Selbstständig

Hallo Ihr alle im Internet und auf dieser Seite,
ich möchte mich im Bürowesen selbstständig machen, stoße aber hier bei verschiedenen Einrichtungen auf taube Ohren. IHK hat mich mit einem packen Papiere ausgerüstet, auch war die Krankenkasse nicht sonderlich erbaut von meinem vorhaben.
Vom Arbeitsamt kam auch keine positive Antwort. Was soll ich machen? Wohin kann ich mich wenden ? - an ein Martforschungsunternehmen, um den Markt anzutasten - 0der ?
Wer kann mir helfen ?
Vielen Dank von Birgit.

Hallo Birgit,

so ganz habe ich Dein Posting nicht begriffen.
Was willst Du abgesehen von Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt?
Oder suchst Du eine Geschäftsidee?
Bitte schreib’ doch etwas genauer, wo Dein Problem liegt.

Gruß
Wolfgang

Was genau hast Du für ein Problem?

  • brauchst Du Geld

  • Probleme beim Verkauf Deiner Geschäftsidee? etc

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Hallo Wolfgang,
ich suche eine Geschäftsidee für den Bereich Büro. Meine Vorstellung belaufen sich darauf, Kunden die lästigen Schreib-
arbeiten abzunehmen. Oder bei Personen dessen Papierkram erledigen, sichten ordnen usw. Dies ist manchmal ziemlich lästig und nimmt auch einige Zeit in anspruch. Und Zeit haben , außer mir, die wenigsten, die im Berufsleben stehen.
Leider falle ich so langsam aus dem aktiven Berufsleben hinhaus, zähle mich aber noch lange nicht zum alten Eisen. Habe Erfahrung mit dem PC, Buchhaltung usw.
Hast Du eine Idee ??
Gruß Birgit

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Was genau hast Du für ein Problem?

  • brauchst Du Geld

  • Probleme beim Verkauf Deiner Geschäftsidee? etc

Hallo nikfun,
also Geld brauche ich noch keins. Ich habe auch Ideen, nur wie bringe ich sie an den „Mann“. Wo bekomme ich Infos her, um eine Geschäftsidee zu realisieren.
An wen muß ich mich wenden? z.B. An ein Marktforschungsinstitut, um den hiesigen Markt abzutasten! oder -oder ?
Gruß Birgit

Hallo Ihr alle im Internet und auf dieser Seite,
ich möchte mich im Bürowesen selbstständig machen, stoße aber
hier bei verschiedenen Einrichtungen auf taube Ohren. IHK hat
mich mit einem packen Papiere ausgerüstet, auch war die
Krankenkasse nicht sonderlich erbaut von meinem vorhaben.
Vom Arbeitsamt kam auch keine positive Antwort. Was soll ich
machen? Wohin kann ich mich wenden ? - an ein
Martforschungsunternehmen, um den Markt anzutasten - 0der ?
Wer kann mir helfen ?
Vielen Dank von Birgit.

Hallo Birgit,

schalte doch einfach mal eine Anzeige in der Tageszeitung „Übernehme Büro- und Buchhaltungsarbeiten, eigener PC vorhanden“ oder so ähnlich und warte die Resonanz ab. Parallel schick doch mal ein Werbeschreiben an kleine Unternehmen in der Nähe.

Hallo Birgit,

eine Servicedienstleistung wie von Dir angedacht, ernährt bestimmt ihren Mann/ihre Frau. Irgendwann jedenfalls, wenn Du genug Werbung gemacht hast. Was genau gebraucht wird, bestimmt der Markt und der kann nur in Deiner unmittelbaren Umgebung liegen. Dafür kannst Du Marktforschungsinstitute getrost vergessen- einfach das ungeeignete Werkzeug. Ein paar Kleinanzeigen in den örtlichen Käseblättern, die wöchentlich kostenlos im Briefkasten liegen, reichen vollkommen. Wenn Du anbietest, Korrespondenz zu erledigen, Papierberge abzuarbeiten oder überhaupt Ordnung in ein Büro zu bringen und bei der Buchhaltung behilflich sein kannst, findest Du sicher ein paar Interessenten. Sowas braucht Zeit und muß langsam wachsen.
Dabei wirst Du schnell merken, wo den Leuten der Schuh drückt.
Wenn Du Buchhaltung per Inserat anbietest, mußt Du aber sehr aufpassen, um Dir keine Abmahnung von Steuerberatern oder deren Verbänden einzuhandeln. Du kannst in der Richtung rein praktisch viel können und viel machen, darfst es aber nicht Buchhaltung nennen, selbst dann nicht, wenn Du Buchhalterin bist. Kontierung ist dagegen der unverfängliche Begriff, der Dir teures Lehrgeld erspart. Darüber kannst Du Dich aufregen, wirst es aber nicht ändern.

