Selbstständig und Kind erziehen gleichzeitig

hoffe einen guten Ratschlag zu bekommen.
Ich bin Vater von einem 3-jährigen Jungen. Seit kurzer Zeit arbeitet
meine Frau bis 18 Uhr täglich und ich sitze mit meinem SOhn zuhause.
Ich bin aber selbstständig, zeichne Portraits nach Fotovorlage und
baue eine Vertriebsstruktur auf. 95% der Arbeit kann ich zuhause
machen: Telefonieren, Zeichnen, Anzeigen aufgeben, am PC sitzen. Am
Tag brauche ich etwa 9 Stunden für meine Arbeit.

Nun ist das Problem, dass mein Sohn die ganze Zeit mit mir spielen
will. Er versteht in seinem Alter noch nicht, was Arbeit ist und
denkt glaube ich dass ich nicht mit ihm spielen will.
Dazu meine Fragen:
Wie plane ich besser mein Arbeitstag?
Wie gehe ich mit meinem Sohn am besten um, dass er sich nicht
vernachlässig fühlt? und keine Komplexe dadurch entwickelt.
Wiefiel Zeit sollte ich am Tag mit ihm verbringen?
Wie schaffe ich das, dass er nicht die ganze Zeit nörgelt und mich
ums Spielen bettelt?
Mein Geschäft möchte ich natürlich nicht aufgeben. Habe schon viel
aufgebaut. Möchte halt beides schaffen. :smile:

Danke im Vorraus

Hi,

du schreibst dass dein Sohn 3 Jahre alt ist.
Warum geht er denn nicht in den Kindergarten?..selbst wenn du erst mal langsam mit Halbtagskindergarten startest hast du schon mal 4 Stunden für dich.

Wenn du dann den Rest der Arbeit auf den Abend verlegst wenn dein Kleiner im Bett ist…

Ausserdem lernt er im Kindergarten dass es auch noch andere Spiele gibt als die mit Papa (:smile:).

Viele Grüße
Susanne

Genaugenommen ist er 2 Jahre und 9 Monate alt. Bisher war er bei Tagesmutter, das sind aber Kosten, die wir mit meiner Frau vermeiden wollten. Mit 3 geht er in Kindergarten, das sind aber noch 3 Monate. Und ich kann mein Geschäft zur Zeit nicht in Stich lassen, da es sich in der Aufbauphase befindet.

Tipp, hilft allen dreien: Kindergarten :smile:
Hallo Lanevski,
was Du vorhast, geht so nicht…

(Folgender kurzer Exkurs ist in keinster Weise persönlich oder angreifend gemeint, aber ich frage mich immer, warum einem das eigentlich nicht vorher ansatzweise bewusst ist, bevor man sich für ein Kind entscheidet…
Um wirklich alles wird sich Gedanken gemacht, ums richtige stillen, schlafen, Spielzeug, Wandfarbe… aber das ein Kind, wenn wach, bis zu einem gewissen Alter einfach immer was von einem will, stellt sich augenscheinlich niemand vor…
In meinem Bekanntenkreis sind derer mehrere, die 10 bis 12 Stunden am Tag in hohen Positionen arbeiten, sich dann aber wundern, das es mit einer Schwangerschaft nicht klappen will, bzw. wenns Baby da ist, fast genauso weitermachen wollen.
Das das aber nicht geht, bzw. nicht gut geht, bemerken alle erst viel später.
Ein vorsichtig geäußertes: Wenn Du das so wirklich machst, entwickelt Dein Kind keine sichere Bindung…verhallt einfach, wird belächelt.
„Son Quatsch, Du bist altmodisch, ne gar nicht, das schaffen andere auch, hat bei uns im Osten auch geklappt und jetzt wird das Kind mit Super-Nanny-Tv-Methode erzogen…“
(Jetzt bin ich diesbezüglich etwas vorbelastet, wie Du merkst und meine ja auch nicht Dich)
Kurzer Einschub, wenns interessiert, einfach mal wiki z.Thema Bindung:



Ihr habt das ja nicht so gemacht, offenbar war bislang zumindest ein Elternteil *allzeit* bereit, finde ich (im Sinne des Kindes) erstmal einfach nur gut!..
(Mir ist natürlich auch klar, das das nicht jeder(m) Mutter/ Vater oder Familie in jeder Lebenssituation möglich und finanzierbar ist)
Jetzt könnt Ihr aber ruhigen Gewissens einen Teil der Verantwortung abgeben.

