Selbstständig machen

Hallo liebe Leute

Wir haben da ein paar fragen an sie.Und zwar, wir möchten uns
selbsständig machen.Zuerst einmal zu uns,meine Lebens-
gefährtin ist Hausfrau und hat keine Ausbildung und auch
keinen Meister.Ich bin gelernter Berufskraftfaher.Habe
13 Jahre lang als Fenstermontuer gearbeitet und seid
ungefähr 5 Jahre bin ich als Maler,Fliesenleger und Bodenleger
beschäftigt.Da ich Privatinsolvenzt habe muss das Gewerbe
auf meiner Lebensgefährtin laufen.Ich möchte alle arbeiten
wie beschrieben das heißt Maler,Fliesenleger,Bodenleger
selbständig ausüben.Meine fragen.

1.Wie mache ich das mit dem Gewerbe? Auf meiner Partnerin
2.Wo muss ich mich überall melden?/ ihk/hwk/bgs
3.Muss ich ein konzept erstellen,wenn ja wie geht es?
4.Ich habe gehört mann kann das über das Gewerk Holz
und Bautenschutz laufen lassen.Oder Hausmeister?
5.Öffentliche mittel bekomme ich nicht da kein Eigenkapital.
6.Wie kann ich das machen ohne Meister?
7.Wie mache ich was zuerst?

Bitte um Verständnis denn wir waren noch nie selbständig,
und wissen leider noch nicht viel darüber.

Wir bedanken uns im vorraus für ihre Hilfe

Hallo Udo,
am besten waere es, du wuerdest Dich mit einem Profi, wie Gruendungs- oder Unternehmensberater, zusammen setzen und alle Punkte durchgehen.
Die Fragen lassen sich nicht so nebenbei im Forum beantworten, weil hier auch jede Menge Rueckfragen notwendig waeren.
Eine Privatinsolvenz hat nicht zwangslaeufig ein Gewerbeverbot zur Folge. Das ist der erste Punkt, der geklaert werden muesste.
Dass deine partnerin ein gewerbe anmeldet, ist theoretisch auch moeglich. Aber alle Einzelheiten sollten wirklich mit einem Fachmann besprochen werden.

Zu den handwerklichen Taetigkeiten:
Was ohne Meisterbrief erlaubt ist, findest Du in dieser Aufstellung
http://www.hwk-trier.de/download/1-14-nr2.pdf
unter „Handwerksähnliche“ .
Lies Dir auch mal einzelne kapitel im bereits genanten E-Lancer-Ratgeber
http://www.e-lancer-nrw.de/ratgeber_old/frameset.html durch, gilt auch allgemein fuer Unternehmensgruendungen.

In vielen Staedten gibt es kostenlose Existenzgruenderberatungen und -seminare.
Erkundige Dich mal bei der Wirtschaftsfoerderstelle, eventuell Landeswirtschaftsministerium, danach. Oder Du nennt Deinen Ort oder Kreis hier im Forum, um Dir einen Tipp geben zu koennen.
Gruss, Petersen

hallo udo

wenn es sich um handwerk handelt,dann geh als erstes zur zuständigen handwerkskammer,das kostet nichts,trag dort dein anliegen vor.am besten schreibst du dir alles auf,was dir einfällt zu dieser selbständigkeit,damit nichts „verloren geht“.nimmst du 'nen unternehmensberater in anspruch kann es ein paar tausend euro kosten,wenn es dann richtig losgeht mit der beratung.

gruß ökotante

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Hallihallo

1.Wie mache ich das mit dem Gewerbe? Auf meiner Partnerin

Das Gewerbe wird auf dem Amt angemeldet. Kostet rd. 10 Euro. Allerdings wird es wohl nicht zwingend notwendig sein, das Gewerbe auf deine Frau anzumelden, da eine Privatinsolvenz kein Hindernissgrund ist. Frag doch mal deinen Insolvenzverwalter. Wovon lebst du denn derzeit? Wenn du Arbeitslosengeld bekommst, kannst du dich vom AA fördern lassen. Stichwort Ich-AG

2.Wo muss ich mich überall melden?/ ihk/hwk/bgs

Die kommmen, leider, von alleine. Inwiefern du allerdings einen Meisterbrief brauchst, ist mir nicht bekannt. Infos gibt die IHK. Oder die Liste anschauen, die ich in einem der vorherigen Postings gefunden habe.

