Seltsames Verhalten bei XP Pro SP3

Hallo lieber LeserInnen,

zurzeit habe ich folgendes Problem mit einen meiner Rechner.

Umgebungsbedingungen:

  • Rechner ist ein DELL Dimension E520 mit 2GB RAM und 2x320 GB SATA
  • Windows XP Pro mit SP3 (Automatischer MS-Update)
  • Avast IE 5 (Firewall und Virenscanner)
  • Der Rechner befindet sich in einen LAN mit 4 weiteren Rechnern.
  • Internet wird über eine AVM 7270 (16Mbit/Sek) realisiert.
  • Im LAN wird IPv4 und IPv6 „gesprochen“
  • USV ist vorhanden, mit einer max. Laufzeit von 20 Minuten nach Stromausfall.

Zum Problem selbst:
Seit einiger Zeit schaltet sich der Rechner unerwartet oft aus, ohne das ein Grund dafür vorhanden wäre.
Folgende Massnahmen habe ich schon durchgeführt:

  • Austausch des Netzteils
  • Austausch der GraKa
  • Austausch der RAM-Riegel

Testen beider Festplatten und auslesen der S.M.A.R.T ohne Befund.
Sicherung der Partitionen mit Acronis True Image 2009
(Ohne die wäre ich am verzeifeln)

Nun habe ich per Zufall festgestellt, das dieses Problem durch eine bestimmte Aktion auftritt.
Es tritt dann auf, wenn ein Programm, zb Outlook, den Internetexplorer, bzw Firefox aufruft.
Oder aber ein anderes Programm will einen Online-Update machen. (Avast)

Soweit konnte ich den Fehler schon eingrenzen.
Sobald ich den Firefox schon gestartet hatte und ein anderes Programm will ins Internet, dann tritt der Fehler nicht auf.

Wer kann mir bei meinen Problem weiterhelfen.
Ich denke nicht, das eine Neuinstallation von XP irgendetwas bringen würde.

LG
Ilkka

Hi Ilkka

Nun, du hast schon verschiedenes ausgetauscht… schwer zu sagen, wo das Problem liegt. Denke, du must fast mit dem Ausschluss-Verfahren Fehlerquelle für Fehlerquelle auschliessen. Ich denke auch, dass eine Neuinstallation von XP nichts bringen würde.

Es könnte was mit dem Netzwerkkarten-Treiber zu tun haben. Deaktiviere doch mal im Gerätemanager die Netzwerkkarte, starte neu, und prüfe danach, ob der Fehler immer noch auftritt. Wenn der Fehler weg ist, muss es fast was mit der Netzwerkkarte- oder dem Netzwarkkartentreiber zu tun habe. Karte wieder aktivieren und mal die Netzwerkkarten-Treiber aktualisieren. (Hersteller-Homepage)

Eine weitere Fehlerquelle könne ein Virus (vorallem des Typs Rootkit) sein. Ein Rootkit hängt sich auf Treiberebene rein, und das kann zu Bluescreen oder andern komischen Effekten führen. Aber achtung, die meisten Rootkits verstecken sich vor dem System… also sobald Windows läuft, werden die Virendateien vom Virus für das System ausgeblendet. Am besten einen Offline-Virenscanner verwenden wie z.B. den von Avira:

http://www.free-av.com/de/produkte/12/avira_antivir_…

Ein weiterer Ursache könnte natürlich auch ein Problem mit der Hardware sein: Lüftung, dem Mainboard (defekt…) oder der Netzwerkarte selbst.

Gruss
Sam

Hallo Sam,
danke für Deine Nachricht

Nun, du hast schon verschiedenes ausgetauscht… schwer zu
sagen, wo das Problem liegt. Denke, du must fast mit dem
Ausschluss-Verfahren Fehlerquelle für Fehlerquelle
auschliessen. Ich denke auch, dass eine Neuinstallation von XP
nichts bringen würde.

Ja, es bleibt mir wirklich kaum eine andere Alternative als das Ausschlußverfahren übrig.

Es könnte was mit dem Netzwerkkarten-Treiber zu tun haben.
Deaktiviere doch mal im Gerätemanager die Netzwerkkarte,
starte neu, und prüfe danach, ob der Fehler immer noch
auftritt. Wenn der Fehler weg ist, muss es fast was mit der
Netzwerkkarte- oder dem Netzwarkkartentreiber zu tun habe.
Karte wieder aktivieren und mal die Netzwerkkarten-Treiber
aktualisieren. (Hersteller-Homepage)

Hatte ich auch schon gemacht, ich vergas es nur zu erwähnen.
Habe die interne On-Board-Karte disabled und eine PCI-Karte reingesteckt.
Leider brachte dies auch nichts.
Die Treiber sind bei mir alle auf dem neuesten Stand.
Hatte auch das IPv6 kurzfristig in Verdacht gehabt und dieses Protokoll abgeschaltet. Leider auch keinen Erfolg.
Dabei war die Netzwerkkarte eigentlich dann das Naheliegenste gewesen.

