Selbstständig + angestellt -> privat krankenver

Hallo zusammen,

ich bin seit November 2006 halbtags im öffentlichen Dienst nach TVÖD
beschäftigt.
Seit 1999 bin ich aber (eigentlich mehr als Nebenjob zu Schule und
Studium) selbstständig.
Bisher war ich immer gesetzlich mitversichert über die Eltern.
Nun interessiere ich mich aber dafür, mich privat
krankenzuversichern. Mein Berater sagte mir, ausschlaggebend sei, wo
meine Bruttoeinkünfte höher sind.
Zunächst die Frage: ist das korrekt?
Er meinte weiter, ich müsse dann zu meiner GKV gehen (derzeit die
Techniker) und mich auf den Status „freiwililg versichert“ setzen
lassen.
Ist das die richtige Vorgehensweise?

Dann aber die Hauptfrage: welcher Zeitraum ist für den Vergleich, wo
ich mehr verdiene, entscheidend? Würde man beispielsweise nur das
erste Quartal heranziehen, wäre das ziemlich klar die
Selbstständigkeit (ziemlich genau doppelt soviel wie der Bruttowert
der nicht-selbständigen Tätigkeit).

Bin dankbar für eure Hilfe!
Daniel

Er meinte weiter, ich müsse dann zu meiner GKV gehen (derzeit die
Techniker) und mich auf den Status „freiwililg versichert“ setzen
lassen.
Ist das die richtige Vorgehensweise?

Man kann sich nicht von der KK „freiwillig versichert setzen lassen“. Man kann die Feststellung des Status veranlassen, aber die Entscheidung fällt die GKV nach dem SGB, das kann man nicht nach Gutdünken selber festlegen.

ich mehr verdiene, entscheidend? Würde man beispielsweise nur
das erste Quartal heranziehen, wäre das ziemlich klar die

Ein Quartal ist mit Sicherheit nicht ausreichend, außerdem muß man auch begründen können, dass dieser Einkommensunterschied in Zukunft fortdauert.

Selbstständigkeit (ziemlich genau doppelt soviel wie der Bruttowert
der nicht-selbständigen Tätigkeit).

Bekommst Du da nicht auf Dauer Ärger mit dem AG ?

Bin dankbar für eure Hilfe!

Also: Ganz so einfach, wie man es dir geschildert hat, ist es nicht. Nimm erst mal Kontakt zu Deiner KK auf.

Ich arbeite momentan nur halbtags, die Selbstständigkeit hatte ich
schon vor der Anstellung, der Dienstherr weiß also Bescheid und
angezeigt ist es auch.

Aber dann werde ich mich mal vertrauensvoll an die TK wenden. Hätte ja
sein können, dass es konkrete Werte gibt, und genau danach hatte ich ja
gefragt, weil ich eben auch denke, dass es nicht so einfach ist.

Daniel

Aber dann werde ich mich mal vertrauensvoll an die TK wenden.
Hätte ja
sein können, dass es konkrete Werte gibt, und genau danach
hatte ich ja
gefragt, weil ich eben auch denke, dass es nicht so einfach
ist.

Es gibt keine konkreten Werte - wenn Du ein Ergebnis willst (ein bestimmtes) dann solltest u nicht zur TK gehen, sondern zu einem Berater, der sozialversicherungsrechtliche Beurteilungen begleitet. Dann kann man das gewünschte Ergebnis in einem gewissen Umfang beeinflussen.

Du darfst mit denen nicht reden, weil die Dich pflichtig wollen! Die werden die gewünschten Antworten schon erzeugen - durch Fragen!

Hast Du Angestellte?

Achtung - ganz wichtig - nimmt Dich die PKV auch zu der Du willst? Zu welcher willst Du? Kein Porzellan zerschlagen solange nicht alles gklärt ist!

Thorulf Müller

Hallo Thorulf,

bin im Moment ja noch in der Entscheidungsphase, daher kann ich noch
nicht genau sagen, welches meine favorisierte Private ist. Habe im
Moment nur mit der Barmenia Kontakt gehabt.

Ja, habe momentan zwei geringfügig Beschäftigte und einer der ab und
an was macht auf 400 Euro Basis.

Daniel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

bin im Moment ja noch in der Entscheidungsphase, daher kann
ich noch
nicht genau sagen, welches meine favorisierte Private ist.
Habe im
Moment nur mit der Barmenia Kontakt gehabt.

Das ist falsch - nicht mit den Gesellschaften reden, weil Du nachher nicht mehr weißt wo vorne und hinten ist.

Die Beratung beginnt mit der Analyse der Bedürfnisse und den möglichen Leistungsarten. Daraus ergibt sich ein Profil und einige Tarife und Gesellschaften. Dann selektiert man aus! Vorher muss man den Gesundheitsstatus erfassen und bewerten!

Ja, habe momentan zwei geringfügig Beschäftigte und einer der
ab und
an was macht auf 400 Euro Basis.

Da geht was - man klärt das Thema PKV, dann ob man aus der GKV raus will - dann hole ich Dich raus!

Thorulf Müller

Hallo Thorulf,
ich streite mich ungern mit dir, aber das war nun nicht gerade die
feine englische Art. Was die Krankenkassen wollen und dürfen, das ist immer noch ein Unterschied, also unterstelle bitte der TK nicht, dass
sie eine Art „Rechtsbeugung“ begeht.
Gruß
Günter Czauderna

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Hallo Thorulf,
versprich nicht, was Du evtl. nicht halten kannst.
Gruß
Günter Czauderna

Hallo Guenter,

ich habe schon einige Gespräche und Fälle abgewickelt. ich unterstelle nicht Rechtsbeugung, sondern Ermessensspielraum, der in einer bestimmten Art und Weise ausgelegt wird - nicht im Sinne der KV Freiheit!

Thorulf Müller

Aktueller Fall: Azubi wird wegen paraleller GGF Tätigkeit in eigener GmbH für Versicherungsfrei erklärt und rausgeworfen!!!

Grund: SV Beurteilung der GGF Tätigkeit - Ergebnis Versicherungsfrei! Azubi wird ignoriert!

Was ist das? Korrekte Anwendung von Gesetzen???

Hallo Guenter,

ich verspreche nichts - ich schffe Fakten und dann wird geprüft! Wenn man des Ergebnis im Sinne eines Ziels kennt, muss man die entsprechenden Maßnahmen ergreifen bevor die Prüfung beginnt!

Thorulf Müller

Hallo Thorulf,
der von dir beschriebene Fall kam mir vor ein paar Monaten
selbst vor die „Flinte“.
Der junge Mann war mit 50% an der GmbH. beteiligt und wurde als
GF. geführt - der war einwandfrei selbständig !!!
Hinzu kam noch der Umstand dass sein Vater ebenfalls mit 50%
beteiligt war, aber weiterhin als Renter pflichtversichert blieb.
Also, die wirklich kniffligen Fälle sind die, bei denen eine
Beteiligung unter 50% vorliegt und die GF.-Tätigkeit in der
GmbH. nicht unbedingt von wirtschaftlicher Bedeutung sind -
da muss man schon Urteile wälzen um eine sachgerechte Entscheidung
zu treffen - und das tun wir, denn wir profitieren nicht unmittelbar
von der Frage Versicherungspflicht oder Versicherungsfreiheit.
Nicht jeder der Versicherungsfrei ist oder wird, will auch in die
PKV wechseln !!
Gruß
Czauderna

Hallo Thorulf,
da hast sicher recht - solange es legal bleibt ist dagegen auch nichts
zu sagen.
Gruß
Czauderna