Sensibilitätstörung S1 Syndrom Taubheit -

Hallo und guten Tag,

ich hatte im Nov. 2012 ein Hebetrauma im Bereich des L5/S1 mit einschiessenden Schmerz…ganz klassisch wie im Lehrbuch. Ibu und Musaril half prima den Schmerz zu killen…wenige Stunden später folgte dann ein sensibler Ausfall im Bereich der S1 Wurzel, diese war so schlimm, dass ich ein deutlich sensibles Gefühlsdefizit hatte, und ich beim autofahren das Kupplungspedal nicht mehr richtig bzw. auch den Widerstand nicht mehr richtig einschätzen konnte. Daraufhin folgte eine stationäre Aufnahme mit MRT HWS/BWS LWS und gesondert nochmal ein PLEXUS MRT des S1. Die Syptomatik ist links. Die MRT´s brachten nichts, ausser diffuser BSV´s im Bereich der rechten Seite der LWS in mehreren Etagen z.T. verkalkt oder mit diskreter Einengung der Foramina. Ich selbst habe keine spürbaren Symptome rechts. Kein Schmerz, keine Taubheit. Ferner wurden NLG, EMG und SEP der Beine angelegt, tibialis SEP hatte eine 4 millisec. Latenz, die aber bei der 2 ten Kontrolle eine Woche später wieder normal war. Das Labor ist komplett unauffällig keine Entzündungszeichen, diskrete ck Erhöhung vom vorangegangenen Hebetrauma. Nun war ich die ersten Tage aufgrund der umfassenden Diagnostik stationär…danach bin ich nach Hause mit leicht reversibler Symptomatik. Die Sensibilität kam langsam wieder zurück im Bereich hinterer OS (ca. 1 Woche) dann knappe 2 Wochen bis die Wade wieder ok war und zum Schluss dachte ich nun, dass der Fuss auch langsam besser wird, aber leider ist dort immer noch die Sensibilitätstörung im Bereich Fussohle und Fussaussenkante. Ich war nun 3 1/2 Wochen zuhause, sollte mich schonen. Nun habe ich 3 Tage gearbeitet (Krankenpfleger im stationären Bereich Erwachsenenpflege), jetzt bemerke ich nach noch intensiver körperlicher Beanspruchung eine Zunnahme der Symptomatik (Sensibilitätsstörung). Ich habe KEINE PARESEN UND AUCH KEINE REFLEXAUSFÄLLE AUCH KEINE KRAFTMINDERUNG - aber das nervt trotzdem. Ich bin echt ratlos - denn bei allen Tätigkeiten, wie z.B. auf einer Leiter stehen, bin ich dann unsicher wegen des Sensibilitätsdefizit. Autofahren - Kupplungspedal oder Schotterwege, kleine unebene Stellen in Böden
Vielleicht sitzt hier unter uns noch jemand der ein Idee hat.

Hallo Martin,
erstmal Kompliment für präzise Beschwerde-Darstellung …
Ich habe die entscheidende Frage herausisoliert, weils sonst zu lang würde.

Nun habe ich 3 Tage gearbeitet (Krankenpfleger im
stationären Bereich Erwachsenenpflege), jetzt bemerke ich nach
noch intensiver körperlicher Beanspruchung eine Zunnahme der
Symptomatik (Sensibilitätsstörung).

M.A. nach spricht das für eine Grenz-Situation betreffs der Freiheit der S1-Wurzel (von Druck, Engpaß z.B.) - immer noch hat sie einen kritischen Ort zu passieren, der eigentlich fast zu eng ist. Da Nervenwurzeln, wenn ihre Funktion gefordert wird, etwas anschwellen, erreicht Ihre re. S1-Wurzel dort dann ihre einengenden Grenzen, wo sie vorher (ohne die Arbeitsaufforderung) noch durchgekommen war.
Ich habe KEINE PARESEN UND

AUCH KEINE REFLEXAUSFÄLLE AUCH KEINE KRAFTMINDERUNG - aber das
nervt trotzdem. Ich bin echt ratlos - denn bei allen
Tätigkeiten, wie z.B. auf einer Leiter stehen, bin ich dann
unsicher wegen des Sensibilitätsdefizit. Autofahren -
Kupplungspedal oder Schotterwege, kleine unebene Stellen in
Böden

Schon nur auf der Leiter stehen bewirkt senible Störung? Also nicht nur bei verstärkter Arbeitsaufforderung?