Du scheinst völlig unbelastet an die Sache heranzugehen. Deshalb solltest Du Dich schlau machen, wo so ungefähr die übliche Bezahlung für derartige Dienstleistungen angesiedelt ist. Außerdem solltest Du Dir anfänglich nicht zu viele Kunden zumuten, bis Du den Zeitaufwand abschätzen kannst.

Viel Spaß im Unruhestand
Wolfgang

Hallo Dietmar,

wenn Birgit so ein Inserat formuliert, ist ihr die Abmahnung von Steuerberatern, bzw. von deren Verbänden so gut wie sicher. Da laufen seit vielen Jahren vollkommen hirnrissige Dinge - rechtlich formal völlig korrekt natürlich.
Eine Buchhalterin darf ihre angebotene Arbeit nicht Buchhaltung nennen! Ob Du es glaubst oder nicht, das ist wirklich so. Probier’s lieber nicht aus.

Gruß
Wolfgang

Hallo Birgit,

Wolfgang hat da absolut recht, einfach mal probieren. Vorher solltest Du Dir aber wichtige Infos einholen z.B. über Kosten:

  • wieviel brauche ich zum Lebensunterhalt
  • welche Sozialversicherungskosten kommen zusätzlich (zahlt beim Arbeitnehmer der Arbeitgeber)
  • welche Beiträge (IHK usw.) / Versicherungen / Steuerberatungskosten fallen an ?
  • sonstige Kosten (Büro / Telefon / PC / Schreibkram / Auto)

Mit Hilfe dieser Daten solltest Du Dir überlegen, welchen Umsatz Du monatlich benötigst und anschließend, wie viele Stunden Du realistisch arbeiten kannst (z.B. 40 Std. / Woche abzgl. Urlaub / Krankheit usw. macht realistisch ca. 32 Stunden / Woche) und wie viele Du davon dem Kunden in Rechnung stellen kannst (Zeitaufwand für eigene Büroverwaltung / Akquise / Beratung und Verkaufsgesrpäche / Fahrzeit (sofern nicht vergütet) usw. abziehen). Meiner Meinung nach kommt dann irgendwas mit 80% der 32 Std. raus. Am Anfang kommen natürlich noch ein Haufen Überstunden dazu (Existenzgründung), aber für die Preisbildung, die auch später noch gültig sein sollte (kein Kunde mag es, wenn sich die Preise plötzlich stark erhöhen), solltest Du keine Überstunden annehmen, da Du Dich sonst selbst kaputtmachst. Ausserdem kommen die Überstunden von alleine, da nicht immer alles so klappt, wie man es sich denkt. Oder es ist zusätzlich verdientes Geld.

Die nötigen Kosten teilst Du dann durch die abrechenbaren Stunden und versuchst Dich anschließend in die Lage des Auftraggebers zu versetzen. Der kann bei der Durchführung des „Papierkriegs“ wählen zwischen Festeinstellung, 630DM-Kraft, Leiharbeitern, seinem Steuerberater, die eigene Ehefrau usw.

Du solltest also mal ermitteln, was diese Lösungen dem potentiellen Auftraggeber kosten und was er dafür bekommt (Vor-/Nachteile auflisten). Damit hast Du neben der Ermittlung des potentiellen Marktes (Adressen von kleinen Firmen, insbesondere Handwerkern, da diese nicht sehr Büro-begabt sind, z.B. über IHK / HWK) und des möglichen Angebots-Preises.

Wenn Du den Umfang von „Papierkrieg“ auch noch gut darstellen kannst (Angebote, Anfragen, Rechnungen, Kontierung, Korrespondenz, Controlling usw.), wird es für den Kunden noch interessanter. Vor allem für Handwerker, da diese nicht so gerne Papierkrieg führen, es aber immer öfter müssen.

