Hallo,
ich soll demnächst verbeamtet werden (Lehrerin mit Mangelfach). Nun mache ich mir ein bisschen Sorgen wegen der amtsärztlichen Untersuchung, denn ich habe ein seltenes Syndrom, das Küster-Syndrom. Ich wurde ohne Gebärmutter und Vagina geboren. Die Vagina wurde von 14 Jahren in einer Operation künstlich hergestellt. Seitdem lebe ich beschwerdefrei in einer langjährigen Partnerschaft. Und hatte noch nie wirklich Schwierigkeiten mit der Diagnose (keine Psychotherapie oderähnliches). Kinder kann ich zwar leider keine bekommen, aber ich komme gut damit zurecht, da ich es ja schon so lange weiß und wir wollen auch gern adoptieren. Nun ist mein Problem aber: kann es sein, dass meine Verbeamtung aufgrund dessen abgelehnt wird? Muss ich darüber überhaupt Auskunft geben? Können die das irgendwie nachprüfen?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar!
gollinin
hallo
ich kann da keinen rechtlich einwandfreien Tip geben.Ich bin selbst schon in Rente wegen Erwerbsunfähigkeit.Du solltest dich vielleicht mal diesbezüglich an den VDK wenden wahrscheinlich mußt du da Mitglied werden das kannst du aber in die Steuer mit rein geben.Generell denke ich geht die nur was an was mit deiner Leistungsfähigkeit zu tun hat und das ist nicht der Fall dass die dadurch beeinträchtigt ist.
mfg Helga
Hallo Gollinin!
Damit kenne ich mich zwar gar nicht aus ( mein Gebiet wäre ADHS und Tourette Syndrom ), aber ich denke, dass Du ja im Grunde völlig gesund bist und diese Sache genauso irrelevant für Deine Verbeamtung sein müßte, wie die Frage, welchen sexuellen Neigungen man nachgeht o.ä… Das geht doch nur Dich etwas an und beeinflußt weder Deine Arbeit noch das Umfeld. Ich würde mir darüber überhaupt keine Gedanken machen und schweigen!!
Lieben Gruß
Nicky
Hallo,
ich soll demnächst verbeamtet werden (Lehrerin mit
Mangelfach). Nun mache ich mir ein bisschen Sorgen wegen der
amtsärztlichen Untersuchung, denn ich habe ein seltenes
Syndrom, das Küster-Syndrom. Ich wurde ohne Gebärmutter und
Vagina geboren. Die Vagina wurde von 14 Jahren in einer
Operation künstlich hergestellt. Seitdem lebe ich
beschwerdefrei in einer langjährigen Partnerschaft. Und hatte
noch nie wirklich Schwierigkeiten mit der Diagnose (keine
Psychotherapie oderähnliches). Kinder kann ich zwar leider
keine bekommen, aber ich komme gut damit zurecht, da ich es ja
schon so lange weiß und wir wollen auch gern adoptieren. Nun
ist mein Problem aber: kann es sein, dass meine Verbeamtung
aufgrund dessen abgelehnt wird? Muss ich darüber überhaupt
Auskunft geben? Können die das irgendwie nachprüfen?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar!
gollinin
Hallo,
ich bin Arzt und kein Jurist, aber ich denke, Sie haben ja keine Krankheit, sondern eine angeborene Entwicklungsstörung. Das dürfte m.E. einer Verbeamtung in keiner Weise entgegen stehen.
Gruß
Guten Morgen. tut mir leid, da liegt wohl ein Missverständnis vor. Ich bin Expertin im Tourette-Syndrom. Alle Gute chippiman
Hallo gollinin,
hmmm…des ist eine wirklich schwierige Frage,wo ich mich nicht wirklich auskenne,deshalb kann ich Dir nur schreiben,was ich darüber denke:smile:!
Das Du das Küster SYndrom hast,tut mir sehr leid,aber ich freue mich,dass Du damit gut zurecht kommst:smile:)!Da es aber eine Chromosomenstörung ist,ist es glaube ich eh nicht nachweisbar,weil bei der Amtsuntersuchung doch keine gynakologische Untersuchung gemacht wird-oder?Ich finde,des ginge zu weit und würde gegen die Privatsphäre verstössen?!ES gibt doch sicherlich nicht nur"gesunde"Lehrer/innen!Ich würde in Deiner Stelle nix sagen,denn sowas geht sie wirklich nix an!Ein guter Freund von mir hat auch das Tourettesyndrom(mit hörbaren Tics),und der hatte troztdem erfolgreich Lehramt studiert und aus diesem Grund steht Dir nix im Weg,eine gute Lehrerin zu werden:wink:!Ich würde mich freuen,wenn Du mir berichten würdest,wie es weitergegangen ist und drücke Dir ganz feste die Daumen!
