Seltsamer Steh-Hocker

Es ist nicht mehr nachvollziehbar, woher dieser ältere Steh-Hocker (Sitz-Höhe 78 cm) stammt. Weil ich ihn bei ebay einstellen möchte, erhoffe ich mir hier Aufklärung. Ich selbst vermute, dass er ein kirchlicher Steh-Hocker sein könnte. Nirgendwo fand ich einen ähnlichen Hocker.

Bilder sind hier zu finden: https://www.dropbox.com/sh/ufcy2oor671xti6/Rs0c1o3QMj

Hallo!

Das ist ein auf „altdeutsch“ getrimmter Hausbar-Hocker aus den 60ern.

In manchen sich „fürnehm“ gebenden, Seriosität vortäuschenden Etablissements der „gehobenen“ Innenstadt-Gastronomie dieser Zeit standen die Dinger auch vor dem Tresen…

Herzliche Grüße

Helmut

Hallo,

ähnliche Hocker gab es gaaanz früher in technischen Zeichenbüros, als die Konstrukteure noch an Zeichenbrettern arbeiteten.

Gruß:
Manni

So etwas ähnliches, mit höherer Lehne und mit Ziegenfell bezogen, haben wir vor ~40 Jahren aus Spanien mitgebracht. Haben wir nicht mehr sonst hätte ich ein Foto gemacht.

https://www.dropbox.com/sh/ufcy2oor671xti6/Rs0c1o3QMj

Hallo Grußlose®,

frage doch mal hier an: Deutsches Stuhlmuseum Einbeckhausen
So ein Hocker is ja vom Stuhl nicht weit weg.

Die Bilder sind sehr scharf, mir eher zuviel, bzw. Details sieht man ja, aber 2-3 Bilder mit mehr Abstand passen da sicher gut dazu.

Und kirchlich kann gut sein. Als Schüler waren wir mal in einer großen Kirche, ein Dom?, jedenfalls gab’s da so im Halbkreis hinten Klappsitze die man aus der Wand herunterklappen konnte, auch recht hoch. Sie diente Kuttenträger als Sitz zum Ausruhen während es vom Volk aus gesehen so aussah als ob sie da stundenlang stehen würden.

Vielleicht haben den auch Bildermaler benutzt?

Tipp von mir, warte hier noch 5 Tage, sammel alles ein was netterweise an Ideen kommt, dann bitte den Mod dich ins Sammeln-Brett zu beamen.

Gruß
Reinhard

„Sie diente Kuttenträger als Sitz zum Ausruhen während es vom Volk aus gesehen so aussah als ob sie da stundenlang stehen würden.“
So hab ich das vermutet, Reinhard!
Danke für den Tipp „Stuhlmuseum“.

Danke allen für ihre Antworten, die mir zeigen, dass doch mehreres sein kann…

VIELE GRÜßE allen
Conny

Hallo Conny,

mit bisschen Hallo usw. klappt doch das zwischenmenschliche viel besser.

„Sie diente Kuttenträger als Sitz zum Ausruhen während es vom
Volk aus gesehen so aussah als ob sie da stundenlang stehen
würden.“

So hab ich das vermutet, Reinhard!

Ja, vllt. konnte ich mich auch deshalb so gut daran erinnern weil und da der Lehrer oder der uns da Rumführer und Erklärer verzählt hat daß es für manche auch spezielle Klappsitze gab mit Loch in der Sitzfläche. Und dieses Loch hat schon was mit Stuhl zu tun, bzw. daß Betreffende dann nicht zum Stuhlgang gehen mußten sondern sitzen bleiben konnten.

Diese Klappsitze hingen auch nicht an einer geraden Wand nebeneinander, nein, pro Person waren da so halbrunde „Nischen“, dadrin geschah das stehen, sitzen, „stuhlen“, u.ä.

Danke für den Tipp „Stuhlmuseum“.

Ja, war mir neu, hab mal auf der Seite rumgeschaut, für mich sehr interessant da die 1500 Stühle sehen zu können. Aber viel mehr interessiert mich daß man da in Werkräumen zusehen kann wie mit alter Technik alte Stühle aufgepolstert werden u.v.m.
Und, in Workshop auch selbst mal mit altem Wissen, Technik so ein Stuhl o.ä. basteln darf unter fachm. Anleitung, super sowas.

Danke allen für ihre Antworten, die mir zeigen, dass doch
mehreres sein kann…

Ja, wenn man so sinniert welche „Arbeiten“, wie z.B. das Rumstehen von Kuttenträgern während eines Gottesdienstes o.ä. der Stunden dauern kann, zumindest damals, halt besser im Stehen erledigt werden können wie z.B. malen an so einer Staffelei.
Dann kommt man auf schon vieles. Tja nun, bei langem Stehen, sich mal ein bißchen setzen zu können, wenn auch nur auf einen nicht tiefen Sitz, ist doch förderlich fürs Durchhalten.

Gabs nicht früher in Schulen so Stehpulte für die Pauker? Da würde doch so ein Hocker auch passen.

Was mir noch eingefallen ist, wir mußte eine Zwangsräumung durchführen lassen danach war ich Besitzer von so 5 Möbelobjekten. Sah nicht nach Ikea aus, hätte ja was wert sein können. dann habe ich Bilder machen lassen , mein Schwager ist begeisteter Hobbyfotograf, die hier glaub in Sammeln-Brett gezeigt und auch gefragt. Dann kam der Tipp mit Auktionshaus (naja, hätte ich auch selbst drauf kommen können)

Gleich das ein großes bekanntes uraltes Auktionshaus hier in F. hatte Interesse und wollte die sogar mit in den Auktionskatalog für die nächste große Möbelauktion mitaufnehmen.

Probiere du das doch auch. Denn wenn da keines der Auktionshäuser Interesse hat ist dir wohl klar daß da nicht viel Geld zu holen ist.

Gruß
Reinhard

Danke für Deine ausführliche Antwort, Reinhard,

Deine - von mir zufällig gefundene - Frage (http://www.wer-weiss-was.de/handwerk-hauswirtschaft/…) motivierte mich, auch meinen Stuhl vorzustellen…

Ja, das waren früher rauhe Sitten. In einem alten Theater, Nähe Linz, gabs sogar ein Klo: In einer Nische des Theaters. Immerhin konnte man einen Vorhang zuziehen, verpasste aber keinen Teil des Stücks. :smiley:
Kirchliche Messen und Theaterstücke können sich ziehen. :wink:

Gruß hinterher schicke…

Conny

Hallo,

auf jeden Fall ist das ein Hocker, auf dem Personen mit Röcken (Kleidern) o.ä. sitzen können und auch „Hosenträger“.

Denn diese können den einen „Stiel“ zwischen die Beine nehmen.
Es könnten also Zeichneinnen und Zeichner gewesen sein:wink:

Gruß:
Manni