Ach und noch etwas habe ich grad im Test.
Die Auslagerungsdatei auf eine andere Platte verschoben.

Eine weitere Fehlerquelle könne ein Virus (vorallem des Typs
Rootkit) sein. Ein Rootkit hängt sich auf Treiberebene rein,
und das kann zu Bluescreen oder andern komischen Effekten
führen. Aber achtung, die meisten Rootkits verstecken sich vor
dem System… also sobald Windows läuft, werden die
Virendateien vom Virus für das System ausgeblendet. Am besten
einen Offline-Virenscanner verwenden wie z.B. den von Avira:

http://www.free-av.com/de/produkte/12/avira_antivir_…

Auch überprüft.
Der Avast IE 5 besitzt einen Offlinemodus, mit dem ich die Festplatten überprüfen kann, ohne das Windows überhaupt gestartet ist.
Auch ohne Erfolg. Also nichts gefunden.

Ein weiterer Ursache könnte natürlich auch ein Problem mit der
Hardware sein: Lüftung, dem Mainboard (defekt…) oder der
Netzwerkarte selbst.

Lüftung schliesse ich aus. Der Rechner ist sehr gut gekühlt.
Innentemp=42°, CPU=54°, GPU=56°, HDD1=47° und HDD2=45°

Netzwerkkarte kann es nicht sein, siehe oben.

Tja, ich hoffe das es nicht die Mainboard ist. Jedenfalls sagt die DELL-Diagnostik nichts aus.

Meine Hoffnung ist immer noch, dass es irgendwas an der Programmübergabe (API) von einen Programm ins andere (Netzwerk) zu tun hat.

Irgendein rumspinnerndes DLL oder sowas.

Grüßle
Ilkka

Hallo IIkka

Auch überprüft.
Der Avast IE 5 besitzt einen Offlinemodus, mit dem ich die
Festplatten überprüfen kann, ohne das Windows überhaupt
gestartet ist.
Auch ohne Erfolg. Also nichts gefunden.

Nun, das ist Prima… nun das grosse ABER: KEIN Antivirenprogramm erkennt 100% der Viren! Also mal noch mit einem oder zwei weiteren Offline-Scanner das System prüfen, kann nie schaden! Damit wird einfach die Erkennungsrate noch etwas nach oben gebracht. Ich finde Avast ein super Produkt, aber hatte auch schon paar male, dass der Avast bestimmte Dinger nicht gefunden hat, wo andere Scanner Viren gefunden haben. Ich habe 2 bis 3 virenverseuchte Geräte hier stehen pro Woche… :wink:

Lüftung schliesse ich aus. Der Rechner ist sehr gut gekühlt.
Innentemp=42°, CPU=54°, GPU=56°, HDD1=47° und HDD2=45°

Ja, sieht ok aus.

Tja, ich hoffe das es nicht die Mainboard ist. Jedenfalls sagt
die DELL-Diagnostik nichts aus.

Nun, wenn irgendwo ein kleiner elektronischer Bauteil zwischendurch nicht mehr korrekt arbeitet, erkennt das die DELL-Diagnostik leider auch nicht.

Ich finde es grundsätzlich komisch, dass das Gerät ausschaltet. Tritt ein schwerwiegender Kernel-Fehler in Windows auf, erscheint in der Regel ein Bluescreen oder das Gerät statet neu.

Vom Verhalten her habe ich deshalb eher den Verdacht auf einen Hardwarefehler… Mainboard… Prozessor…

Meine Hoffnung ist immer noch, dass es irgendwas an der
Programmübergabe (API) von einen Programm ins andere
(Netzwerk) zu tun hat.
Irgendein rumspinnerndes DLL oder sowas.

Nun, es ist so, das vom Systemdesign her so, dass solche Hardware-Befehl keine Programme direkt ausführen können, sondern nur Windows selbst (Windows-Kernel) oder geladene Treiber. Programme haben keine direkte Zugriffsmöglichkeiten auf die Hardware. Deswegen auch nicht die DLLs usw., das sind auch „Programme“. Da würde nur die betroffene Anwendung beendet, fertig. Und die System-Dateien der API sind vom Windows mit dem Systemfile-Protection geschützt. Werden diese gelöscht oder verändert, wird diese von Windows wieder automatisch hergestellt.

Sonst starte mal noch über Start -> Ausführen den Befehl sfc /scannow

Damit wird geprüft, ob alle Windows-Dateien noch Origial sind.