Solltet Ihr auch tun, weil Euer Sohn sonst auf Dauer nicht nur Deine Unzufriedenheit spüren wird, sondern sich aufgrund dessen sich wahrscheinlich selbst nur als störend empfinden wird…
Und dann? Tja, dann zieht er sich entweder zurück oder entwickelt negativ auffälliges Verhalten…wolln wer ja alle nicht, oder :wink:

Du wolltest also einen Rat, hier ist meiner:
Sucht Euch entweder einen guten Kindergarten oder eine gute Betreuung für Euren Sohn, vom Alter her täte ihm das Zusammensein und Spielen mit anderen Kindern und überhaupt die Förderung im Kindergarten sicher gut und Du könntest Deiner Arbeit in Ruhe nachgehen.

Zum Spielen und miteinander was Erleben, bleibt dann auch noch ausreichend Zeit. So wäre Beiden gedient, Sohn und Papa :wink: und Mama auch…
Und Kontakte zu anderen Kindern (und für Euch zu Eltern mit gleichaltrigen Kindern und ähnlichen Freuden und Sorgen…) wären sicher auch nicht das Verkehrteste :wink:
Gut, das Du Deine Sorge aussprichst, bevor es zu spät ist, Hut ab…
Gruß und viel Erfolg bei einer zufriedenmachenden Lösung für Euch drei,
Finjen
bei der übrigens auch nur theoretisch alles so klar scheint… Im Rahmen unserer Familie mache ich ganz viel bescheuerte Dinge, die ich theoretisch eigentlich besser wissen sollte…( und weiß…)

(ot)warumtippeicheigentlichimmersolangsam? :wink:
…muss wohl mal einen Kurs machen…
oder im Psychologiebrett nachfragen, ob mich da innerlich was blockiert…
Nochmal herzlichen Gruß,
Finjen

Hallo,

Nun ist das Problem, dass mein Sohn die ganze Zeit mit mir
spielen
will. Er versteht in seinem Alter noch nicht, was Arbeit ist
und
denkt glaube ich dass ich nicht mit ihm spielen will.
Dazu meine Fragen:
Wie plane ich besser mein Arbeitstag?
Wie gehe ich mit meinem Sohn am besten um, dass er sich nicht
vernachlässig fühlt? und keine Komplexe dadurch entwickelt.

Dein Sohn braucht zuallererst eines: *Andere Kinder*.

Wo diese herkommen, ob bei einer Tagesbetreuung oder
im Kindergarten, ist Zweitrangig. Andere Kinder!

Wenn Du ihm „diese“ vorenthältst, schadest Du ihm - und
natürlich auch Dir selbst (in doppelter Hinsicht).

Schick’ ihn doch 6 Stunden zu einer Tagesgruppe und
arbeite dann noch 2-3 Stunden abends wenn er schläft.
Alles andere ist Krampf, das Geld, das Du hier anlegst
kannst Du nicht besser anlegen.

Grüße

CMБ

Hallo!

Könnt Ihr dann nicht für die 3 Monate eine Betreuung finden und dann zur Not dieses Geld aufbringen? Kinder in dem Alter können sich halt in der Regel nicht alleine beschäftigen. Und wenn er immer das Gefühl vermittelt bekommt, daß er stört, ist das ganz bestimmt nicht förderlich.
Ich würde, glaube ich, alles probieren, dass er für diese Übergangszeit einen netten Babysitter o.ä. hat. Ehrlich gesagt finde ich es schon komisch, dass man da an den Kosten der Tagesmutter „sparen“ will. Daß Du zu Hause bist, heißt noch lange nicht, dass Du Deinem Sohn in der Zeit das geben kannst, was er braucht. Das funktioniert einfach bei Fulltime-Arbeit nicht. Ehrlich gesagt wundert mich ein wenig, dass man überhaupt auf so eine Idee kommt (nicht böse sein:wink:…

Gruß,

N.

