Seminararbeit : Vergleich Titanic Eulenspiegel

Sehr geehrte Forum-Nutzer,
ich bin neu hier und brauche Hilfe für eine wichtige Arbeit. Ich bin in der 11ten Klasse eines Gymnasiums und schreibe zur Zeit meine Seminararbeit. Dabei geht es um den Vergleich der Satirezeitschriften „Titanic“ und „Eulenspiegel“.
Ich brauche Meinungen zum Humorunterschied und habe wichtige Fragen zusammengefasst.

  1. Wodurch unterscheiden sich die Humore der Zeitschriften „Titanic“ und „Eulenspiegel“ ?

  2. Gibt es oder gab es Humorunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland ?

  3. (Falls ihr eine der beiden lest): Was fasziniert euch an Satire generell, seien es Karikaturen, Texte, Bilder, etc.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Danke im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Robin

Hallo,
leider bin ich Dir bei dieser Frage nicht nützlich.
Sicherlich wird ein anderer Poster Dir weiterhelfen können.

Gruß Vil

Hallo Robin!
Über den Eulenspiegel kann ich keine Meinung abgeben, da ich die Zeitschrift nicht kenne.
Ich finde, daß es keine faßbaren Humorunterschiede außer der inhaltlichen Differenzen (im Osten wurde eben über die Stasi gewitzelt, bei uns über „Birne“…) gibt.
Allgemein mag ich den Mut und die Radikalität einer guten Satire, die die Zustände im Land kritisch und entlarvend betrachtet.
Viel Erfolg mit deiner Arbeit!
Gruß
Katja

Mojn Robin,

ich habe längere Zeit über deine Anfrage nachgedacht…

  • Bitte schnapp dir mal dir mal die genannten Zeitschriften und beschreibe (für dich) was du siehst.
    Das bringt dich weiter als alles Antworten von ‚Experten‘. Bei allem Respekt einer Schülerarbeit gegenüber: Die Unterschiede musst du auch hier selbsttätig herausarbeiten. Ohne Eigenleistung plapperst du nur das nach was andere meinen.

Wenn du Problem in der Kriterienbildung hast, kannst du dich gerne wieder an mich wenden.

  • Auch bei Schülerarbeiten geht es in der 11. Klasse nicht ohne Literatur zum Thema. Das ist allemal sinnvoller als Meinungen von Experten…

Wenn du Probleme in der Literaturrecherche hast, kannst du dich gerne auch wieder an mich wenden.

  • Zu deiner dritten Frage konkret die Gegenfrage warum Menschen bei Satiren lachen.
    Wenn du diesen Strang verfolgst, erhältst du eine Antwort (von vielen Möglichkeiten).

Das werden wohl Antworten sein, die nicht unbedingt bequem für dich sind. Für Bequemlichkeit sind weder Eulenspiegel noch Titanc oder ich nicht hier; dafür ist das ZDF allemal aber gut…

In diesem Sinne dir Erfolg bei Recherche und Erkenntnis wünschend
Axel

Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben meine Frage durchzulesen. Mir geht es darum, Meinung anderer zu bekommen, da dies extra Punkte in der Gliederung sind. Die Punkte heißen: 1.Humorunterschiede der Zeitschriften anhand von Meinungen in einem Forum
2.Humorunterschiede zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland anhand von Meinungen in einem Forum
3.Faszination der Leser an Satire anhand von Meinungen in einem Forum
Mein Lehrer war begeistert von diesen Punkten, deshalb habe ich sie in die Gliederung aufgenommen.
Deshalb bin ich auf Meinungen anderer angewiesen. Dass hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen :smile:.
Sekundärliteratur habe ich schon genug, damit habe ich die anderen Punkte der Arbeit schon ausgestaltet. Ich habe auch schon ein Interview mit einem ehemaligen Eulenspiegel-Zeichner über die oben genannten Punkte geführt. Ich bräuchte nur noch ein wenig mehr Meinungen, um eine umfassende Zusammenfassung zu schreiben.

Gruß Robin

Hallo Robin,

leider hatte ich schon lange keine Titanic mehr in der Hand und der Eulenspiegel ist mir nur am Rande bekannt.
Aber aufgrund der Geschichte beider Magazine dürfte zumindest vor der Wiedervereinigung ein recht großer Unterschied bestanden haben.
Der Eulenspiegel wurde sicherlich genau beobachtet und unerwünschte Beiträge wurden zensiert. Im Westen kam es dagegen langsam in Mode, dass sich bestimmte Promi-Gruppen schon fast geehrt fühlten, wenn man sie veräppelte.

Mit dem Aufkommen der Spassgesellschaft dürfte es den Satire-Magazinen wohl ähnlich ergangen sein, wie dem Kabarett im Fernsehen. Der Überfluss an unsinniger Komik verdrängte langsam die spitze Satire und den feinsinnigen Humor.

Das Faszinierende an der Satire ist ja gerade, dass sie Missstände aufdeckt und sie der Lächerlichkeit preisgibt. Der feinsinnige Humor ist da etwas gnädiger, entlarvt ebenfalls das Fehlverhalten, akzeptiert es aber als menschlich gegeben und lacht darüber.

Mit der Comedy-Welle dagegen verlegte sich der Humor mehr auf Clichés und Plattheiten. Gelacht wird über alles und jeden und selbst wenn es mal politisch wird, geht es meist nur um Schadenfreude.

Ich habe mal einen kurzen Blick auf die Internetseiten von Titanic und Eulenspiegel geworfen. Titanic hatte eine imitierte Amazon-Seite mit Bettina Wulffs Buch. Unten drunter war zu lesen: „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch folgende Artikel bestellt“ und es folgte eine Aufzählung erotischer Literatur und Utensilien.
Die Botschaft ist klar: Frau Wulff macht viel Tamtam um die Spekulationen um eine Rotlichtvergangenheit, aber eigentlich setzt sie es zielgerecht für den Verkaufsstart ihres Buches ein.

Der Eulenspiegel hatte ein altes Gemälde, das derart manipuliert war, dass es nach „Organhandel“ aussieht. Auch hier ist klar, dass es um den Skandal um die Organspenden geht.

Im ersten Fall wird die Person ganz gezielt aufs Korn genommen, im zweiten Fall wird die Sache an sich kritisiert ohne bestimmte Personen anzuprangern.
Ob diese vorsichtigere Art des Eulenspiegel nun aber typisch ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen.
Viel Glück mit dieser Arbeit!

Horst

hallo robin,
ich kenne zwar die publikationen, mein interesse liegt aber mehr auf eigenen abgrenzungen zu dieser prof-schiene, d.h. ich versuche satire ohne kommerzielle aspekte zu kreieren.

gr./Dieter