Senkschäden am Grab nach kurzer Zeit normal?

Hallo,

nachdem ich hier die rechtliche Seite erfragt habe
/t/senkschaeden-grab-gewaehrleistung/4464976
nun die gartenbautechnische…

Ich habe eine Gartenbaufirma beauftragt, um ein Grab aufzufüllen und einen Kantenstein zu setzen. Das hätte ich natürlich auch selbst machen können, aber es soll ja gut aussehen… Die Pflanzen habe ich dann selbst gesetzt.

Nach bereits 4 Monaten ist das Grab deutlich abgesackt, Lücken zwischen Erde und Umrandung sind entstanden. Nach 6 Monaten ist das Grab etwa 15cm abgesackt, die Pflanzen sind ausgewurzelt und die Kantensteine fallen nach innen. Es sieht schlimm aus.

Die Gärtnerei schiebt nun alles auf den Regen, auf den Frost, auf den Sarg und auf die schlechten Wege… Dabei ist dieser Winter sehr milde hier oben bei Bremen und die ersten stärkeren Schäden waren schon im Dezember zu erkennen.

Ist es wirklich so normal, dass die Grabstätte nach 4-6 Monaten starke Senkschäden aufweist? Üblicherweise ist dies doch erst nach 10 bis 15 Jahren der Fall - oder?
Kann trotz guter Arbeit ein so großer Schaden entstehen?
Wie ließe sich dies zukünftig vermeiden?

Gruß
Tato

Guten Morgen Tato,

es ist durchaus möglich, dass die Graberde nach kurzer Zeit absackt,
bedingt durch das Verdichten der aufgefüllten Erde. Meistens wird das Grab maschinell durch einen Bagger ausgehoben. Dadurch entstehen große Erdbrocken, die wieder eingefüllt werden und die sich dann nach und nach verdichten, gegünstigt auch durch Witterungseinflüsse (Regen, Nässe). Dadurch sinkt ein Grab im ersten Jahr immer wieder ein. Das müsste aber ein Gartenbaubetrieb wissen. Dass das Absacken der Erde durch den Einbruch des Sarges entstanden sein soll, ist nach so kurzer Zeit ziemlich unwahrscheinlich. Ein normaler Sarg (je nach Qualität) hält oft jahrelang.

Gruß von der
kleinen Göre

Hallo Tato,

ich bin kein Fachmann, aber uns wurde damals geraten, den Grabstein erst frühestens nach 6 Monaten zu setzen, da sich das Grab in dieser Zeit stark setzen würde. Ich geh mal davon aus, das dies bei einer Umrandung ebenso zutrifft. Also dürfte das ein ganz normaler Vorgang sein. Eigentlich hätte der Gartenbaubetrieb Dich darauf hinweisen müssen, unser Steinmetz hatte dies getan, nach ca. 9 Monaten wurde der Stein gesetzt und wir hatten keine Probleme.

Gruß

Tina

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