Sensibilität - genetisch oder psychologisch?

Hallo zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob Sensibilität (im Sinne von Empfindlichkeit (Psychologie)) genetisch oder psychologisch bedingt ist. Kann beispielsweise Jemand, der sehr unsensibel (sensibel) ist, durch Änderung der Lebenseinstellung (möglicherweise durch (jahrelange) Positiv-/ Negativ-Erfahrung) sensibel (unsensibel) werden?
Ist Sensibilität erbbar?

Ist das der Grund für den „Hang zur Depressivität“?

MfG
stups :o]

Hi stups

ich wollte mal nachfragen, ob Sensibilität (im Sinne von
Empfindlichkeit (Psychologie)) genetisch oder psychologisch
bedingt ist.

Ich denke, mit der Sensibilität (die ja schwer bestimmbar bzw. eingrenzbar ist, denn manche Leute sind in manchen Bereichen sensibel, andere in anderen) verhält es sich dabei wie mit anderen Eienschaften - es wird ja heutzutage bei den meisten Eigenschaften ein Mix aus beidem angenommen, also Erbe und Umwelt.

Ist das der Grund für den „Hang zur Depressivität“?

Das würde ich nicht annehmen. Die Entstehung von Depressivität bzw. eine depressive Akzentuierung in der Persönlichkeit fußt auf anderen Dingen, z.B. einem schlecht durchlebten ersten Lebensjahr.
Gruß,
Branden

Huhu!

Ich weiss nicht, ob da jemand schonmal ne Untersuchung zu gemacht hat, ich denke aber, das das schwer quantifizierbar ist, vor allem weil die Genomforschung noch ganz am Anfang steht.

Aber ich denke, das man das nicht trennen kann - falls „Sensibilität“ eine genetisches Komponente hat (wovon ich ausgehe), ist die Anlage zu Sensibilität vererbar, nicht die „Sensibilität“ an sich, die wahrscheinlich stark von der Umwelt und dem erleben von Gesellschaft abhängt.

Ich denke, das jemand, der total unsensibel ist, sich auf dem Gebiet durchaus verbessern kann - aber das sagt nichts über die erblichkeit aus, sonern nur über die Umwelt, die den Menschen verändern kann.

Viele Grüße!
Scrabz aka aka.

Hallo zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob Sensibilität (im Sinne von
Empfindlichkeit (Psychologie)) genetisch oder psychologisch
bedingt ist. Kann beispielsweise Jemand, der sehr unsensibel
(sensibel) ist, durch Änderung der Lebenseinstellung
(möglicherweise durch (jahrelange) Positiv-/
Negativ-Erfahrung) sensibel (unsensibel) werden?
Ist Sensibilität erbbar?

Hallo Stupsnase,
also ich muss Dir sagen, dass ich nur ein Laie bin, der kein Fachwissen hat. Allerdings habe ich selbst schon so einige Erfahrungen hinter mir.
Beispielsweise wurde ich in der Schule gemobbt, meine Mutter hat Krebs, bei meiner Erziehung wurde auch der eine oder andere Fehler begangen… .
mit unter aus diesen Gründen hatte ich lange Jahre Alpträume. Mir wird allerdings in der Schule von den Lehrenrn nachgesagt, dass ich ein sehr feinfühliger Mensch wäre. (die wissen das von meiner Mutter)
Man kann darüber denken, was man will, aber eins ist für mich klar:
Unsere Erfahrung prägen uns ständig und haben großen Einfluss auf unsere Persönlichkeit.
Sehr ausschlaggebend sind die frühkindlichen ersten drei Jahre! Von denen weiß man selbst so gut wie nix mehr. Ich denke, dass sich hier schon der wesentliche Teil zusammensetzt der später dann nur noch stärker ausgeprägt wird. Ich glaube nicht, dass solche Eigenschaften vererbbar sind! Aber ich WEIß es nicht!
Vielleicht konnte ich Dir ja helfen,
LG Bartagame

Hallo!

Es soll wohl grundsätzlich Menschen geben, deren Neuronen etwas schneller feuern, als die anderer Menschen. So eine interindividuell verschiedene Reaktivität könnte ja durchaus etwas mit Sensibilität zu tun haben.
Auch das Persönlichkeitsmerkmal Neurotizismus verweist in die Richtung (5 Faktorenmodell der Persönlichkeit, relevane Autoren z.B. Costa, McCrae, Ostendorf, Angleitner). DAzu gibt es jede Menge Forschung, wer möge, recherchiere in diese Richtung.

Da fast alle theoretischen Annahmen von Multikausalität ausgehen, spielt bestimmt auch bei „SEnsibilität“ sowohl Umwelt als auch Persönlichkeit eine Rolle. Deswegen würde ich mich auch nicht auf die unten postulierte psychodynamische/tiefenpsychologische Erklärung für DEpression (die SAche mit dem ersten Lebensjahr) verlassen.

Bei Depression sind verschiedene Faktoren (genetische Komponente, bestimmte Lebensereignisse, Verarbeitungsstile, Kognitionen & Grübeln, interpersonelle Faktoren, Verstärkung etc. …-leider habe ich meine Unterlagen nicht hier und ein GEdächtnis wie ein Sieb) gut belegt. Man geht häufig von einem Diathese-Stress-Modell aus: Sicherlich kann man annehmen, dass jemand ohne entsprechende genetische Disposition eher mit verschiedenen Dingen auch ohne Ausbildung depressiver Symptome fertig werden kann, im Gegensatz zu jemanden mit einer solchen Diathese. Man könnte auch vorhersagen, dass jemand der höchstwahrscheinlich eine stärkere genetische Veranlagung hat ohne ensprechende Auslöser vielleicht nie depressive Symptome bekommen wird. Dies sind starke Vereinfachungen, die aber zeigen sollen, dass man ein wenig breiter gucken sollte, als nur auf einen Faktor und keine 100%-tigen Vohersagen machen soll.

Viele Grüße
Klara

P.S. das wollte ich gerne zu diesem Forum loswerden, bin mir aber nicht sicher, ob es überhaupt noch die Frage trifft…

Hallo zusammen,

ich wollte mal nachfragen, ob Sensibilität (im Sinne von
Empfindlichkeit (Psychologie)) genetisch oder psychologisch
bedingt ist. Kann beispielsweise Jemand, der sehr unsensibel
(sensibel) ist, durch Änderung der Lebenseinstellung
(möglicherweise durch (jahrelange) Positiv-/
Negativ-Erfahrung) sensibel (unsensibel) werden?
Ist Sensibilität erbbar?

Ist das der Grund für den „Hang zur Depressivität“?

MfG
stups :o]