Schönen Sonntag wünscht Dir:
Eni
Hallo Gollinin,
leider kenne ich mich damit überhaupt nicht aus.
Weder mit Verbeamtungen noch mit dem Küster Syndrom.
Aber ich glaube das Deine „Erkrankung“ dem Beamtendasein nicht im Wege stehen wird. Wissen die Kollegen davon? Beeinträchtigt Dich die Erkrankung im täglichen Leben? Im Berufsleben?
Wie gesagt, sicher bin ich mir nicht, aber Du hast es bis hier her geschafft und wirst den Weg auch zu Ende gehen können…als Beamtin ;o)
Alles Gute für Dich!
LG
Prilente
Hallo Gollinin,
leider kenne ich mich damit überhaupt nicht aus.
Weder mit Verbeamtungen noch mit dem Küster Syndrom.
Aber ich glaube das Deine „Erkrankung“ dem Beamtendasein nicht im Wege stehen wird. Wissen die Kollegen davon? Beeinträchtigt Dich die Erkrankung im täglichen Leben? Im Berufsleben?
Wie gesagt, sicher bin ich mir nicht, aber Du hast es bis hier her geschafft und wirst den Weg auch zu Ende gehen können…als Beamtin ;o)
Alles Gute für Dich!
LG
Prilente
Hallo,
ich soll demnächst verbeamtet werden (Lehrerin mit
Mangelfach). Nun mache ich mir ein bisschen Sorgen wegen der
amtsärztlichen Untersuchung, denn ich habe ein seltenes
Syndrom, das Küster-Syndrom. Ich wurde ohne Gebärmutter und
Vagina geboren. Die Vagina wurde von 14 Jahren in einer
Operation künstlich hergestellt. Seitdem lebe ich
beschwerdefrei in einer langjährigen Partnerschaft. Und hatte
noch nie wirklich Schwierigkeiten mit der Diagnose (keine
Psychotherapie oderähnliches). …
Hallo,
Danke für Deine Anfrage aber leider bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Erfolg.
Hallo Prilente und alle anderen,
habt vielen Dank für eure Antworten und die Gedanken dazu. Nein, es ist keine Chromosomenstörung, sondern einfach nur „Schicksal“, will sagen, der Körper hat sich hier fehlentwickelt. es beeinträchtigt mich aber in keiner Weise, weder privat noch beruflich. Aber den Kollegen möchte ich das trotzdem nicht erzählen, ist ja doch ziemlich privat!
Ich schau mal wie es weiter geht und hoffe es klappt alles.
Danke!
Keine Diskriminierung erlaubt!
Hallo, vielleicht hat sich dein Thema ja schon erledigt, aber trotzdem diese Info. Ich bin im Hauptpersonalrat und kenne mich ein bisschen mit Gesetzen aus.
Im Beamtenstatusgesetz heißt es zu den Kriterien der Ernennung:
§ 9 Ernennungen sind nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse oder ethnische Herkunft, Behinderung, Religion oder Weltanschauung, politische Anschauungen, Herkunft, Beziehungen oder sexuelle Identität vorzunehmen.
Das heißt: Du brauchst deine sexuelle Identität gar nicht anzugeben, eine Frage danach wäre illegal.
Du findest das Gesetz im Netz unter
http://www.michaelbertling.de/beamtenrecht/gesetze/b….
Was nur relevant sein könnte: Du musst bei der Einstellungsuntersuchung Vorerkrankungen angeben. Solltest du später als Beamtin erkranken aufgrund dieser Unterleibs-OP und hättest sie dem Amtsarzt verschwiegen, ist das ein schwerwiegendes Dienstvergehen, das zur Entlassung aus dem Dienst führen könnte.
Ich würde es angeben, aber sollte es zu einer Verweigerung der Verbeamtung kommen, dagegen wegen Diskriminierung klagen. Bist du Mitglied einer Gewerkschaft oder im VDK? Dann hast du Rechtsschutz!
Lass mal hören, wie es dir ergangen ist.
Alles Gute, Babisch