Vielleicht sitzt hier unter uns noch jemand der ein Idee hat.

Also zunächst würde ich sensibles Training machen - v.a. Bürstenmassagen der teilweise (bei erhöhter S1-Arbeitsaufforderung?) oder ständig (?) tauben Bereichen an Fußkante und -sohle. Sensible Fasern sind „markärmer“ als motorische und nehmen leichter Schaden, darum würde ich da etwas Geduld aufbringen (vielleicht muß noch, nach dem Schaden der Vergangenheit, zuende repariert werden). Denk auch an vernünftige B-Vitamin-Versorgung. Wenn es nicht besser wird, würde ich trotz allem noch einmal ein bildgebendes Verfahren überlegen.

Gute Besserung, S.I.

Tut mir leid, ich bin Expertin in Tourette-Syndrom. Das ist etwas völlig anderes.

Hallo Martin
Leider kann ich Dir nicht weiterhelfen. Da vieles im Laufe der Zeit wieder besser geworden ist, würde ich davon ausgehen, dass der Rest auch noch besser wird aber noch etwas mehr Geduld braucht.
Morlox

Hallo,
anamnestisch und klinisch klingt das Ganze ja zunächst mal völlig typisch für eine L5/S1 Symptomatik. War das ein berufliches Hebetrauma?
Ich würde zunächct weiter abwarten, ggf unter entsprechender Schonung und KG.

Grüße

Hallo,
wo sitzen die Schmerzen? Sind es tatsächlich Schmerzen, die von der unteren LWS ins Bein ausstrahlen oder beginnt der Schmerz eher in der Gesäßhälfte?
Da die Bildgebung keinen erklärenden Befund an der LWS und dem Plexus ergeben hat, ist wohl eher eine Ischialgie anzunehmen. Dabei wird der N. ischiadicus in seinem Verlauf durch das kleine Becken kompressiert - meistens durch muskuläre Strukturen.
Hier ist in erster Linie die Physiotherapie sinnvoll.
Da die ENG keinen relevanten Schaden ergab, wird es wohl mittelfristig zu einer vollständigen Erholung kommen können. Die Nerven in den Beinen sind relativ lang. Bis sich ihr entferntes Teil (Zehen, Fußrand) erholt hat, vergeht eine gewisse Zeit.

gruß greenlander

Um Ihre Problematik und mögliche Lösungen genauer besprechen zu können, biete ich Ihnen an, mich während meiner Telefonsprehstunde, Montag bis Freitag von 18.oo bis 20.oo Uhr unter 01626274206, anzurufen (Rückruf auf Festnetz möglich).

Bg

Stefan Schulz

Tut mir leid, da kann ich nicht helfen.
Gute Besserung!

Hallo Greenlander,
vilen Dank für deine Antwort - nochmal ganz kurz- Schmerz war nur in der akuten Hebetraumatisierung , also am Tag des Geschehen (Ereignis) Nov. 2012- danach folgte eben der Klinikaufenthalt mit neurologischer und Radiologischer Untersuchung.
Körperliche Schonung war bis 23.12.2012 dann über Weihnachten und zwischen den Jahren wieder angefangen zu arbeiten, obwohl immer noch unter Belastung Symptome vorhnnden waren. Also 6 Tage gearbeitet nun wieder unter Belastung die VErstaärkung der Symptome—wie schon beschrieben Fusssohle Fussaussenkante und Wade…mal etwas besser mal etwas schlimmer. Tiefensensibilität anscheined vorhanden aber eben Oberflächen sensibilität kalt heiss kitzeln zwicken kleine Unebenheiten im Boden (Kanten und Treppen, Steine unter dem Schuh, Kupplungspedal etc. als hätte ich den Fuss auf einem überdimentionalen Wattebausch stehen oder eingepackt.
Mittlerweile schreiben wir den 13.01. noch ne Woche geschont- Symptomatik nie weg - werde mir nun nochmal die Röntgenbilder besorgen und vielleicht doch mal einen Neurochirurgen konsultieren - denn so kann ich das nicht hinnehemn auf Dauer. Alles aufgrund eines Hebetraumas.