Selbstständig oder angestellte Ehepartner

Hallo,
meine Frau ist als Ein-Mann-Betrieb selbstständig (kleiner Blumenladen)! Das Geschäft läuft nur Saisonbegrenzt gut, die meiste Zeit jedoch mehr schlecht als Recht. Wie schon gesagt, sie ist selbstständig und egal wie der Monat war, die Krankenkasse langt immer ordentlich zu.
Ich arbeite als Angestellter in der Industrie.
Frage: Währe es steuerlich und Versicherungstechnisch sinnvoller den Blumenladen auf meine Person umzumelden, so dass ich der Eigentümer währe? Könnte ich dann meine Frau bei mir auf 400.- € Basis anstellen? Gibt es da viel zu beachten? Oder bringt das vielleicht nur mehr Bürokratischen Aufwand?

Jetzt schon danke für die Antworten
schusterml

Hallo,

bei der Konstellation der Beschäftigung zwischen Ehegatten ist versicherungsrechtlich einiges zu beachten. U. a. bringt es sozialversicherungstechnisch nichts die eigene Frau als Minijobberin zu beschäftigen sofern ein eigener Versicherungsschutz begründet werden soll.

Guten Morgen schusterml,

aus steuerlichen Gesichtspunkten kann ich Dir leider nicht antworten.
Zum versicherungsrechtlichen Punkt (Expertin bin ich hier aber nicht!): Bei der Meldung zur Sozialversicherung muss bei Deinem Plan wohl zunächst geklärt werden, ob Deine Frau überhaupt der Sozialversicherungspflicht unterliegt (Statusfeststellungsverfahren). Hier ist u. a. die Deutsche Rentenversicherung Ansprechpartnerin. Vielleicht kann man sich dort auch im Vorfeld beraten lassen (bevor unternehmerische Entscheidungen getroffen werden, die ggf. nicht den erhofften Erfolg bringen)?

Ich habe Dir mal 2 Seiten verlinkt, vielleicht helfen die Dir/ Euch weiter:
[http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_12…](http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_12284/SharedDocs/de/Navigation/Rente/Vor_20der_20Rente/statusfeststellung node.html nnn=true)
http://de.wikipedia.org/wiki/Statusfeststellungsverf…

Lieben Gruß

Trillian

[MOD] Komplettzitat gelöscht

Danke erst mal für die schnelle Antwort.
Der Vorteil bei dem Geschäft meine Frau liegt darin das ich als Arbeitnehmer bei einem guten Gehalt nur in Steuerklasse 3 eingestuft werde, meine Frau hingegen als Selbstständige die St.Kl.5 hat. Die großen Kosten verursacht dabei die Krankenversicherung. Obwohl der Gewinn aus dem Geschäft monatlich nur bei ca.400 - bis 600 € liegt, muß meine Frau als freiwillig versicherte bei einer Bkk jeden Monat 310€ Krankenversicherung bezahlen und das ohne Anspruch auf Krankengeld. Diese Kosten wollte ich etwas besser in den Griff bekommen.
Gruß
Schusterml

Das ganze funktioniert so.

Die Fragen bezüglich der Sozialversicherungspflicht der Frau sind eigentlich nur Beiwerk und durch eine Person die sich damit auskennt (evtl. Steuerberater) einfach zu lösen.

In der vorgegebenen Konstellation wäre es sicher sinnvoll dass der Ehemann den Betrieb führt. Allerdings sollte vorher mit dem Steuerberater besprochen werden wie die Umstellung genau erfolgt, da man sich da leicht auch selbst ein Bein stellen kann.

Jörg