Hi,
Ein Bekannter von mir wiederholt beim Sprechen extrem häufig den letzten Teil seines zuletzt gesagten Satzes. Manchmal wiederholt er seinen letzten Satz auch vollständig.
Auf einer Seite über das Tourette Syndrom (vokale Tics) hab ich das gefunden:
Palilalie: selbst gesprochene Wörter, Silben oder Satzteile werden wiederholt. Ausgeprägte Formen erinnern an Stottern. Gelegentlich besteht eine Art „Sprechblockade“.
Hinzu kommt:
Seit seine Frau weg ist, ist er depressiv. Das merkt man ihm aber nicht an.
Seine Wohnung ist extrem versifft und vermüllt, er öffnet anscheinend keine Briefe. Ein richtiger extremer Messi scheint er (noch?) nicht zu sein. Das schlimme ist, es wohnen Kinder bei ihm. Er lässt natürlich nicht mit sich reden.
Keine Ahnung ob zw. diesem Sprechverhalten und seinem psych. Zustand ein Zusammenhang besteht.
Ich glaube zwar nicht, dass man da viel machen kann, aber vielleicht hat ja doch jmd. einen Tip.
bye
Abklären lassen
Hallo Marion,
die von Dir geschilderten Verhaltensauffälligkeiten sind unbestimmte Symptome, die bei unterschiedlichen neurologischen Erkrankungen und auch psychischen Störungen auftreten. Verwahrlosung und niedergedrückte Stimmung kann darüber hinaus auch als Trauerreaktion für einen bestimmten Zeitraum gelten, würde aber ggf. ebenfalls zu einer ganzen Bandbreite von Störungen und Erkrankungen gehören.
Ich empfehle Dir für die Abklärung vor allem der Sprechauffälligkeiten die neurologische und neuropsychologische Diagnostik, sollten depressive Stimmung über einen längeren Zeitraum als 6 bis 8 Wochen anhalten oder einen große Ausprägungsgrad erreichen, sollten selbstverständlich ein klinischer Psychologe, psychologischer Psychotherapeut oder ein Psychiater konsultiert werden.
Gute Besserung wünscht
Sam
Psychologe in der klinischen Therapieforschung
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Hi!
Danke Sam für deine Ausführungen.
die von Dir geschilderten Verhaltensauffälligkeiten sind
unbestimmte Symptome, die bei unterschiedlichen neurologischen
Erkrankungen und auch psychischen Störungen auftreten.
Danke. Bestätigt meine Annhame. Ist sehr komplex, da spielt eben vieles mit rein. Tippe aber mehr auf Psyche. Aber auch die kann ja bestimmt zu chemisch-neurologischem Ungleichgewicht führen?
Ich empfehle Dir für die Abklärung vor allem der
Sprechauffälligkeiten die neurologische und
neuropsychologische Diagnostik, sollten depressive Stimmung
über einen längeren Zeitraum als 6 bis 8 Wochen anhalten oder
Das geht seit fast 5 Jahren. Hat sich anscheinend gesteigert. Man merkte es ihm ja nicht an. Lief alles in seinem Kämmerlein ab.
einen große Ausprägungsgrad erreichen, sollten
selbstverständlich ein klinischer Psychologe, psychologischer
Psychotherapeut oder ein Psychiater konsultiert werden.
Das sagte ich ihm auch. Da ist nix zu machen. Seine Frau macht aber jetzt wohl Druck wg. der Kinder. Er versorgt sie zwar ganz gut, aber der Zustand der Whg. ist eigentlich nicht tragbar
Gute Besserung wünscht
bye
Hallo Marion
Es muss sich garnicht mal um ein Tourette-Syndrom handeln, es könnte z.B. eine Zwangsneurose sein. Einige Zwangsneurotiker neigen dazu, die ltzten Worte oder den letzten Satz zwanghaft zu wiederholen.
Gar nicht mal so selten übrigens.
Gruß,
Branden
Hi,
Es muss sich garnicht mal um ein Tourette-Syndrom handeln,
Bin eher zufällig darüber gestolpert. Hatte echte Schwierigkeiten, nach was ich suchen sollte.
könnte z.B. eine Zwangsneurose sein. Einige Zwangsneurotiker
neigen dazu, die ltzten Worte oder den letzten Satz zwanghaft
zu wiederholen.
Gar nicht mal so selten übrigens.
Danke. Ein Putzzwang würde ihm aber besser tun 
Ist halt schlimm, wenn man mitansehen muss, wie Menschen immer mehr abdriften. Er nimmt sein Leben nicht mehr in die Hand. Den Strom hatte man ihm schon abgestellt. Würde mich nicht wundern, wenn irgendwann eine Räumungsklage kommt. Wenn Menschen sich nicht selbst helfen wollen, kommt man halt nicht an sie ran 
thx and bye
Hallo Marion
Danke. Ein Putzzwang würde ihm aber besser tun 
Das sehr „dynamische“ Verhältnis des Zwangsneurotikers zu Schmutz/Sauberkeit und Ordnung/Unordnung ist schon manchmal faszinierend.
Denk nur mal an Howard Highes, dessen Leben vor kurzem in einem US-amer.- Film dargestellt wurde (Leonardo di Caprio in der Hauptrolle).
Der Film war zwar nicht so gut, wie ichb erwartet hatte, aber einiges konnte man dennoch sehen, z.B. die Paradoxie im Hygiene-Verhalten.
Gruß,
Branden
Korrektur: sollte Howard Hughes heißen

OT
Hallo Marion!
Wenn
Menschen sich nicht selbst helfen wollen, kommt man halt nicht
an sie ran 
Ich glaube, statt dem „wollen“ macht sich ein „können“ wesentlich besser in dem Satz.
Lieben Gruß
Patrick
Hi Patrick,
ist es nicht eher so, dass man an
Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen,
nur schwer rankommt?
Michael
Hi,
ich sehe das so:
Wenn jmd sich nicht selbt helfen kann, aber eigentlich geholfen bekommen will (Einsicht etwas zu ändern) hat man eine Basis, an der man ansetzten kann. Wie heißt es so schön?: Der Wille muss vom Patienten ausgehen. Oder so ähnlich?
Sicher kann man einige Menschen auch motivieren, oder sie wollen erst (lange) gut zugeredet bekommen. Aber wenn jmd unentwegt blockt, hat man keine Chance. Außer Zwangseineisung (krass gesagt)
bye