Hallo,
was könnte die Ursache sein, dass ich seit ein bis zwei Monaten einen großen Teil meiner Arbeitszeit damit verbringe, mich zur Arbeit aufzuraffen statt wirklich was zu tun? Und was kann ich dagegen tun?
Die Arbeit ist die selbe (machte ich bislang eigentlich ganz gerne), die Kollegen sind alle fair und soweit ich das beurteilen kann motiviert, nur ich kämpfe täglich damit, dass mich das Ganze nicht mehr besonders interessiert. Natürlich ist es hier wie wohl überall kostenorientierter usw. usf. geworden, aber das hat mich bislang ja auch nicht demotiviert.
Früher machte ich mir nicht so viele Gedanken, heute verbringe ich die halbe Zeit damit, auf den diversen Servern nach „Zukunftsplänen des Managements“ zu suchen (natürlich erfolglos
, obwohl wir bislang über Veränderungen immer rechtzeitig und umfassend informiert wurden, ich also keine Bedenken haben müsste.
2 Wochen Urlaub (= Abstand) haben auch nichts genützt und ich bin nun ein bisschen ratlos, wie ich wieder zu meiner „alten Form“ zurückfinden kann.
viele Grüße
muddle
Hallo,
könnte es vielleicht helfen, sich über den Umfang seines Aufgabenbereiches genauestens Gedanken zu machen und die einzelnen Arbeitsschritte täglich zu erfassen? Sich sozusagen selbst dazu anzuhalten seine berufliche Tätigkeit zu reflektieren.
Dies liefe darauf hinaus, einfach nur auf den notwendigen Zufall für sein berufliches Glück etwas besser als wie bisher vorbereitet zu sein.
Dann würde sich eine Stellenbeschreibung verbunden mit einem Tätigkeitsauslastungsprofil empfehlen.
guvo
Hallo Muddle
Früher machte ich mir nicht so viele Gedanken, heute verbringe
ich die halbe Zeit damit, auf den diversen Servern nach
„Zukunftsplänen des Managements“ zu suchen (natürlich
erfolglos
, obwohl wir bislang über Veränderungen immer
rechtzeitig und umfassend informiert wurden, ich also keine
Bedenken haben müsste.
Es scheint, dass Du Angst um Deinen Job hast. Irgendwann hast du
offenbar das Vertrauen verloren, dass Du rechtzeitig informiert
wirst. Wenn es einen Wechsel im Management gegeben hat, ist das
vielleicht der Grund.
Du befindest Dich in einem Teufelskreis: Je weniger Du leistest, umso
grösser wird Dein Risiko und umso grösser wird Deine Unsicherheit.
Wenn es Dir nicht selber gelingt, diesen Teufelskreis aufzubrechen,
können Dir Gespräche vielleicht helfen (Freunde/Mitarbeiter).
Du kannst auch versuchen, Dich nach einem anderen Job umzusehen.
Wichtig scheint mir, dass Du jeden Tag versuchst, Deine Unsicherheit
ein bisschen mehr zu überwinden. Halte Dir vor Augen, dass alles, was
Du (mehr) leistest positiv für Dich und die Firma ist. Das ist so wie
mit dem halbvollen und halbleeren Glas.
Dein Posting scheint nicht so verzweifelt, dass ich den Weg zum
Therapeuten suchen würde. Kann aber sein, dass ich mich täusche.
Viel Glück
Heinz
Für mich hört sich das nicht direkt nach einem Motivationsproblem an. Du gibst ja direkt an, dass du dir Sorgen um deine Zukunft machst. Es gibt natürlich einige Strategien zur Selbstmotivation, aber ich denke, sie werden dir in deiner Situation wenig nützen. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, rate ich dir dazu, das Gespräch mit deinen Vorgesetzten zu suchen. Wenn du (verständlicherweise) nicht angeben willst, dass du dir um deine persönliche Zukunft unsicher bist, dann such doch das Gespräch über die Zukunft des Unternehmens. Vielleicht kannst du dich auf diese Weise etwas absichern.