Dank einem fiesen Magen-Darm-Infekt habe ich mich mal wieder an etwas erinnert, das ich schon lange wissen wollte:
Wie kommt es, dass bei Erbrechen verschiedene vorher gegessene Nahrungsmittel wieder zum Vorschein kommen, andere dagegen vollkommen verschwunden sind?
Also z.B. man isst Kartoffeln, Mohrrüben und drei, vier Stunden später Salat mit viel Öl. Wieso kommt der Salat nicht wieder mit raus, der Rest schon?
Ich weiss, dass verschiedene Speisen unterschiedlich lange brauchen, bis sie verdaut sind. Aber dass das so eindeutig zu unterscheiden ist und schon direkt im Magen losgeht?
Oder hat es damit gar nichts zu tun, sondern liegt ganz anders begründet?
Wie kommt es, dass bei Erbrechen verschiedene vorher gegessene
Nahrungsmittel wieder zum Vorschein kommen, andere dagegen
vollkommen verschwunden sind?
Kartoffeln z.B. enthalten auch gekocht noch Reste der natürlichen Giftstoffe mit denen sie sich gegen Fraßfeinde und Schimmel wehren. Wenn die Verdauung jetzt darauf keine Lust hat (kommt z.B. beim Schwangerschaftserbrechen sicherheitshalber vor), dann wird dieser Bestandteil auch gezielt entsorgt.
Bei Mohrrüben dürfte es mit dem Selbstschutz der Pflanze ähnlich sein. Du kannst ja als Test mal rohe gemahlene Körner oder Supermarkt-Vollkornbrot probieren. Der „Erfolg“ dürfte ähnlich sein. Beim durchgearbeiteten Zwieback jedoch passiert nichts. Oder bei getoastetem ordentlichem Sauerteigbrot z.B. aus einem Ökomarkt oder Reformhaus. Kannst ja mal ausprobieren.
Ich hab das schon mal mit „nicht mehr ganz frischem“ Tofu aus einem China-Gericht gehabt. Da kam auch fast nur der Tofu original wieder zum Vorschein. Und danach ging’s mir schlagartig besser.