Genaugenommen ist er 2 Jahre und 9 Monate alt. Bisher war er
bei Tagesmutter, das sind aber Kosten, die wir mit meiner Frau
vermeiden wollten. Mit 3 geht er in Kindergarten, das sind
aber noch 3 Monate. Und ich kann mein Geschäft zur Zeit nicht
in Stich lassen, da es sich in der Aufbauphase befindet.

4 „Gefällt mir“

…Kindergarten - und wenn Du Dich richtig informierst, dann wirst Du feststellen, dass die meisten Kindergärten Kinder ab 18 Monaten nehmen (wenns hier auf dem Land nichts gibt und die Kindergärten sich zum Teil durch haarsträubende Öffnungszeiten auszeichenen, aber unter 3 Jährige werden genommen)Mich haben meine Eltern damals auch in einem eigentlich erst ab 3 Jahren KIGA mit bereits 2 Jahren untergebracht - zum Teil eine Frage der Bestechung ;O)

Wir suchen gerade einen Platz für unseren Krümel (der noch nicht geboren wurde) und mit den richtigen Argumenten dürfen wir uns jetzt schon nach anfänglicher Ablehnung den KIGA im Nachbarort ansehen (die eigentlich nur Kinder aus dem eigenen Ort nehmen), weil der die besseren Öffnungszeiten und das bessere Konzept hat und der hat sogar Plätze für Kinder ab 15 Monaten. Voraussetzung insbesondere für den Ganztagesplatz ist, dass die Eltern wirklich voll arbeiten und auf den Platz angewiesen sind.

hoffe einen guten Ratschlag zu bekommen.

Hi,

Am
Tag brauche ich etwa 9 Stunden für meine Arbeit.

Und der Sohn soll sich so lange alleine beschäftigen?? Mit 2 Jahren und 9 Monaten??

Nun ist das Problem, dass mein Sohn die ganze Zeit mit mir
spielen
will.

Berechtigter Weise…

Er versteht in seinem Alter noch nicht, was Arbeit ist

Also meine Tochter ist gerad 2 geworden und versteht sehr gut was Arbeit ist. Sie sagt auch immer, daß sie arbeitet, wenn sie z. B. Geschirr abtrocknet oder Wäsche in die Waschmaschine wirft. (Jawohl, bei mir zu Haus gibt’s Kinderarbeit:wink:

Er versteht bestimmt was Arbeit ist (Du zeigst es ihm ja auch den ganzen Tag:wink:, aber er fordert einfach ein, was ihm auch zusteht. Ein knapp 3jähriges Kind kann und sollte sich nicht 9h am Tag mit sich selbst beschäftigen.

denkt glaube ich dass ich nicht mit ihm spielen will.

Er denkt doch richtig, Du willst/kannst ja auch nicht mit ihm spielen. Der kapiert das schon.

Wie gehe ich mit meinem Sohn am besten um, dass er sich nicht
vernachlässig fühlt?

Indem Du mit ihm „umgehst“. Vernachlässige ihn nicht indem Du arbeitest. Und beides zusammen geht nicht. Das kann zum Selbstläufer werden. Ob er nun Komplexe bekommt oder aggressiv reagiert, sich zurück zieht oder was auch immer. Nach 3 Monaten Vernachlässigung riskiert ihr eine mißlungene Eingewöhnung im Kindergarten. Das könnte nur EIN Resultat davon sein.

Wiefiel Zeit sollte ich am Tag mit ihm verbringen?

So viel wie möglich. Natürlich sind Kinder in dem Alter durchaus in der Lage sich auch mal kurze oder auch längere Zeit mit sich selbst zu beschäftigen. Wie lange genau hängt vom Kind ab. Aber wie oben schon angeschnitten, es kann jetzt schon sein, daß durch die „Vernachlässigung“ Dein Sohn Angst hat, daß Du Dich nach kurzem Spielen mit ihm wieder der Arbeit widmest und von daher Dich nicht loslassen möchte.

