Hallo,
leider ergab meine Suche keinen Erfolg.
Ich suche eine selbstrückstellende Temperatursicherung, welche bei ca. 50°C auslöst (auf keinen Fall mehr als 55°C), aber für mindestens 10 A ausgelegt ist. Geschützt werden muß ein Motor (Gleichspannung, 27 V). Besonders nett fände ich noch einen Zusatzkontakt, welcher im Auslösefall schließt und so einen Alarm auslösen kann. Allerdings läßt sich diese Funktion auch anders ganz leicht lösen.
Gruß
André
Hallo André,
Ich suche eine selbstrückstellende Temperatursicherung, welche
bei ca. 50°C auslöst (auf keinen Fall mehr als 55°C), aber für
mindestens 10 A ausgelegt ist. Geschützt werden muß ein Motor
(Gleichspannung, 27 V).
Hier liegt das Problem. Bei gleichspannung entstehen Lichbögen, welche die Kontakte verschweissen können, deshalb sind hier spezielle Kontaktkonstruktionen nötig.
Am ehesten wirst du etwas bei den Autoteilen finden, oder du nimmst einen ganz normalen Thermostaten und schaltest damit ein Relais, am einfachsten auch eines aus der Auto-, bzw. Lastwagen- (24V) Elektrik.
Besonders nett fände ich noch einen
Zusatzkontakt, welcher im Auslösefall schließt und so einen
Alarm auslösen kann. Allerdings läßt sich diese Funktion auch
anders ganz leicht lösen.
Ist mit einem Relais kein Problem.
MfG Peter(TOO)
Hallo,
Hier liegt das Problem. Bei gleichspannung entstehen
Lichbögen, welche die Kontakte verschweissen können, deshalb
sind hier spezielle Kontaktkonstruktionen nötig.
Eben.
Am ehesten wirst du etwas bei den Autoteilen finden, oder du
nimmst einen ganz normalen Thermostaten und schaltest damit
ein Relais, am einfachsten auch eines aus der Auto-, bzw.
Lastwagen- (24V) Elektrik.
Nun gut, dann muß wohl doch eine kleine Platine mit Mini-Elektronik dran, die ein Relais bedient.
Problem (warum auch nicht?), die Umgebung ist mit viel Feinstaub gesättigt, dürfte aber mit einem staubdichtem Relais kein so großes Problem werden. Ich sehe eher ein Problem, weils rüttelt und schüttelt.
Die originale Lösung war eben eine nichtrückstellbare Temperatursicherung, die leider erst nach Stinken des Motors angesprochen hat (weil falsch montiert). Der Motor hats überlebt, die Sicherung nicht.
Nun hatte ich, um den Aufwand zu begrenzen, an eben einen Ersatz der nichtrückstellenden (=Schmelzsicherung) gedacht, wollte es aber besser machen, nur leider gibts die Schmelzsicherung erst ab 72°C Ansprechtemperatur (und selten für 10 A), was dem Motor mit Sicherheit nicht bekommt. Wo bekomme ich nun so ein Teil her. Originalteil ist nicht zu bekommen (vielleicht in USA, aber sauteuer, wirklich sauteuer). Es handelt sich übrigens um eine Poliermaschine (für Bodenbeläge).
Gruß
André
Hallo André,
Nun gut, dann muß wohl doch eine kleine Platine mit
Mini-Elektronik dran, die ein Relais bedient.
Also eine Thermosicherung und ein Relais. Da brauchst du doch keine Platine zu. Die Autoelektrikteile haben alle Steckanschlüsse.
Problem (warum auch nicht?), die Umgebung ist mit viel
Feinstaub gesättigt, dürfte aber mit einem staubdichtem Relais
kein so großes Problem werden. Ich sehe eher ein Problem,
weils rüttelt und schüttelt.
Gerade ein Kfz-Relais ist für schütteln gemacht !!
MfG Peter(TOO)
Hallo Andre
Ich hab mal ein Teil gesehen, das bestand aus einem Bimetall mit Relais-Kontakten.
Um das Bimetall war ein Heizdraht gewickelt. Die Funktionsweise sollte hiermit klar sein, und das Teil ist auch nicht so teuer.
Allerdings weiß ich nicht wo man sowas bekommt, und ob es nicht andere Elemente gibt.
Was den Lichtbogen betrifft, ist es übrigens gleichgültig, ob es Gleich- oder Wechselstrom ist. Die Kontakte müssen nur schnell genug und weit genug auseinander gehen/ und Materialfrage.
MfG
Matthias
Hallo Matthias,
Was den Lichtbogen betrifft, ist es übrigens gleichgültig, ob
es Gleich- oder Wechselstrom ist. Die Kontakte müssen nur
schnell genug und weit genug auseinander gehen/ und
Materialfrage.
Witzbold!