3.Muss ich ein konzept erstellen,wenn ja wie geht es?

Erstelle einen Businessplan. Beispiel findest du hier:
http://www.dvcg.de/businessplan/BusinessPlan.doc

oder gib bei google „wie erstelle ich einen Businessplan“ ein. Da kommen über 200 Treffer.
Enthalten sollte der Businessplan z.B.: Gründungs- und Vorhabensbeschreibung, Absatz-und Zielgruppenanalyse, Konkurenzanalyse, Einnahmekalkulation, Personalplanung, Marketing. Wenn du den Plan fertig hast, fragst du hier am besten, ob sich den einer durchliest.

4.Ich habe gehört mann kann das über das Gewerk Holz
und Bautenschutz laufen lassen.Oder Hausmeister?

Sorry, keine Ahnung

5.Öffentliche mittel bekomme ich nicht da kein Eigenkapital.

FÖrdermittel werden über die Hausbank beantragt. Aber ohne EK siehts tatsächlich mau aus. Fragen kostet aber nichts. Die wollen allerdings einen Businessplan.

6.Wie kann ich das machen ohne Meister?

Fragst du IHK.

7.Wie mache ich was zuerst?

Erkundigungen einholen: IHK, Bank, Existenzgründerbüros usw.
parallel dazu Businessplan erstellen
Wenn alles steht, Gewerbe anmelden, Marketing, Aufträge (Weißt du z.B. wie du in einem halben Jahr Aufträge bekommst?)

Bitte um Verständnis denn wir waren noch nie selbständig,
und wissen leider noch nicht viel darüber.

Ich hoffe, es hat was geholfen.

Wir bedanken uns im vorraus für ihre Hilfe

Nix Problem

Gruß marco

Hallo Udo,

1.Wie mache ich das mit dem Gewerbe? Auf meiner Partnerin
2.Wo muss ich mich überall melden?/ ihk/hwk/bgs

  • Gewerbebamt (oftmals im Rathaus untergebracht)
  • Handwerkskammer
  • Finanzamt (aber die kommmen soweit ich weiss von alleine)

3.Muss ich ein konzept erstellen,wenn ja wie geht es?

Wenn Du Geld dafür brauchst, auf jeden Fall, oftmals aber auch schon zur Kontoeröffnung. Die Stichworte für die Suche bei Google sind Unternehmenskonzept oder Businessplan. Im folgenden Buch ist ein Beispiel eines Konzepts für einen Stukkateur-Betrieb:
„Businessplan für Existenzgründer“ von Wolfgang Benzel und Eduard Wolz, ISBN 3-8029-4570-0 Buch anschauen, 22,90 DM

4.Ich habe gehört mann kann das über das Gewerk Holz
und Bautenschutz laufen lassen.Oder Hausmeister?

Ich würde Holz- und Bautenschutz, Dekorationsmaler, Bodenverlegung, Einbau genormter Bauelemente und ähnliches angeben (informiere Dich im Anhang B der Handwerksordnung => handwerksähnliche Gewerke)

5.Öffentliche mittel bekomme ich nicht da kein Eigenkapital.

Trotzdem solltest Du genau wissen, wieviel Geld Du brauchst (Werkzeuge, Erstausstattung Materialien, Mustermappen, Bürobedarf usw.). Sonst geht Dein Konto ganz schnell in die Miese.

6.Wie kann ich das machen ohne Meister?

Schau mal hier:

http://www.buhev.de

7.Wie mache ich was zuerst?

Zuerst mal informieren. Hauptsächlich auch über die kaufmännischen Dinge. Dazu würde ich einen Existenzgründerkurs und vor allem einen Buchhaltungskurs machen (z.B. bei der VHS).

