ich möchte morgen einen Kartoffeleintopf kochen (Dampfkochtopf).
Eigentlich wollte ich eine Sellerieknolle verwenden, von der ich einen Teil geschält und in Würfeln geschnitten, mit Zwiebeln und Knoblauch kurz in Öl angedünstet hätte, bevor ich noch Brühe, gemischtes Tiefkühlgemüse und Kartoffeln dazu gegeben hätte.
Jetzt habe ich nur Staudensellerie bekommen, damit habe ich keine Erfahrung.
Soll ich es auch mit andünsten, oder einfach in kleine Stücke geschnitten dazugeben?
Und wieviele Stängel sollte ich verwenden?
Danke!
Gruß
karin
P.S. Warum gibt es eigentlich zu bestimmten Zeiten keine ganzen Sellerieknollen zu kaufen, obwohl es zu allen Zeiten ein Bund Suppengrün zu kaufen gibt, mit: Knollenselleriestück, Möhre, Porree und Petersilie?
Soll ich es auch mit andünsten, oder einfach in kleine Stücke
geschnitten dazugeben?
Staudensellerie gart kürzer, es ist wohl nützlich, wenn man sie nicht mit andünstet.
Und wieviele Stängel sollte ich verwenden?
Etwas weniger, als Du sonst Knollen nehmen tätest - Staudensellerie kann etwas strenger durchschmecken.
P.S. Warum gibt es eigentlich zu bestimmten Zeiten keine
ganzen Sellerieknollen zu kaufen,
Jetzt grad gibts schon noch welchen - eher in der Müslifraktion, weil der in der Regel weniger N bekommt und dadurch besser lagerfähig ist. Irgendwann kriegen aber alle Knollen gammelige Stellen, so dass man sie sinnvollerweise auseinanderschneidet, den Gammel wegwirft, und die gesunden Teile für teuer Geld als Suppengrün verkauft.
obwohl es zu allen Zeiten ein Bund Suppengrün zu kaufen gibt
und im Bund merkt man auch nicht so leicht die Fadess des Sellerieschnipfels. Gelberüben/Karotten gibts zu jeder Jahreszeit, die ersten sind da, bevor die letzten überlagert sind; Lauch dito. Das Selleriestück ist im Frühsommer/Sommer aus „geputzten“ Knollen - wenn ein Bund Suppengrün bald mehr kostet als sonst eine ganze, geputzte Knolle, lohnt sich die Arbeit. „Saisongerecht“ ändert sich auch das Suppengrün mit den Jahreszeiten, die erste Petersilienwurzel ist vor Sellerie da, im Mai/Juni kann man Sellerie gut mit dem jetzt richtig im Saft stehenden Liebstöckel ausgleichen. Wie auch die Zwiebeln in der Suppengrundlage um diese Zeit rum durch junge Schalotten und jungen (grünen) Knofel abgelöst werden etc.
N = Stickstoff. Von den drei Grundnährstoffen der Pflanzen N, P, K ist N derjenige, der mit trotz hoher Energiepreise immer noch relativ geringem Aufwand hohe Erträge erzielen lässt, aber wenn er einseitig im Übermaß da ist, oft mit Folgen für die Qualität - bei Früchten wie Kartoffeln, Karotten, Sellerie gehts auf die Lagerfähigkeit, bei Salat und dergleichen auf Geschmack, Aroma, übrige Inhaltsstoffe usw.
„Bio“ ist kein Garant für ausgewogene Düngung (ich kannte einen, der es ich weiß nicht wie geschafft hat, viele Jahre als „Umstellungsbetrieb“ zu arbeiten, zur Verzierung ein bissel Hornmist und Hornkiesel in seine Apfelanlage ausbrachte, und diese im übrigen in Rindergülle regelrecht ertränkte…), aber es ist doch um einiges schwieriger, ohne mineralischen Stickstoffdünger Gemüse und Co. so aufzublasen, dass es zum schnellen Gammeln neigt.