Gruss
Sam

Hallo Sam,

ganz lieben Dank für Deine Zeit, die Du opferst.
Ich lasse mal die nun unwichtigen und abgehakten Sachen weg.

Nun, das ist Prima… nun das grosse ABER: KEIN
Antivirenprogramm erkennt 100% der Viren! Also mal noch mit
einem oder zwei weiteren Offline-Scanner das System prüfen,
kann nie schaden! Damit wird einfach die Erkennungsrate noch
etwas nach oben gebracht. Ich finde Avast ein super Produkt,
aber hatte auch schon paar male, dass der Avast bestimmte
Dinger nicht gefunden hat, wo andere Scanner Viren gefunden
haben. Ich habe 2 bis 3 virenverseuchte Geräte hier stehen pro
Woche… :wink:

Guter Tip.
Da hast Du Recht.
Man sollte immer auch andere Virenscanner konsultieren.
Werde ich heute Nacht den Avira mal laufen lassen.

Nun, wenn irgendwo ein kleiner elektronischer Bauteil
zwischendurch nicht mehr korrekt arbeitet, erkennt das die
DELL-Diagnostik leider auch nicht.

Stimmt allerdings.
Ich „liebe“ solche sporadischen Fehler.

Ich finde es grundsätzlich komisch, dass das Gerät
ausschaltet. Tritt ein schwerwiegender Kernel-Fehler in
Windows auf, erscheint in der Regel ein Bluescreen oder das
Gerät statet neu.

Genau das ist ja das Witzige an der ganzen Sache.
Kein Blue-Screen. Ist bei mir noch niemals aufgetreten.
Ich warte ja sehnsüchtig drauf, damit ich einen Anhaltspunkt bekomme. (Neustarten habe ich für den Fall abgeschaltet)

Vom Verhalten her habe ich deshalb eher den Verdacht auf einen
Hardwarefehler… Mainboard… Prozessor…

Hmmmm. Ich sollte vielleicht am Wochenende mal den Langzeittest von DELL machen.
Der dauert dann aber auch gute 24 Stunden.

Meine Hoffnung ist immer noch, dass es irgendwas an der
Programmübergabe (API) von einen Programm ins andere
(Netzwerk) zu tun hat.
Irgendein rumspinnerndes DLL oder sowas.

Nun, es ist so, das vom Systemdesign her so, dass solche
Hardware-Befehl keine Programme direkt ausführen können,
sondern nur Windows selbst (Windows-Kernel) oder geladene
Treiber. Programme haben keine direkte Zugriffsmöglichkeiten
auf die Hardware. Deswegen auch nicht die DLLs usw., das sind
auch „Programme“. Da würde nur die betroffene Anwendung
beendet, fertig. Und die System-Dateien der API sind vom
Windows mit dem Systemfile-Protection geschützt. Werden diese
gelöscht oder verändert, wird diese von Windows wieder
automatisch hergestellt.

Stimmt auch wieder, grmml.

Sonst starte mal noch über Start -> Ausführen den Befehl sfc
/scannow

Damit wird geprüft, ob alle Windows-Dateien noch Origial sind.

Den sfc /scannow hatte ich schon gemacht.
Der hatte allerdings nicht irgendeine Datei angemeckert.

Ich werde aber mal Deine Tipps noch einmal durchgehen und ausführen.
Vielleicht tritt ja irgendetwas zutage, was ich villeicht übersehen habe.

Wenn Dir, oder jemand anders noch etwas einfällt, bitte posten.

Werde auf jeden Fall weiter berichten.

Liebe Grüßle
Ilkka

Hallo Ilkka,

  • USV ist vorhanden, mit einer max. Laufzeit von 20 Minuten
    nach Stromausfall.

oh, da werd ich hellhörig, besonders bei unerklärlichen Ereignissen. APC? Falls ja, mal den Dienst deaktivieren oder komplett deinstallieren. Klingt erstmal sehr unwahrscheinlich, aber wenn man es mal erlebt hat…

Gruß

osmodius

hey,

hast schon mal in die Ereignisanzeige reingesehn? Die speichert nämlich gern Fehler(Systemsteuerung/Verwaltung/Ereignisanzeige).

lg,
fred

Hallo zusammen,

der Fehler scheint tatsächlich an dem „wackeligen“ SATA-Verbindungskabel gelegen zu haben.

Seit dem Austausch des Kabels hat sich der Rechner nicht mehr ungefragt ausgeschaltet.

Leider sind solche fiesen Fehler nicht sofort erkennbar und man sucht häufig an den falschen Stellen.

Ich denke, das wir den Fall zu den Akten legen können.
Möchte aber nicht vergessen, bei allen ganz herzlich für die Unterstützung zu bedanken.

LG
Ilkka