragt warum man das gemacht hat… und keine antwort darauf findet, war der selbsmordversuch auch in gewisserweise erfolgreich…

aber wieso zum humker nocheins schlitzen sich leute 3mal erfolglos die pulsadern auf, etc. in fester absicht (nicht um aufmerksamkeit zu erregen, oder sowas) ihre existenz zu beenden ?
das will ir einfach nicht in den kopf wie man so versagen kann.

nundenn… sehr provokativ… ich seh schon förmlich die fluten von HateMails… tut euch keinen zwang an… :smile:

leider keine wirkliche Antwort
Da ich nicht zu denen gehöre, die schon einen Selbstmordversuch hinter sich haben. Meine bescheidene Meinung: Ein Selbstmord- Versuch ist ein Hilferuf. Ich glaube, daß viele, die es Versuchen, aber nicht schaffen , nicht wirklich sterben wollen. Sondern nur ihre Umwelt auf sich aufmerksame machen wollen, zeigen wollen, wie schlecht es ihnen geht.

Und das auf eine Weise, die keinen Zweifel läßt, wie ernst es ist. Wirklich, endgültig sterben… das wollen sie gar nicht. Wenn sie es wollten, würden sie es tun. Manche Menschen sterben, weil sie es wollen, ohne es sich selbst antun zu müssen.

Ich weiß, diese Antwort ist beileibe nicht ausreichend… vielleicht gibt es andere, die Dir noch mehr sagen können. Nur eines noch:

nundenn… sehr provokativ… ich seh schon förmlich die
fluten von HateMails… tut euch keinen Zwang an… :smile:

Doch, das tut bitte. Ich habe einige Posts von Dir gelesen, und wenn Du auch provokant bist, so bist Du doch nie verletzend. Boshafte oder nicht ernstnehmende Antworten auf Deine Frage möchte ich mir hier im Forum verbitten. :smile: Provokationen halten das Forum am Leben.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Nikanoru,
ja, es ist ein schlimmes Thema, aber wir reden hier auch ueber Vergewaltigungen (z.Zt. im Frauenbrett)und sowieso sind Menschen eben wie sie sind - manche haben die Faehigkeit/den Schaden anderen Leid zuzufuegen, andere fuegen sich selbst Leid zu, wenige gehen soweit, dass sie sich umbringen oder es zumindest „versuchen“. Es ist mir schleierhaft, was Menschen soweit treiben kann. Selbst wenn ich mir vorstelle, dass mir die (fuer mich)schlimmstmoeglichen Dinge wiederfahren und alles zusammenkommt, so kaeme ich doch nie zu der Entscheidung mich umzubringen. Ich wuesste - und die Vergangenheit bestaetigt es mir - dass es wieder besser wird, entweder weil sich meine Psyche auf die neue Situation einstellt und mit ihr leben kann, oder weil (-was nur manchmal moeglich ist)sich die Situation wieder zum Besseren wendet.
Ich kannte 3 „erfolgreiche“ Selbstmoerder. Eine Nachbarin sprang nachts als Nichtschwimmerin von einer Bruecke in einen Fluss, Ein Freund erhaengte sich an einem Zaun (auch er erstickte, da sein Genick nicht brach) und der Bruder einer Freundin warf sich vor die Métro. Alles schreckliche Vorstellungen. Einen Erfolglosen Selbstmoerder kenne ich (meine Tante), die nahm nicht genuegend Schlaftabletten und das auch eine halbe Stunde bevor ihr Mann von der Arbeit kam. Ich gebe Nike und Dir recht, wer wirklich Schlussmachen will, der schafft das auch, aber auch die die es nicht schaffen, muessen schon ganzschoen weit sein und sehr leiden um sich zu dem „Versuch“ durchzuringen.
Gruss,
Marcus

manchmal…
kann es ein heilsamer schock sein - wenn es nicht klappt, obwohl man es sich „vorgenommen“ hatte.*

die größere inkonsequenz besitzen allerdings für mich leute, die non-stop jammern, wie scheiße ihr leben und die welt an sich ist (nicht falsch verstehen: die welt ist es- das eigene leben… nun ja, da zeigt sich dann, wer halt noch glück draus extrahieren kann und zwar in ausreichender menge, daß es eben nicht in widerspruch steht zur grundeinstellung der anderen - war das jetzt verständlich?! :o))

  • und trotzdem weiterleben. denn konsequenterweise müßten sie ja dann wirklich ihre armselige existenz beenden und somit etwas rückgrat beweisen (rein philosophischer schluß)

daß sich aber dann doch meistens jeder an sein leben klammert, kann man so oder so auslegen.
für mich ist das der erste und letzte instinkt und vielleicht ist es gut so.

vermutlich braucht man sich dafür nicht zu schämen, obwohl das so eine sache ist - wo hört das gesellschaftliche tabu auf, wo fängt die selbsta(e)chtung an, etc.
ich mag jedenfalls menschen, die ihr sein ausloten. und wenn ich jetzt nicht schon so viel geschrieben hätte, würde ich noch dazu sagen, daß das mit umkehrschlüssen zu tun hat ;o)

freundliche grüße
kat

*wie nike schon sagte, ein versuch ist ein hilferuf. und wer sichs wirklich vornimmt, zu sterben, der tuts auch.

Hi,

Niemand, der einen Suizid macht oder versucht, will sterben, außer vielleicht einige wenige.

Die allermeisten wollen nicht mehr leben! Wollen das Leben, was sie führen oder führen müssen, nicht mehr. Eigentlich wollen sie ein anderes Leben, ein besseres Leben, als das was sie haben.

Einige wollen das so sehr, daß sie vergessen, daß Menschen im Regelfall nur ein Leben besitzen.

Deine Meinung in Ehren, doch zeugt sie die überwiegende Haltung unserer Gesellschaft gegenüber Menschen, die nicht oder weniger gut mit ihrem Leben klar kommen = sie sind Versager!!

Viele die sich versuchen das Leben zunehmen sind ohnehin der Meinung Versager zu sein. Haltung wie die deine fördern Suizide, weil sie implizit meint, daß für Versager auf dieser Welt kein Platz ist.

MfG Harald

Zu einigen Vorpostings möchte ich anmerken, dass es hier um Menschenleben geht und nicht darum, duch irgendetwas Konsequenz zu beweisen. Wirkliche Verlierer sind doch eher die, die es „schaffen“ - was haben sie davon, Konsequent gewesen zu sein?
Eine Konsequenz ohne Früchte.

Der tatsache, dass die meisten Selbstmordversuche eher eine nein zum derzeitigen leben als eine Ja zum tode sind, stimme ich zu.
Allerdings gibt es noch den Aspekt, dass Männer eher „härtere“ methoden ( erschießen, mit dem Auto gegen einen Baum fahren, Erhängen) und Frauen eher „weichere“ methoden (Tabletten, Pulsadern im rechten Winkel aufschneiden) wählen weswegen sie solche Hilfeschreie eher überleben.

Des weiteren steigt seltsamerweise bei einigen Suizidanten die Stimmung kurz vor dem suizid - man wird gelöstrer, weil der entschluß feststeht. Außerdem spielen eine reihe anderer Vorstellungen noch eine Rolle - z.b. wenn man durch den eigenen tod jemanden „bestrafen“ möchte, eine Kränkung zurückgeben usw.