Selbstständig machen als Franchisenehmer

Hallo Leute,
ich habe da mal eine Frage. Ich freue mich sehr wenn mir da jemand weiterhelfen kann. Ich habe dieses Jahr meine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel abgeschlossen und möchte mich selbstständig machen indem ich mich einen Franchiseunternehmen anschließe. Mein Problem ist das ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Soll ich gleich mit einem Franchiseunternehmen Kontakt aufnehmen? Oder erstmal zu einen Berater gehen? Würde mich über antworten sehr freuen!

Servus,

ich glaube, ich täte mit der Suche auf die Antwort nach einer Frage anfangen - die Frage heißt: Was gibt der Franchisegeber nach draußen? Seine Ertragserwartungen oder vielleicht doch eher das Gegenteil? Was können die Franchisenehmer besser als er selber - etwas muss es sein, eigene Chancen und Möglichkeiten nutzt man doch eigentlich lieber selber?

150m von hier ist eine „Subway“-Bude, in der ich bloß während der WM einmal mehr als drei Kunden gesehen habe.

Schöne Grüße

MM

Zunächst einmal gründlich informieren!
Hallo …

zunächst sollten Sie sich einmal informieren, welche Angebote es am Markt gibt und welche Angebote sich mit Ihren Fähigkeiten, Interessen und finanziellen Möglichkeiten decken.

Informationen gibt es über den Deutschen Franchise Verband und über die Franchisemessen, hier kann man wunderbar Informationen sammeln und sich einen ersten Überblick verschaffen.

Wenn es dann ans Eingemachte, sprich die Finanzierung geht, sollten Sie sich einen unabhängigen Berater suchen (Vorgespräche führen und vertraglich festlegen, was Sie möchten und was er zu leisten hat) das ins Auge gefasste System auf Machbarkeit und Tragfähigkeit hin abklopfen und sich eine vernünftige Finanzierung aufbauen lassen.

Die meisten Franchisesysteme haben zwar eigene Berater, diese sind jedoch vom Franchisesystem abhängig und stehen nicht auf der Seite des Franchisenehmers, sondern vielmehr auf der Seite des Franchisegebers.

Man hat direkt nach der Ausbildung meist noch nicht so viel Erfahrung im Geschäftsleben gesammelt und hält die vollmundigen Aussagen der Vertriebler für hilfreiche Worte, das ist aber meist nicht so, die wollen nur Ihr Bestes… Ihr Geld.

Denen sollten Sie nicht auf den Leim gehen, viele Unterlagen von Franchisesystemen sind schön gerechnet, sehen optisch toll aus, aber die Vertriebler werden nach 2-3 gezielten Fragen sehr schnell nervös. Oftmals müssen sie sich dann schnell mal um einen anderen Kunden kümmern, um Zeit zu schinden in der sie über eine Antwort nachdenken können.

Viel Erfolg!

MfG
BEBOUB

Hallo,

ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen, da ich selbst Franchisenehmer bin. Ich kann natürlich nur das beurteilen was ich selbst erlebt habe und muss sagen ich wäre ohne Franchise besser dran gewesen.

Die im Vorfeld vom Franchisegeber verkündeten Vorteile des Systems waren nicht vorhanden bzw. brachten keinerlei Wettbewerbsvorteile. Das Meiste war schöngeredet und konnte nur nicht gekontert werden weil die Franchisenehmer in der Regel über viel zu wenig Erfahrung verfügen um das Angebot Objektiv zu beurteilen. Die Werbemaßnahmen die der Franchisegeber über den Werbepoolbeitrag finanziert sind eher zur Anwerbung von neuen Franchisenehmern geeignet und nutzen den bestehenden Franchise(partnern?) herzlich wenig.

Ich habe so gut wie keine Leistungen vom Franchisegeber in Anspruch genommen (außer Erstausrüstung) da ich alle angebotenen Leistungen am freien Markt besser (Qualität) und z.T. auch günstiger gefunden habe. Dabei hatte das Glück das der Vertrag auch den Zukauf bei anderen Anbietern zuließ (ist heute geändert).

Mittlerweile habe ich meinen eigenen Lieferantenstamm aufgebaut, arbeite mit eigenen Dienstleistern zusammen und trage nur noch den Namen des Franchisesystems und muss (leider) noch ein halbes Jahr zahlen, dann bin ich aus dem System raus und mach unter eigenem Namen weiter (und kann das Geld für die Franchisegebühr für die eigen Altersabsicherung einsetzen). Das ist meine Erfahrung bei einem bestimmten Franchisesystem und soll in keinem Fall die gesamte Franchiseidee verteufeln.

Wichtig ist es sich vorher zu erkundigen und einen kompetenten, in geschäftlichen Dingen erfahrenen, seriösen Berater zu konsultieren, der kostet zwar auch Geld, aber meist viel weniger als ein geschäftlicher Reinfall mit eventuellem Totalverlust.

Viel Erfolg.

Was für eine Art Gewerbe soll es denn ungefähr sein?

Ich habe schon Fälle erlebt, in denen potentielle Selbstständige sich informiert hatten,
was Franchisegeber (für wieviel Geld) anbieten.

Danach wurde das Ganze (dann ohne den bekanntenn Namen) nach sorgfältiger Planung
erfolgreich und ohne Franchisegebühr selbst angegangen.

Gruß JoKu