=> Image beim Endkunden

Bevor Du nun eine Anzeige aufgibst, solltest Du Dich informieren, ob Du freiberuflich tätig sein kannst (beratende Tätigkeit / Dipl.-Titel) oder ob Du einen Gewerbeschein brauchst (kostet max. 40 DM einmalig). Weiterhin solltest Du Dich informieren, ab wann Du als scheinselbstständig gilst (z.B. Anzahl Kunden / Weisungsbefugnis durch Kunden / Arbeitsplatz beim Kunden usw.). Das hat übrigens auch Auswirkungen auf Deine Sozialversicherungspflicht.

Auf N-TV kommt ab und zu eine Sendung, die sich mit Existenzgründungen beschäftigt, da war neulich was mit Förderung von Dienstleistungen. Kann mich aber nicht mehr genau erinnern => www.n-tv.de

Viel Glück bei Deiner Existenzgründung !!!

Bei weiteren Fragen: melde Dich einfach

Grüsse

Sven

Hallo Sven,
ich habe vergessen zu erwähnen, daß ich noch über meinen Mann versichert bin. Wie weit kann ich hier dazu „verdienen“.
Müsste wahrscheinlich mit der Krankenkasse geklärt werden.
Also ich währe nicht ganz auf mich gestellt, weil ich ja 1 Gehalt im Hintergrund hätte. Du verstehst wie ich das meine.
Gibt es hier etwas, was ich noch beachten müßte ??
Ich danke Dir für Deinen ausführlichen Artikel und würde mich freuen, wenn Du mir noch einmal antworten würdest
Danke und gruß von Birgit

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Hallo Birgit,

ich habe vergessen zu erwähnen, daß ich noch über meinen Mann
versichert bin. Wie weit kann ich hier dazu „verdienen“.
Müsste wahrscheinlich mit der Krankenkasse geklärt werden.

Da kann Dir wahrscheinlich nur die Krankenkasse verbindlich Auskünfte dazu geben. Vermutlich wird die Krankenkasse auf den Gewinn und nicht auf den Umsatz gehen. Könnte mir vorstellen, dass es analog zur 630 DM - Regelung läuft. Aber: keine Vermutungen, sondern Krankenkasse fragen.

Also ich währe nicht ganz auf mich gestellt, weil ich ja 1
Gehalt im Hintergrund hätte. Du verstehst wie ich das meine.
Gibt es hier etwas, was ich noch beachten müßte ??

Ja, lass Dich nicht von der Verlockung verleiten, Deine Kalkulation so anzusetzen, dass Dein eigener Verdienst nicht drin ist, denn

  1. Kann sich der Zustand, dass Dein Mann verdient auch mal ändern
  2. wenn Du über mehrere Jahre keinen Gewinn gegenüber dem Finanzamt nachweist, dann werden die hellhörig und haken nach, evtl. wird Dein Gewerbe als „Liebhaberei“ angesehen und Du kannst Verluste nicht mehr mit dem Gehalt Deines Mannes verrechnen (wenn Ihr gemeinsam veranlagt seid).
  3. Stichwort gemeinsame Veranlagung: Verluste, auch die, die bereits vor Existenzgründung anfallen, damit aber in Zusammenhang stehen (Telefongebühren, evtl. online-Kosten, Fahrtkosten usw.) kannst Du absetzen, mußt sie aber nachweisen (Einzelnachweis Telefon, Nachweis der besuchten Internet-Seiten…)
  4. Wenn Du keinen vernünftigen Verdienst mit einkalkulierst, wirst Du evtl. recht schnell Dein Interesse daran verlieren.

Ich danke Dir für Deinen ausführlichen Artikel und würde mich
freuen, wenn Du mir noch einmal antworten würdest

Gern geschehen.

Grüsse

Sven

Hi,

mit Marktforschung allein ist es nicht getan. Erstelle einen Businessplan. Ein Businessplan ist so aufgebaut, dass du durch die verschieden Funktionsbereiche einer Unternehmung geführt wirst. Bsp.: Rechtliche Bedingungen, Marketing, Kapitalbeschaffung etc. Ein Teilbereich stellt der 3 Jahres Plan da (wenn Du Venture Capital brauchst, Perioden > 3). Hir kannst Du Ein- und Auszahlung gegenüber stellen und prüfen ob sich Deine Unternehmung (theoretisch) lohnt. Zudem kannst Du diesen businessplan als Entscheidungsgrundlage für potentielle Kapitalgeber verwenden. Für den Businessplan gibt es auch Softwarelösungen.

Gruß

Nikofun