Grüßt euch,
ich erfreue mich in schöner Regelmäßigkeit an Konjunktionen/Adverbien, die im sprachlichen Mainstream ob (sic) ihrer Seltenheit nicht mehr verwendet werden. Wer erweitert meine Sammlung?
Was mir in diesem Brett und auch an diesem Posting einen diebischen Spaß bereitet:
Es wird fröhlich Kampf gegen die deutsche Rechtschreibung, geführt, so daß (sic!) am Ende niemand mehr durchblickt.
Besonders amüsant ist die Verwendung vonn ss und ß, niemand weiß genau die Regeln. In anderen Brettern ist es noch schlimmer, aber hier ist es besonders ärgerlich,
wenn i9n einer „Hand voll Wörtern“ (kann man Worte in der Hand halten?) sich gleich 2 prinzipelle Rechtschreibefehler finden.
Liebe® Hahu,
„nichtsdestotrotz“ ist ein sprachlicher Bastard, entstanden aus dem unsäglichen Bemühen, originell zu sein. Dabei wurden „nichtsdestoweniger“ und „trotzdem“ verschmolzen. Und so etwas ist selten schön, - eigentlich nie.
Mach was draus!
A.B. (Ghostwriterin für M.G.)
wenn i9n einer „Hand voll Wörtern“ (kann man Worte in der Hand
halten?) sich gleich 2 prinzipelle Rechtschreibefehler finden.
In einer Handvoll Worte dürften aber auch mehr Wörter sein als in einer Handvoll Wörter. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, daß ein Wort im Durchschnitt aus drei Wörtern besteht, dann sind eine Handvoll Worte mindestens drei Handvoll Wörter. Wobei jetzt die Frage ist, ob eine „Handvoll“ die Menge ist, die eine Hand halten kann - oder die Menge, die man mit einer Hand anzeigen kann (also fünf.) Der Duden erlaubt übrigens (auch im übertragenden Sinne) beide Schreibweisen. Da bin ich froh, denn ich habe nur eine Hand voll guter Freunde … wenn ich die jetzt alle halten müsste …
den diebischen Spaß gönne ich Dir
als ich meine Beispiele schrieb stand ich vor der Entscheidung, ob ich die alte oder die neue Rechtschreibung benutzen sollte.
Pro neu: weil halt neue Regeln gelten.
Pro alt: einige Wörter sind fast tot; die brauchen kein orthographisches Lifting mehr.
Bei der Entscheidungsfindung hat es mich offensichtlich hin- und hergerissen, ich war nicht konsequent, und so stehen nun „baß“ und „fürbass“ in meiner Liste.
(Deine Fixierung auf Adverbien und Konjunktionen könnte evtl. therapiebedürftig sein. Frach mal im Psycho-Brett; da gips nix was eijentlich unmöchlich is)
Guten Tag,
zuvorderst meinen Dank an Anette Bauer.
Vermöge ihrer Wortgewandtheit hat sie dem unsäglichen
Modewort „nichtsdestotrotz“ die Maske vom Gesicht gerissen,
daß es eine Art hat.
Obzwar der Duden sich des Wortes annimmt, möge man es meiden.
Nichtsdestoweniger möchte ich den geneigten Lesern, so sie ihnen
zugänglich seien, die über die Maßen erquicklichen Schriften von Grimmelshausen und W.Busch der angelegentlichen Beachtung empfehlen.
Solchermaßen sollte die o.g. Sammelleidenschaft fürderhin weitere
Satisfaktion erfahren.