Hallo,
ich will nicht alles auseinanderpflücken… aber Aussagen wie „die wenigsten Menschen machen dieses und jenes“, „aber sofort Panikmache?“, „ich glaube (…) was sie am Nötigsten braucht“ halte ich für Betroffene (nämlich den Freunden und Verwandten von Lebensmüden) sehr unbedacht.
Wenn mir jemand schriftlich gibt sein Leben ein Ende setzen zu wollen, ich die Information habe, dass er Insulin o.ä. da hat… dann geh ich den radikalen Weg.
ICH will nicht die nächsten Jahre mit irgendwelchen Selbstvorwürfen leben. Wer mir so etwas zumutet, dem mute ich gerne den Notarzt und die damit verbundenen Unahnnehmlichkeiten zu. Das hat nichts mit Panik zu tun, eher vorrausschauender Eigenschutz.
Wer sich umbringen will, soll das tun. Aber bitte nicht mir vorher eine Verantwortung aufbürden
Du kennst die Ursprungsposterin nicht… und schon gar nicht deren lebensmüde Freundin.
Vielleicht wäre es ja das erste mal, dass du davon liest, jemand habe doch per E-Mail seinen (anschließend „erfolgreichen“) Suizid vorher angekündigt…?
Und vielleicht kann es auch sein, dass die Zahl der ungeklärten, nicht- natürlichen Todesfälle mit Hinweis auf Suizid deutlich niedriger ist, als die Zahl der Abschiedsbriefe/Hilferufe/etc. + Suizid?
Wer weiss… wer weiss…
Und vielleicht möchte die Ursprungsposterin auch keine Verantwortung aufgebürdet bekommen, sondern das Wissen und das Gefühl alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben?
Ein bisschen kümmern ist sicher nicht falsch… sofern man sich in der Lage sieht, die Situation 100% einschätzen zu können und man die oft jahrelang quälenden Folgen der eigenen Fehleinschätzung, Überforderung, etc. in Kauf nehmen würde.
Mit Grüßen
Simone