Dann würde ich mich unbedingt in professionelle Beratung begeben. Wird vom Land gesponsert und kostet ca. 150€ je Beratertag. Das klingt zwar nach viel, ist aber auf jeden Fall besser, als hinterher pleite zu sein. Der Aufwand für den Berater hält sich auch in Grenzen, wenn man vorher schon über die Basisdinge informiert ist und der Berater dann nur noch das Konzept mit Dir erarbeitet. Übrigens bestätigt der Berater dann das Konzept und hilft Euch damit auch beim Bankgespräch.

In Baden-Württemberg wird das über das RKW gemacht, bei anderen Bundesländern weiss ich es leider nicht.
http://www.rkw-bw.de/Info/m1/beratung/konditionen/ex…

Bitte um Verständnis denn wir waren noch nie selbständig,
und wissen leider noch nicht viel darüber.

Kein Problem, jeder fängt mal an. Wichtiger Hinweis am Rande noch: Die meissten Pleiten liegen daran, dass der Unternehmer eine falsche oder schlechte Kalkulation hat. Mangelnde Fachkenntnis kommt erst viel später als Ursache (heisst trotzdem nicht, dass man jeden Scheiss machen soll, von dem man nichts weiss - vielmehr besagt es, dass man kein Restaurator sein muss, um eine Wand zu tapezieren).

Grüsse

Sven

Dann würde ich mich unbedingt in professionelle Beratung
begeben. Wird vom Land gesponsert und kostet ca. 150€ je
Beratertag. Das klingt zwar nach viel, ist aber auf jeden Fall
besser, als hinterher pleite zu sein. Der Aufwand für den
Berater hält sich auch in Grenzen, wenn man vorher schon über
die Basisdinge informiert ist und der Berater dann nur noch
das Konzept mit Dir erarbeitet. Übrigens bestätigt der Berater
dann das Konzept und hilft Euch damit auch beim Bankgespräch.

In Baden-Württemberg wird das über das RKW gemacht, bei
anderen Bundesländern weiss ich es leider nicht.
http://www.rkw-bw.de/Info/m1/beratung/konditionen/ex…

ergänzend wäre zu erwähnen, dass nicht jedes bundesland fördermittel bereit stellt. ein gute übersicht bietet:

http://www.gruender-ratgeber.de/beratungsfoerderung-…

die 150 euro können - wenn überhaupt- nur in den neuen länder stimmen.

gruss,

markus

Hallo Markus,

In Baden-Württemberg wird das über das RKW gemacht, bei
anderen Bundesländern weiss ich es leider nicht.
http://www.rkw-bw.de/Info/m1/beratung/konditionen/ex…

ergänzend wäre zu erwähnen, dass nicht jedes bundesland
fördermittel bereit stellt. ein gute übersicht bietet:

http://www.gruender-ratgeber.de/beratungsfoerderung-…

Danke für den Tipp, kannte ich auch noch nicht.

die 150 euro können - wenn überhaupt- nur in den neuen länder
stimmen.

Seit wann liegt Baden-Württemberg in den neuen Ländern ? Klick mal den geposteten Link beim RKW an.

Grüsse

Sven

Hallo Markus,

http://www.gruender-ratgeber.de/beratungsfoerderung-…

Bin gerade auf der Seite gewesen und habe unter:

http://www.gruender-ratgeber.de/beratungsfoerderung-…

Den Link
http://www.rkw-bw.de

gefunden. Dort klickt man sich über „Beratung“ weiter zu „Existenzgründung“

Dort steht dann:
„eine Orientierungsberatung ist kostenlos, für jeden weiteren Beratungstag zahlen Sie vor der Gründung bzw. im ersten Jahr nach der Gründung für maximal sechs Tage 150 €, vom 7. bis zum 20. Tag innerhalb von fünf Jahren nach der Gründung 300 € und ab dem 21. Tag 450 €.“

die 150 euro können - wenn überhaupt- nur in den neuen länder
stimmen.

Womit die 150 Euronen bewiesen sind.

Grüsse

Sven

Hallo Udo,

ein Buchtip: „Erfolgreich in die berufliche Selbstständigkeit“
Autoren: Kirschbaum / Naujoks
Verlag: Haufe

hat mir total viel geholfen und es steht auch wirklich alles drin.

Viel Glück (und Durchhaltevermögen)
Melanie

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