Ich hab da ein deutliches Beispiel einer Freundin vor Augen. Bis jetzt hatte sie sich damit begnügt Mails zu lesen, mal kurz 5 Minuten zu telefonieren, evtl. mal selbst ne kurze Mail zu schreiben. Seit einigen Wochen versucht sie mal 3 Stunden am Stück zu arbeiten. Seitdem dreht ihr Sohn durch. Sie hat’s aufgegeben mit dem Arbeiten, aber ist im Gegensatz zu vorher nicht mehr in der Lage nur 1 Minute das Zimmer zu verlassen ohne daß das Geschrei losgeht. (Das Kind ist 21/2)

Wie schaffe ich das, dass er nicht die ganze Zeit nörgelt und
mich
ums Spielen bettelt?

Kopfhörer auf, Musik aufdrehen, Sohn täglich einige Stunden ignorieren. Die Chancen sind groß, daß er in Kürze abstumpft, total resigniert. - Bitte nicht ernst nehmen, ja?:wink:

Mein Geschäft möchte ich natürlich nicht aufgeben. Habe schon
viel
aufgebaut. Möchte halt beides schaffen. :smile:

Unmöglich ohne das eins davon den Bach runter geht.

Ich finde nicht, wie wohl die meisten, daß nun ein Kind mit 2J9M unbedingt in die Kinderkrippe muß. Es wäre in dem Fall begrüßenswert, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Suche eine Betreuung vielleicht in Deiner Verwandtschaft? Es ist ja nur vorübergehend, 3 Monate. Am besten wäre natürlich eine Person, die er eh schon kennt und zu der er Vertrauen hat. Eine andere Möglichkeit ist eine Tagesmutter. Aber auch hier muß es eine Eingewöhnung geben. Wenn Du dafür möglichst wenig Zeit investieren möchtest, sollte die Tagesmutter zu Dir nach Hause kommen. Dann hat Dein Kind sein zu Hause, seine gewohnte Umgebung, Dich in greifbarer Nähe und ist dennoch versorgt von einer Person, die immer für ihn da ist. Sofern Du außerhalb Deines Hauses eine Betreuungsmöglichkeit findest, mußt Du immer mit einer Eingewöhnung rechnen. Und wie ich das einschätze ist die vollständige Eingewöhnung (also 10h, denn Du mußt ja auch hinbringen und abholen UND möchtest 9h arbeiten) dann erledigt, wenn der KiGa beginnt.

Mein Tipp (sorry für den langen Roman):
Verschieb Deine Existenzgründung bis 1 Monat nach dem Kindergartenstart. Das ist realistisch. Nimm zur Not einen Kredit für die Zeit auf. (Ich mußte es auch, für ein ganzes Jahr)

Viel Glück dabei!

Der Knopf fühlt sich da bestimmt wohl
Hi an Dich und Deine Frau,

es sieht so aus, als machtet ihr Euch schon gute Gedanken um Euern Winzling.

Ich stehe auch zu dem Vorschlag schnell einen Kindergartenplatz zu finden. Das
ist gut für den Nachwuchs und gibt Dir sichere Zeit für Deine Arbeit.

Alles Gute für Euch, Son-ja

)

Erstmal vielen Dank für Ihre Ratschläge!
Vor allem positive und motivierende!!
Danke auch an Psychologen, die mich persönlich angeschrieben haben.

Noch einiges wollte ich klar stellen:

  1. Mein Kind ist mir wichtiger als alles andere, daher opfere ich auch meine Arbeitszeit.

  2. Ich finde ein erfolgreicher, aktiver Vater, der noch dazu Geld in die Familie bringt, ein besseres Vorbild und Erzieher ist als ein arbeitsloser, träger, mit einem stumpfen, leblosem BLick. ,Der aber den ganzen Tag für sein Kind da ist." Warum muss ich wegen meinem Sohn meine Karriere aufgeben? Ist sein Leben wichtiger als meins? Gibt er seine Karriere mit 25 auch für seine Sprösslinge auf? Wohin soll das führen, und was ist das für eine Erziehung.

Natürlich beschäftigt sich mein Sohn keine 9 Stunden durchgehend mit sich alleine. Blos mit einer Hand zu telefonieren und mit der anderen sein Auto zu rollen fand ich etwas anstrengend, vor allem kommt das beim Kunden nicht so seriös an. Daher habe ich euch um einen Rat gebeten.

