Selbstreinigungssysteme bei Backöfen

Hallo,

ich muß mir einen neuen Backofen kaufen. Inzwischen gibt es Selbstreinigungssysteme (mal heißt es „active clean“, mal „Pyrolise“, usw.), die sich in der Beschreibung super anhören. Wenn ich daran denke, wie mein Backofen nach der Weihnachtsgans aussah …

Mir ist klar, daß die viel Strom verbrauchen. Insofern ist dies wohl kaum etwas für die „tägliche“ Anwendung. Für besondere Verschmutzungen aber würde mich so etwas schon reizen. Hat jemand damit schon Erfahrung? Wie gut sind die Systeme wirklich in der Praxis?

Über die Schilderung Eurer Erfahrungen würde ich mich freuen!

Gruß, Eva

Moien

Für
besondere Verschmutzungen aber würde mich so etwas schon
reizen. Hat jemand damit schon Erfahrung?

Grobe Überreste müssen vorher raus. Und die Bleche kann man nur einzeln reinigen. Das macht die Sache uninteressanter. Aber eingebrandte Spritzer verwandeln sich wirklich nach 4-6 Stunden in Asche.

Wie gut sind die
Systeme wirklich in der Praxis?

Es hängt von der Temperatur und der Qualität der Beschichtung ab. Gaggenau fährt 485°C und hat eine recht effektive, als Katalysator arbeitende Beschichtung. Bei denen muss man wirklich nur die Asche rausfegen.

cu

Hallo Eva,

als ich wir uns einigen Jahren einen neuen Herd zulegten, haben wir ganz bewusst auf die Selbstreinigung verzichtet. Kleinere „Unfälle“ (dafür sind die meisten Selbstreinigungen ausgelegt) bekommt man leicht weggewischt, wenn man es sofort macht, wenn das Backrohr abgekühlt ist. Größere „Probleme“ schafft die Selbstreinigung eh nicht und ich muss zu den üblichen Mitteln greifen.

Der Herd hat ansonsten alle „Schikanen“ die man sich bei einem Herd wünschen kann und hat mehr als 6.000 DM gekostet. Aber ich habe es noch NIE bereut, die (in Relation) paar Mark für die Selbstreinigung nicht eingesetzt zu haben.

Für die Backofenreinigung benutze ich ein Mittel (Collo Clou www.collo.de) das ist geruchlos, muss nicht erhitzt werden. Einsprühen, einwirken lassen und „Schlimmeres“ mit dem Ceranschaber abschaben, auswischen und fertig. Mein Backofen, meine Bleche und mein Rost sehen auch heute noch, nach fast 9 Jahren extensiven Gebrauch, wie neu aus. Lediglich in Ecken und Kanten, wo man beim Auswischen schlecht hin kommt, sieht man, dass er schon mal benutzt wurde.

Sollte mein Herd irgendwann den Geist aufgeben oder wegen einer neuen Küche einem neueren Teil weichen, werde ich wieder ohne Selbstreinigung kaufen. Die soll, so ist es bei einer Freundin von mir, sowieso recht störanfällig sein.

Gruß
Ingrid

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Hallo Eva,

Insofern ist
dies wohl kaum etwas für die „tägliche“ Anwendung.

Schtümmt.

Für
besondere Verschmutzungen aber würde mich so etwas schon
reizen. Hat jemand damit schon Erfahrung? Wie gut sind die
Systeme wirklich in der Praxis?

so eine Pyrolyse ist schon recht effektiv, aber ich hab sie in den fünf Jahren des Ofenbesitzes nur rund zehn mal verwendet. Sehr viel öfters sollte sie auch nicht verwendet werden, weil sie doch recht materialbelastend ist.
Auf den Zähler solltest Du aber nur auf einem Stuhl sitzend schauen :wink:

Gandalf

Hi,

habe selbst einen AEG-Competence Herd mit Pyrolyse und möchte ihn nicht missen.
Es stimmt schon, so oft benutzt man sie nicht und auch der Zähler rauscht, aber bei richtiger Verschmutzung nach grossen „Koch-Orgien“ ist das eine echte Erleichterung. Ich habe bisher noch keinen Backofenreiniger gefunden, der wirklich was taugt. Einziger Nachteil: alle Teile wie Backbleche oder Backauszüge müssen vorher entfernt werden, die halten die Hitze nicht aus.
Im allgemeinen bin ich schon umweltbewusst, spare Energie etc., doch ab und an darf es auch mal ein bisschen Luxus sein. Und ob die vielen Reiniger und der Wasserverbrauch umweltfeundlicher sind, bleibt dahingestellt.

Gruss
Sigrid

Hallo,

danke für Eure Hinweise! Werde mir das wohl nochmal kritisch durchdenken …

Viele Grüße, Eva