Genau das macht ja den Unterschied !!
Bei 50Hz Wechselstrom, löscht der Lichtbogen nach 10ms, bei Gleichstrom kann er sogar stehen bleiben.
Bei Gleichstrom löscht man den Lichtbogen meist mit entsprechend ausgebildeten Kammern oder man bläst ihn mit einem Permanantmagneten aus.
Und eben das Kontaktmaterial.
Für sehr kleine Ströme muss man ein ganz anderes Kontakmaterial verwenden als bei Grossen. Auch bei Wechselspannung macht es einen Unterschied ob eine ohmsche oder eine induktive Last geschaltet werden soll.
Aber für was die Kontakte ausgelegt sind, steht im Datenblatt und da hat André eben nichts passendes gefunden.
MfG Peter(TOO)
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Hallo auch
Mit dem „Witzbold“ bin ich nicht einverstanden.
Was den Lichtbogen betrifft, ist es übrigens gleichgültig, ob
es Gleich- oder Wechselstrom ist. Die Kontakte müssen nur
schnell genug und weit genug auseinander gehen/ und
Materialfrage.
Witzbold!
Genau das macht ja den Unterschied !!
Bei 50Hz Wechselstrom, löscht der Lichtbogen nach 10ms, bei
Gleichstrom kann er sogar stehen bleiben.
Das ist nicht bei thermischem Plasma bei Normaldruck der Fall. Eine Gasentladung stoppt nur in speziellen Gasentladungslampen wie die Neonröhre. Elektrisches Schweißen, und das ist hier die Gefahr, kann man sowohl mit Wechselstrom und Gleichstrom gleichermaßen.
Es gibt nur einen Unterschied verursacht durch effektive Spannungen und Spitzenspannungen, und letztere sind bei Wechselstrom eher höher.
Und eben das Kontaktmaterial.
ab hier stimmen wir wohl überein…
Für sehr kleine Ströme muss man ein ganz anderes
Kontakmaterial verwenden als bei Grossen. Auch bei
Wechselspannung macht es einen Unterschied ob eine ohmsche
oder eine induktive Last geschaltet werden soll.
Bei Relais und ähnlichen Schaltern ist der praktische Unterschied aber relativ gering, wesentlich geringer als bei Halbleitern.
MfG
Hallo Matthias,
Das ist nicht bei thermischem Plasma bei Normaldruck der Fall.
Eine Gasentladung stoppt nur in speziellen Gasentladungslampen
wie die Neonröhre. Elektrisches Schweißen, und das ist hier die
Gefahr, kann man sowohl mit Wechselstrom und Gleichstrom
gleichermaßen.
Es gibt nur einen Unterschied verursacht durch effektive
Spannungen und Spitzenspannungen, und letztere sind bei
Wechselstrom eher höher.
Der Kontaktabbrand ist aber bei Gleichstrom trotzdem höher.
Du darfst das Problem nicht statisch betrachten.
Wenn du Gleichstrom unter Last schaltest hast du bei jedem Schaltvorgang die gleichen Bedingungen (Spannung/Strom) und es entsteht bei jedem mal ein Lichtbogen.
Da ein Relais, bezogen auf 50Hz, eine recht grosse Schaltzeit hat schaltet es, bezogen auf den Augenblickswert von Strom und Spannung zu allen möglichen Zeitpunbkten, wodurch nicht jedesmal ein Lichtbogen entstehen kann.
Dein Vergleich mit dem Schweissen hinkt etwas, da hierbei der Kontaktabstand konstant gehalten wird, was bei einem Kontakt ja gerade nicht der Fall ist.
Für sehr kleine Ströme muss man ein ganz anderes
Kontakmaterial verwenden als bei Grossen. Auch bei
Wechselspannung macht es einen Unterschied ob eine ohmsche
oder eine induktive Last geschaltet werden soll.
Bei Relais und ähnlichen Schaltern ist der praktische
Unterschied aber relativ gering, wesentlich geringer als bei
Halbleitern.
Hast du eine Ahnung. Zum Thema Kontaktmaterial wurden schon ganze Dissertationen geschrieben.
Mit haben einmal ein paar Elektriker eine Handsteuerung an eine Maschine gebastelt. Der PT100 wurde mit einem Schützen umgeschaltet !!
Das Problem war dann die ungenaue Temperaturführung …
Für kleine Ströme und Spannungen (µA/mV) benötigt man ein weiches Kontaktmaterial (meist Gold oder Quecksilber) dieses ist aber nicht für Ströme im Ampere-Bereich verwendbar.
SDS-Sauer hatte ein Patent auf einen dreischichtigen Kontakt. Allerdings konnte der Kontakt nicht mehr für kleine Ströme/Spannungen verwendet werden, wenn man einmal grössere Ströme damit geschaltet hatte.
MfG Peter(TOO)