Aber ich habe viele gute Ratschläge von euch bekommen.
Vielen Dank

Hallo

Am besten wäre natürlich eine
Person, die er eh schon kennt und zu der er Vertrauen hat.
Eine andere Möglichkeit ist eine Tagesmutter.
Aber auch hier
muß es eine Eingewöhnung geben.

Es gab ja da schon mal eine Tagesmutter.
Die war wohl nur irgendwie zu teuer.

Wenn Du dafür möglichst wenig
Zeit investieren möchtest, sollte die Tagesmutter zu Dir nach
Hause kommen. Dann hat Dein Kind sein zu Hause, seine gewohnte
Umgebung, Dich in greifbarer Nähe und ist dennoch versorgt von
einer Person, die immer für ihn da ist.

Ich denk aber, dass das Kind trotzdem dauernd zum Papa laufen würde, damit der schaut, was das Kind gerade mit der Tagesmutter Tolles gemacht hat. Ich glaube, es wäre besser, wenn der Papa in der Zeit gar nicht da wäre, als wenn der dauernd „was Wichtigeres“ zu tun hat als seinen Sohn zu bewundern.

Mein Tipp (sorry für den langen Roman):
Verschieb Deine Existenzgründung bis 1 Monat nach dem
Kindergartenstart.

Wenn der aber gerade ein paar Kunden an Land gezogen hat, dann kommt das sehr schlecht. Die warten normalerweise nicht 4 Monate. Bis dahin haben die einen anderen Anbieter. Na ja, kommt drauf an, was er macht.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

  1. Ich finde ein erfolgreicher, aktiver Vater, der noch dazu
    Geld in die Familie bringt, ein besseres Vorbild und Erzieher
    ist als ein arbeitsloser, träger, mit einem stumpfen, leblosem
    BLick. ,Der aber den ganzen Tag für sein Kind da ist."

Inwiefern ist dieser Vater träge und hat einen stumpfen leblosen Blick, wenn er den ganzen Tag für sein Kind da ist? Da ist er doch wohl ausreichend beschäftigt! Oder langweilt er sich so stark mit seinem Sohn? Na ja, dann …

Warum
muss ich wegen meinem Sohn meine Karriere aufgeben? Ist sein
Leben wichtiger als meins? Gibt er seine Karriere mit 25 auch
für seine Sprösslinge auf? Wohin soll das führen, und was ist
das für eine Erziehung.

Das ist irgendwie das Normale, nur machen das meistens Frauen.

Viele Grüße
Simsy

11 „Gefällt mir“

Übrigens …

Blos mit einer Hand zu
telefonieren und mit der anderen sein Auto zu rollen fand ich
etwas anstrengend, vor allem kommt das beim Kunden nicht so
seriös an.

Bei deinem Sohn kommt es wahrscheinlich auch nicht so seriös an, wenn du in Wirklichkeit telefonierst, während du so tust, als würdest du mit ihm spielen.

Viele Grüße
Simsy

2 „Gefällt mir“

Hallo,

Inwiefern ist dieser Vater träge und hat einen stumpfen
leblosen Blick, wenn er den ganzen Tag für sein Kind da ist?
Da ist er doch wohl ausreichend beschäftigt! Oder langweilt er
sich so stark mit seinem Sohn? Na ja, dann …

Ich denke mal, dass er meint, dass der „gemeine“ Langzeitarbeitslose
(zurecht) durch die Lebensumstände frustriert ist und es dann
durchaus schwierig sein kann sich auf ein fröhliches und neugieriges
kleines Kind einzustellen, dessen Wünsche oft über die Grenzen des
Möglichen liegen. Aber Du hast natürlich recht - man soll nicht alle
in einen Topf werfen und eigentlich sollte es die sinnvollste und
schönste Beschäftigung sein, sich in der Zeit einer Arbeitslosigkeit
intensiv um den Nachwuchs kümmern zu können.

Das ist irgendwie das Normale, nur machen das meistens Frauen.

Genau, und später wird der Vater vom Kind zu hören bekommen: „Du
warst ja nie für mich da - Du hast ja immer nur gearbeitet!“ Klar
muss das Geld irgendwo her. Es geht ja nicht immer darum so furchtbar
viel Zeit miteinander zu verbringen, sondern den Tag so zu
organisieren, dass alle seinen Bedürfnissen nachkommen können (und zu
den Bedürfnissen eines knapp Dreijährigen gehört es auch mit
Gleichalterigen zu spielen, viel Draußen zu sein und in seiner
Neugier gefördert zu werden.)

Viele Grüße

Hallo,

Inwiefern ist dieser Vater träge und hat einen stumpfen
leblosen Blick, wenn er den ganzen Tag für sein Kind da ist?
Da ist er doch wohl ausreichend beschäftigt! Oder langweilt er
sich so stark mit seinem Sohn? Na ja, dann …

Ich denke mal, dass er meint, dass der „gemeine“
Langzeitarbeitslose
(zurecht) durch die Lebensumstände frustriert ist …

Ich hab das hauptsächlich auch deswegen so geschrieben, weil ich schon öfters von Hausmännern mit Kleinkindern (so viele von der Sorte kenne ich allerdings nicht) gehört habe, dass sie den ganzen Tag NICHTS ZU TUN HABEN und sich LANGWEILEN. Irgendwie scheint manchen Eltern die Art dieser Tätigkeit nicht einzuleuchten.

Und jemand, der im Erziehungsurlaub ist, der ist für mich nicht arbeitslos. Im Gegenteil. So viel zu tun hat man vielleicht sonst nie mehr in seinem Leben.

Damit wollte ich aber nicht die negativen Folgen herabspielen, die es ja durchaus hat, wenn man sich darauf einlässt.

Was ich in diesem Fall überhaupt nicht verstehen kann ist, dass da die Tagesmutter eingespart wird, weil sie zu teuer ist.

Das ist irgendwie das Normale, nur machen das meistens Frauen.

Genau, und später wird der Vater vom Kind zu hören bekommen:
„Du
warst ja nie für mich da - Du hast ja immer nur gearbeitet!“

Wenn ich das richtig verstehe, wird es dieser Vater aber doch auch zu hören bekommen.

Klar
muss das Geld irgendwo her. Es geht ja nicht immer darum so
furchtbar
viel Zeit miteinander zu verbringen, sondern den Tag so zu
organisieren, dass alle seinen Bedürfnissen nachkommen können
(und zu
den Bedürfnissen eines knapp Dreijährigen gehört es auch mit
Gleichalterigen zu spielen, viel Draußen zu sein und in seiner
Neugier gefördert zu werden.)

Na ja, mit den Gleichaltrigen spielen, das sehe ich bei noch-nicht-3-jährigen zwar als wichtig an, aber das wird in der Regel noch nicht viel Zeit beanspruchen. Da steht das Interesse für Ältere Kinder, die Eltern und andere Erwachsene wohl noch etwas im Vordergrund.

Viele Grüße

hallo.
wichtig ist, dass die zeit zwischen dir und deinem sohn qualitativ, nicht quantitativ ist. d. h., arbeite du in ruhe und hole dir in der zeit am besten eine betreuung fuer dein kind. wenn du aber mit ihm zusammen bist, solltest du dich auch auf ihn konzentrieren.
gerade wenn man anderweitig beschaeftigt ist, merken kinder das ganz schnell und fangen erst recht an zu noergeln und zu klammern. das heißt ganz einfach uebersetzt: du sollst jetzt nicht mit der tante am telefon reden, sondern mit mir. du sollt zusehen, dass ich da bin. mich lieb haben.
das problem kennt doch jede mama: beim buegeln ist alles in ordnung, kaum geht das telefon, schoen geht das gezerre am bein los.
vielleicht hilft dir mein o. g. rat. ist ja auch qualitativer fuer dein vorankommen im geschaeft.
viel erfolg dabei und auch bei deiner beziehung zum kind. dein sohn wird es dir danken!
(es ist wichtiger, dass ein kind spaeter sagen kann: der papa war selten da, aber wenn er da war, war er großartig; als wenn er sagen muesste: papa war immer da, aber nie wirklich BEI mir!)!!! :smile: