Seriöse Berater - An die Berater

Liebe Kollegen,
meine Meinungen hier weiter unten im Brett haben ja für Unruhe gesorgt. Die persönlichen „Meinungen“ im Postfach möchte ich nicht beantworten.
Insbesondere das Thema „Vertrauen“ ist wohl schlecht angekommen. Bitte mal Euren Standpunkt hierzu. Kann ja sein, daß ich die Bodenhaftung verloren habe. Dann holt mich bitte runter.
Wenn der Kunde den Finanzberater aufsucht, dann schildert er seine Lage. Ich erfrage seine Ziele und Wünsche und mache einen Vorschlag.
Zu den einzelnen Punkten gebe ich die grundlegenden Informationen, vor allem die Auswirkungen auf sein Anlageziel. Und gut so.
Wird mehr gewünscht, dann bekommt der Kunde auch mehr Informationen. Und breite ich jetzt alle möglichen und unmöglichen Risiken vor ihm aus, dann kommen die Bedenken. Und dann kommen die wunschgemäßen Änderungen meiner Empfehlungen.
Will sagen, wenn nicht konkret hinterfragt wird, benennt Ihr alle wirklich ALLE Risiken?
Zur Praxis. Muß der Kunde wirklich alle inneren Zusammenhänge verstehen müssen? Genügt es nicht, wenn ich für das Erreichen seiner Ziele gerade stehe?
Also, je blinder das Vertrauen in mich, desto größer meine Verantwortung über den Erfolg. Und ich bin mir dieser Verantwortung bewußt.
Je mehr ich ungefragt informiere, desto größer die Skepsis, desto umfangreicher die Abänderungen, und desto geringer der Anlageerfolg. Aus der Praxis! Und ganz eigentlich habe ich doch mit meiner „Informationspflicht“ die Verantwortung für den Anlageerfolg nur zurückgegeben an den nun „mündigen“ Anleger. Kann von nun an immer sagen: „Sie haben ja so entschieden!“
Muß ja im weiterhin bedeuten, daß komplizierte Anlagestrategien nur Menschen mit erhöhtem IQ verfügbar sein können. Muß es ja verstehen können. Menschen mit geringerem IQ und älteren Mitbürgern kann und darf ich nur einfach strukturierte Anlagen anbieten? Welches einfach strukturierte Investment verspricht denn heute überhaupt eine interessante Rendite?
Nein, ich will hier nicht die Lanze für Schwarze Schafe brechen. Aber auch als Finanzberater muß ich doch Verantwortung übernehmen können und diese nicht durch übertriebene Informationspflicht an den Kunden zurückdelegieren!
Und die Praxis bestätigt doch wirklich: Die glücklichsten Kunden sind die vertrauensseeligsten. Nicht weil die dumm sind, nein, weil diese den besten Anlageerfolg haben! Ist ganz ehrlich gemeint.
Kein anderer Dienstleister will den potentiellen Kunden erst zum Experten qualifizieren. Aber wir sollen das tun? Auch wenn der Kunde schon Experte ist auf einem ganz anderem Gebiet, vor Geschäftsabschluß muß er noch Finanzer werden? Gibts in keiner anderen Branche.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen.
Gruß
Boris

Hallo,

das liegtr sicher auch daran, dass der Stand der Finanzberater ahnungslose Anleger derart ausgelutscht hat, dass ganze Existenzen daran zerbrochen sind. Dieses waren im übrigen nicht nur namenlose schwarze Schafe, sondern durchaus auch Berater von seriösen Instituten. Es geht eben um Geld und jeder Berater will auch leben- entweder auf freiberuflicher Basis von bestimnmten hohen Provisonen profitieren oder als Angestellter eines Institutes den Vorgaben seines Arbeitsgebers folgend. Also hier den ehrenhaften, selbstlosen Berater propagandieren, dass geht leider so nicht.
Ich glaube nur der ist gut beraten, der sich selbst breit informiert und dann abwägt. Warum werden wohl momentan in allen Bereichen Fonds aller Art so favorisiert ? Weil hier Kräfte am Werk sind, die ihren Vorteil sehen. Es geht nur um Geld. Um das Geld der Anleger- und jeder Berater hat unzweifelhalft ganz eigene Interessen. Das macht es ja so schwer für den Anleger. Im Prinzip kann er ganz einfach Indexzertifikate kaufen, die schlagen momentan noch immer fast jeden Fonds. Also das Gute am Berater, wo soll es sein ?

Außerdem wird die Vielzahl der Berater nach meiner Meinung die nächsten fünf Jahre nicht überleben. Nur der wird dieses Jahrzehnt überleben, der sich am Markt orientiert. Die Vorgaben der Vergangenheit sind bald Vergangenheit; und der Berufsstand der Finanzberater wird das Image der tollen allwissenden Menschen verlieren. Bis dahin gilt es noch viel Geld zu verdienen, oder ?

Zeigt doch hier mal auf, was wirklich bei einer Geldanlage wichtig ist?

Ach im übrigen, hast du schon mal mit der Elite der Berater zu tun gehabt? Die sind wirklich ihr Geld wert- aber glaube nicht, dass die nur einen Euro auf dem Konto einer inländischen Bank anlegen. Weisst du wo man richtig Geld macht? Bestimmt nicht !!!
Berater der üblichen Coleur werden morgen merken, dass es schon gestern war

Frohe Ostern

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi superman,

das liegtr sicher auch daran, dass der Stand der Finanzberater
ahnungslose Anleger derart ausgelutscht hat, dass ganze
Existenzen daran zerbrochen sind. Dieses waren im übrigen
nicht nur namenlose schwarze Schafe, sondern durchaus auch
Berater von seriösen Instituten. Es geht eben um Geld und
jeder Berater will auch leben- entweder auf freiberuflicher
Basis von bestimnmten hohen Provisonen profitieren oder als
Angestellter eines Institutes den Vorgaben seines
Arbeitsgebers folgend. Also hier den ehrenhaften, selbstlosen
Berater propagandieren, dass geht leider so nicht.

wie naiv und weltfremd bist Du eigentlich? Natürlich müssen freie Berater und auch Banker Geld verdienen. Die wären ganz schön bescheuert, wenn sie immer kostenlos arbeiten! Aber Du hast ja geerbt und zahlst nur sehr ungern für eine gute Dienstleistung!

Ich glaube nur der ist gut beraten, der sich selbst breit
informiert und dann abwägt. Warum werden wohl momentan in
allen Bereichen Fonds aller Art so favorisiert ? Weil hier
Kräfte am Werk sind, die ihren Vorteil sehen. Es geht nur um
Geld. Um das Geld der Anleger- und jeder Berater hat
unzweifelhalft ganz eigene Interessen. Das macht es ja so
schwer für den Anleger. Im Prinzip kann er ganz einfach
Indexzertifikate kaufen, die schlagen momentan noch immer fast
jeden Fonds. Also das Gute am Berater, wo soll es sein ?

Wenn Du sowieso alles besser weißt, warum möchtest Du denn hier noch Ratschläge. Du vermutest doch ohnehin hinter jedem Angebot eine Verschwörungstheorie. Du musst es furchtbar schwer haben!

Außerdem wird die Vielzahl der Berater nach meiner Meinung die
nächsten fünf Jahre nicht überleben. Nur der wird dieses
Jahrzehnt überleben, der sich am Markt orientiert. Die
Vorgaben der Vergangenheit sind bald Vergangenheit; und der
Berufsstand der Finanzberater wird das Image der tollen
allwissenden Menschen verlieren. Bis dahin gilt es noch viel
Geld zu verdienen, oder ?

So ein dämliches Geschwafel habe ich lange nicht mehr gehört! Könntest Politiker werden. Entschuldigung an die Politiker!

Zeigt doch hier mal auf, was wirklich bei einer Geldanlage
wichtig ist?

Ach im übrigen, hast du schon mal mit der Elite der Berater zu
tun gehabt? Die sind wirklich ihr Geld wert- aber glaube
nicht, dass die nur einen Euro auf dem Konto einer
inländischen Bank anlegen. Weisst du wo man richtig Geld
macht? Bestimmt nicht !!!
Berater der üblichen Coleur werden morgen merken, dass es
schon gestern war

Du kennst die Elite der Berater? Glaub ich nicht!!! Dann würdest Du doch Deine Zeit verschwenden, wenn Du hier beim niederen Volk im Forum nach Anlagemöglichkeiten fragst!
Ich glaube bald Du hast gar keine Kohle, sondern willst hier nur gegen Berater rumwettern.

Gruß
Ralf

PS: Tschuldigung Boris, aber ich musste einfach mal ein bisschen Luft ablassen

Liebe Kollegen,
meine Meinungen hier weiter unten im Brett haben ja für Unruhe
gesorgt. Die persönlichen „Meinungen“ im Postfach möchte ich
nicht beantworten.
Insbesondere das Thema „Vertrauen“ ist wohl schlecht
angekommen. Bitte mal Euren Standpunkt hierzu. Kann ja sein,
daß ich die Bodenhaftung verloren habe. Dann holt mich bitte
runter.
Wenn der Kunde den Finanzberater aufsucht, dann schildert er
seine Lage. Ich erfrage seine Ziele und Wünsche und mache
einen Vorschlag.
Zu den einzelnen Punkten gebe ich die grundlegenden
Informationen, vor allem die Auswirkungen auf sein Anlageziel.
Und gut so.
Wird mehr gewünscht, dann bekommt der Kunde auch mehr
Informationen. Und breite ich jetzt alle möglichen und
unmöglichen Risiken vor ihm aus, dann kommen die Bedenken. Und
dann kommen die wunschgemäßen Änderungen meiner Empfehlungen.
Will sagen, wenn nicht konkret hinterfragt wird, benennt Ihr
alle wirklich ALLE Risiken?
Zur Praxis. Muß der Kunde wirklich alle inneren Zusammenhänge
verstehen müssen? Genügt es nicht, wenn ich für das Erreichen
seiner Ziele gerade stehe?
Also, je blinder das Vertrauen in mich, desto größer meine
Verantwortung über den Erfolg. Und ich bin mir dieser
Verantwortung bewußt.
Je mehr ich ungefragt informiere, desto größer die Skepsis,
desto umfangreicher die Abänderungen, und desto geringer der
Anlageerfolg. Aus der Praxis! Und ganz eigentlich habe ich
doch mit meiner „Informationspflicht“ die Verantwortung für
den Anlageerfolg nur zurückgegeben an den nun „mündigen“
Anleger. Kann von nun an immer sagen: „Sie haben ja so
entschieden!“
Muß ja im weiterhin bedeuten, daß komplizierte
Anlagestrategien nur Menschen mit erhöhtem IQ verfügbar sein
können. Muß es ja verstehen können. Menschen mit geringerem IQ
und älteren Mitbürgern kann und darf ich nur einfach
strukturierte Anlagen anbieten? Welches einfach strukturierte
Investment verspricht denn heute überhaupt eine interessante
Rendite?
Nein, ich will hier nicht die Lanze für Schwarze Schafe
brechen. Aber auch als Finanzberater muß ich doch
Verantwortung übernehmen können und diese nicht durch
übertriebene Informationspflicht an den Kunden
zurückdelegieren!
Und die Praxis bestätigt doch wirklich: Die glücklichsten
Kunden sind die vertrauensseeligsten. Nicht weil die dumm
sind, nein, weil diese den besten Anlageerfolg haben! Ist ganz
ehrlich gemeint.
Kein anderer Dienstleister will den potentiellen Kunden erst
zum Experten qualifizieren. Aber wir sollen das tun? Auch wenn
der Kunde schon Experte ist auf einem ganz anderem Gebiet, vor
Geschäftsabschluß muß er noch Finanzer werden? Gibts in keiner
anderen Branche.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen.
Gruß
Boris

Hallo Boris,

ab einer gewissen Summe suche ich mir mit Sicherheit einen Berater, bei dem die Beratung was kostet und der keine Provisionen am Abschluss verdient.
Ich hätte immer das Gefühl, dass man mir zu einem Produkt rät, weil damit v.a. die Provisionen für den Berater stimmen.
Allerdings glauben viele Leute dass es die optimalste Beratung für umsonst gibt - dass das ein Trugschluss ist, weil jeder Berater auch was zu beissen kaufen muss, ist uns beiden klar.
Ich glaube auch nicht dass alle anderen Berater generell schlecht sind und durchaus auch was gutes für den Kunden wollen. Allerdings: Je höher die Provisionsabhänigkeit desto schwieriger wird es - auch wenn diese Berater immer sehr überzeugt sind von dem was sie tun.

Ich glaube auch, dass es schwieriger ist Produkte zu verkaufen wenn man alle Risiken nennt. Es ist allerdings trotzdem möglich. Insbesondere wenn man nicht provisionsabhänigig ist.

Und ja, ich finde der Kunde gehört über alle Risiken aufgeklärt.
Dass du für das ganze gerade stehst klingt zwar gut, aber irgendwie ein bischen unglaubwürdig. Das würde ja heißen, wenn sich eine Anlage nicht so entwickelt wie du vorhersagst, dann springst du automatisch ein? - Wohl kaum!
Du hast deine Beraterhaftung entsprechend ausgefüllt, wahrscheinlich vom Kunde unterschrieben und sicherst dich so ab. Dass dich trotzdem einer wegen Fehlberatung verklagt ist also relativ unwahrscheinlich und dein „gerade stehen“ damit auch. Im schlimmsten Fall macht also nur keiner mehr mit dir Geschäfte.
Interessant wäre es allerdings schon, wenn es mal zu einem Prozess wegen Fehlberatung käme. Wenn du da genauso auftrittst wie hier in Sachen Vertrauen, wäre es interessant zu sehen ob das Gericht der Oma oder dir glauben würde. Da kannst du dann auch schriftlich haben was du willst.

Gruß Ivo

Hallo,

Wenn der Kunde den Finanzberater aufsucht, dann schildert er
seine Lage. Ich erfrage seine Ziele und Wünsche und mache
einen Vorschlag.

hier ist schon ein Punkt, an dem ich ansetzen möchte, insbesondere im Bezug zu den Anlageempfehlungen hier im Brett. Es genügt eben nicht - wie Du auch schreibst - zu fragen was der Kunde will, sondern es geht auch darum zu ermitteln, was er braucht. Ein häufiger Wunsch ist eine ständige Verfügbarkeit einer Anlage.

_Bsp: Wir haben diverse Maschinenbauer als Kunden, die naturgemäß einen hohen Liquiditätsberg vor sich her schieben, nämlich aus den erhaltenen Anzahlungen der Kunden. Etliche legen diese Liquidität fristenkongruent an, d.h. die einzelnen Anlagen werden fällig, wenn wieder für die jeweiligen laufenden Projekte eingekauft werden muß.

Leider wird dabei immer wieder übersehen, daß es einen Bodensatz gibt, der über die Jahre hinweg erhalten bleibt, der also langfristig angelegt werden kann._

Die Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs findet hier praktisch nicht statt. Der Fragesteller wird gebeten, seine Wünsche bzgl. Laufzeit, Risiko und Verfügbarkeit anzugeben und dann wird eine mehr oder minder lange Produktliste als Antwort gegeben. Fertig.

Daß hier keine umfassende Beratung durchgeführt werden kann, ist mir klar, aber genau aus diesem Grund gehört hier nicht beraten, sondern bestenfalls empfohlen, in welche Richtung sich der Fragesteller mal weiter informieren soll.

In der Praxis gehört zur echten Bedarfsermittlung ein mehrstündiges Gespräch, was einerseits eben Zeit und damit auch Geld kostet. Bei kleinere Summen von einigen tausend oder zigtausend Euros lohnt sich das normalerweise weder für den Kunden noch für die Bank. Soviel noch zu dem Thema.

Wird mehr gewünscht, dann bekommt der Kunde auch mehr
Informationen. Und breite ich jetzt alle möglichen und
unmöglichen Risiken vor ihm aus, dann kommen die Bedenken. Und
dann kommen die wunschgemäßen Änderungen meiner Empfehlungen.
Will sagen, wenn nicht konkret hinterfragt wird, benennt Ihr
alle wirklich ALLE Risiken?

Ich bin zwar nicht beratend tätig, aber ich würde mal sagen, daß sich das auf jeden Fall so gehört. Von wieviel Kummer liest man denn hier, weil Menschen nicht darüber informiert wurden, daß diese oder jene Versicherung unter diesen und jenen Umständen nicht bezahlt? Wieviele Leute schreiben denn hier von verkorksten Anlagen, die aus einem dummen Grund unrentabel geworden sind?

Du mußt davon ausgehen, daß der Kunde nicht immer Dein Kunde bleibt. Wenn er in eine andere Stadt oder gar ein anderes Land zieht, wirst Du Anlage nicht mehr im Auge behalten und z.B. rechtzeitig warnen können. Der Kunde muß schlicht und ergreifend in die Lage versetzt werden, in Zukunft mit dieser Anlage alleine klarkommen zu können.

Genügt es nicht, wenn ich für das Erreichen
seiner Ziele gerade stehe?

Wie sieht die Verantwortung denn in der Praxis aus? Du wirst doch im Ernstfall nicht hingehen und sagen: „Ja, ich habe dieses Risiko bewußt verschwiegen und zahle jetzt den Schaden.“ Die unterlassen Aufklärung muß erstmal nachgewiesen werden und das ist ohne Deine Kooperation nicht machbar.

Der Kunde muß außerdem gar nicht mal erkennen, daß die verschwiegene Information ursächlich für die traurige Wertentwicklung ist. Bevor Du also Verantwortung übernehmen kannst, muß der Kunde erst einmal zu Dir kommen.

Je mehr ich ungefragt informiere,

Ungefragt? Das ist schon reichlich arrogant. Der Kunde kommt zu Dir, weil er beraten und informiert werden will. Er verläßt sich darauf und geht nicht davon aus, daß Du ihm Informationen vorenthälst.

Muß ja im weiterhin bedeuten, daß komplizierte
Anlagestrategien nur Menschen mit erhöhtem IQ verfügbar sein
können. Muß es ja verstehen können. Menschen mit geringerem IQ
und älteren Mitbürgern kann und darf ich nur einfach
strukturierte Anlagen anbieten?

Der Kunde muß in der Lage sein, die Zusammenhänge zu erkennen. Wenn Du amerikanische Aktien gegen Währungsschwankungen absicherst und der Kunde dann eine unerfreuliche Entwicklung den Absicherungsinstrumenten bemerkt und diese durch Verkauf beseitigt, steht er hinterher u.U. dumm da. Schlicht und ergreifend, weil er die Konstruktion nicht verstanden hat.

Welches einfach strukturierte
Investment verspricht denn heute überhaupt eine interessante
Rendite?

Was ist denn für Dich interessant? Jede Anlage ist dann interessant, wenn sie eine dem Risiko entsprechende Verzinsung bietet.

Und die Praxis bestätigt doch wirklich: Die glücklichsten
Kunden sind die vertrauensseeligsten. Nicht weil die dumm
sind, nein, weil diese den besten Anlageerfolg haben! Ist ganz
ehrlich gemeint.

Wenn ich von verhunzten Anlageerfolgen lese, geht es dabei immer um Produkte, die nicht Standard sind. Um irgendwelche obskure ausländische Aktien, undurchschaubare Optionskonstruktionen und vermeintlich risikolose Fondgeschichten. Genau die Dinger, bei denen sich freie oder Bankberater mal so richtig austoben konnten.

Kein anderer Dienstleister will den potentiellen Kunden erst
zum Experten qualifizieren.

Davon redet doch keiner. Die Auswahl der präsentierten Produkte übernimmst Du, denn Du hast da in der Regel einen Informationsvorsprung. Aber das, was Du dann präsentierst, mußt Du zumindest soweit erläutern, daß der Kunde in der Lage ist, eine objektive Entscheidung zu treffen. Wenn Du ihm Informationen bzw. Risiken vorenthälst kann er das nicht. Es geht doch nicht darum, eine Optionsstruktur komplett zu entwirren, sondern darum, daß der Kunde weiß bei einem DAX-Stand von x gibt es x%, bei einem DAX-Stand von y y% und darüber (oder darunter) gar nix und er muß wissen, wie hoch das Risiko ist, daß es nix gibt. „Och der DAX fällt schon nicht unter 6000“ haben sicherlich noch einige im Ohr.

Aber wir sollen das tun? Auch wenn
der Kunde schon Experte ist auf einem ganz anderem Gebiet, vor
Geschäftsabschluß muß er noch Finanzer werden? Gibts in keiner
anderen Branche.

Wenn ich beim Schneider einen Anzug bestelle, dann will ich sicher nicht, daß er mir Nadel und Faden erklärt und wie die geschorenen Schafen mit Vornamen hießen. Ich will auch nicht hören, daß das ein dreifach gezwirntes Garn ist und der Herr Sowieso auch so einen trägt, sondern ich will wissen, wie strapazierbar das Zeug ist, ob es Wasser verträgt oder ob es jeden Tag gebügelt werden muß.

Der Kunde muß nicht wissen, daß er einen Dual Strike Cap mit triple drip und yabadoo gekauft hat, sondern er will wissen, was ihn der Spaß kostet, was das bringt und wo das Risiko liegt. Das alles bitteschön genau und nicht nur insoweit der Berater das für richtig hält.

Gruß,
Christian

Hallo,

ich bin kein Berater, aber trotzdem:

Wenn man sieht, was für Produkte auf dem Markt angeboten und verkauft werden, dann kann ich nur staunen.

Das fängt mit dem Sparbuch mit 1 % Zinsen an und hört bei Anleihen mit über 11 % Verzinsung auf, wo sich die Anleger plötzlich wundern, warum sie kein Geld/Zinsen bekommen bzw. das Geld ganz weg ist.

Die Bandbreite ist riesig, und wie soll jemand da den Durchblick haben und 100%ig gute Empfehlungen geben ? Eine Beratung kann nur mehr oder weniger Fehler enthalten, „richtig“ ist sie wohl fast nie.

Wenn wir als Kunden den Verstand einschalten würden, und zwar völlig konsequent, dann gäbe es vielleicht nur noch 2 oder 3 Supermarktketten, 2 oder 3 Banken usw.

Alle diese Einrichtungen existieren doch nur aufgrund der Bequemlichkeit und auch Dummheit der Kunden.

Da kann jetzt großes Geschrei anheben, aber wie ist denn die Realität ? Ein krasses, aber realistisches Beispiel: Rentner X unterhält sich über Geldanlagen und erhält den Tip, doch einfach ein Sparbuch zu eröffen. Er braucht das Geld nicht in absehbarer Zeit, könnte also längerfristig und mit mehr Zinsen anlegen. Nein, tut er nicht, die Bankangestellte redet sich zwar den Mund fusselig, aber er vertraut eher seinem Nachbarn, den er seit Jahren kennt.

Oder die Versicherungen, die nur abeschlossen werden, weil der nette Verwandte Vertreter für XY ist, und da alle versichert sind.

Schwiegervater ist heute noch sauer, weil ich die Hypothek nicht über ihn (BHW) aufgenommen habe. Mir doch egal. Hätte dann viele Jahre lang monatlich 30 Euro mehr gezahlt, damit er seine Provision bekommt. Ob er das auch für mich getan hätte ?

Also, ein Finanzdienstler soll und kann nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln, zaubern ist nicht.

Wer heute angeblich risikolose Anlagen mit 10 % Rendite angbietet, der ist mit Vorsicht zu geniessen. Und wer bis zu diesen Seiten gelangt ist und Geld anlegen wird, der wird wohl immer kompetente und realistische Auskunft erhalten. Wer dann noch auf solche o. g. Angebote reinfällt, dem ist dann nicht mehr zu helfen.

Gruss

Andreas

Der seriöse Berater an sich - wer soll das sein?
Der übliche Berater kennt einige Fonds- ob die gut sind, weiß er dochselbst nicht- er kent Versicherungen- ob es die wirklich preiswerten und qualitativ Guten sind, ist stark zu beweifeln- er kennt - der normale Berater an sich hat natürlich auch Produkte für den Risikowilligen - Schiffsbeteiligungen - Zweitmarkt für Lebensversicherungen- alles da- und Rohstoffkontrakte- NOCHMAL- wenn der Berater gut wäre, wäre er kein Berater sondern schon reich.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo supermann,

wenn jeder der in der Beratung tätig ist, nichts taugt da er es sonst nicht nötig hätte zu beraten - warum stellst du dann Fragen wie die weiter unten?
Deiner Logik nach wird derjenige der was taugt eh nichts sagen…

Ich persönlich finde ja, dass dein bisheriges Auftreten hier zumindest interessante Rückschlüsse auf deine Person zuläßt…

Gruß Ivo

Lieber Ivo,

ich mag nur diese Selbstbeweihräucherung nicht- deshalb musst du mich nicht als Person angreifen- also imm fair bleiben- ich tue hier nur meine Meinung kund- und Aussagen wie, ich hätte wohl geerbt usw. sind nicht zutreffend- ich habe einen ordentlichen Beruf der gut bezahlt ist, aber mein Vermögen habe ich an der Börse gemacht- gerne erweitere ich meinen Horizont und eins steht fest, der der seinen Job mit Hingabe macht, macht ihn auch gut. Es gibt wenig Finanzberater, die ihren Job gut machen, weil die Rahmenbedingunge esw gar nicht ermöglichen.
Also bleib fair und schönes Leben noch

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Supermann,

Hallo,

das liegtr sicher auch daran, dass der Stand der Finanzberater

Der ganze Stand? Gibts wirklich keinen glücklichen Kunden mehr???

ahnungslose Anleger derart ausgelutscht hat, dass ganze
Existenzen daran zerbrochen sind. Dieses waren im übrigen
nicht nur namenlose schwarze Schafe, sondern durchaus auch
Berater von seriösen Instituten. Es geht eben um Geld und
jeder Berater will auch leben- entweder auf freiberuflicher
Basis von bestimnmten hohen Provisonen profitieren oder als
Angestellter eines Institutes den Vorgaben seines
Arbeitsgebers folgend. Also hier den ehrenhaften, selbstlosen
Berater propagandieren, dass geht leider so nicht.

Du glaubst es ja eh nicht, aber trotzdem. Für alle Produkte bekomme ich Geld. Wenn ich das PASSENDE Produkt für den Kunden auswähle, dann bekomme ich nicht die maximale Provision, aber eine durchschnittliche. Und davon kann ich tatsächlich leben.

Ich glaube nur der ist gut beraten, der sich selbst breit
informiert und dann abwägt. Warum werden wohl momentan in
allen Bereichen Fonds aller Art so favorisiert ? Weil hier
Kräfte am Werk sind, die ihren Vorteil sehen. Es geht nur um
Geld. Um das Geld der Anleger- und jeder Berater hat
unzweifelhalft ganz eigene Interessen. Das macht es ja so
schwer für den Anleger. Im Prinzip kann er ganz einfach
Indexzertifikate kaufen, die schlagen momentan noch immer fast
jeden Fonds. Also das Gute am Berater, wo soll es sein ?

Wenn der Durchschnitt der Fonds 30% Verlust macht, dann ist das Indexzertifikat mit z.B. 15% Verlust wirklich gut gewesen. Der Berater war aber nur gut, wenn sein Kunde 5% insgesamt Gewinn gemacht hat. Vielleicht auch deshalb, weil er dieses Zertifikat und jenen Fonds nicht verkauft hat.

Außerdem wird die Vielzahl der Berater nach meiner Meinung die
nächsten fünf Jahre nicht überleben. Nur der wird dieses
Jahrzehnt überleben, der sich am Markt orientiert. Die
Vorgaben der Vergangenheit sind bald Vergangenheit; und der

Die Vergangenheit ist schon jetzt Vergangenheit.

Berufsstand der Finanzberater wird das Image der tollen
allwissenden Menschen verlieren.

Ich kann mich nicht erinnern, daß es das schon mal gab.

Bis dahin gilt es noch viel

Geld zu verdienen, oder ?

Zeigt doch hier mal auf, was wirklich bei einer Geldanlage
wichtig ist?

Wichtig ist, daß ein Kunde mit seinem Geld auch Geld verdient. Und das wesentlich. Und wenn er das Geld braucht, dann muß er darüber verfügen können.
Kürzer gehts nicht.

Ach im übrigen, hast du schon mal mit der Elite der Berater zu
tun gehabt? Die sind wirklich ihr Geld wert- aber glaube
nicht, dass die nur einen Euro auf dem Konto einer
inländischen Bank anlegen. Weisst du wo man richtig Geld
macht? Bestimmt nicht !!!

Ich dachte immer, daß die Bank fast zweitrangig ist. Wichtiger ist wohl, was ist da drauf auf dem Konto oder drin im Depot.

Berater der üblichen Coleur werden morgen merken, dass es
schon gestern war

Frohe Ostern

Frohe Ostern. Und reg dich nicht so auf.

Hallo Boris,

ab einer gewissen Summe suche ich mir mit Sicherheit einen
Berater, bei dem die Beratung was kostet und der keine
Provisionen am Abschluss verdient.
Ich hätte immer das Gefühl, dass man mir zu einem Produkt rät,
weil damit v.a. die Provisionen für den Berater stimmen.
Allerdings glauben viele Leute dass es die optimalste Beratung
für umsonst gibt - dass das ein Trugschluss ist, weil jeder
Berater auch was zu beissen kaufen muss, ist uns beiden klar.
Ich glaube auch nicht dass alle anderen Berater generell
schlecht sind und durchaus auch was gutes für den Kunden
wollen. Allerdings: Je höher die Provisionsabhänigkeit desto
schwieriger wird es - auch wenn diese Berater immer sehr
überzeugt sind von dem was sie tun.

Ich glaube auch, dass es schwieriger ist Produkte zu verkaufen
wenn man alle Risiken nennt. Es ist allerdings trotzdem
möglich. Insbesondere wenn man nicht provisionsabhänigig ist.

Da hilft wohl nur, daß der Berater über ausreichend eigenes Vermögen verfügt, um keiner Abhängigkeit erliegen zu müssen. Aber wenn jemand Provisionen erhält, bedeutet das doch niocht automatisch, daß er selbst kein Vermögen hat.

Und ja, ich finde der Kunde gehört über alle Risiken
aufgeklärt.
Dass du für das ganze gerade stehst klingt zwar gut, aber
irgendwie ein bischen unglaubwürdig. Das würde ja heißen, wenn
sich eine Anlage nicht so entwickelt wie du vorhersagst, dann
springst du automatisch ein? - Wohl kaum!

Es kommt vor, daß sich eine Anlage nicht so entwickelt wie vorhergesagt. Aber wenn man den Blick auf das Depot richtet als Ganzes und weg von der Einzelpositionsbetrachtung, dann sollte kein Minus entstehen. Und in einem gewissen Zeitraum ein kleineres Plus als in der Vorschau sehe ich nicht als das Problem an.

Du hast deine Beraterhaftung entsprechend ausgefüllt,
wahrscheinlich vom Kunde unterschrieben und sicherst dich so
ab. Dass dich trotzdem einer wegen Fehlberatung verklagt ist
also relativ unwahrscheinlich und dein „gerade stehen“ damit
auch. Im schlimmsten Fall macht also nur keiner mehr mit dir
Geschäfte.

Also gesetzlich bin ich bestimmt ausreichend versichert. Ich unternehme alles, daß ich die Versicherung nicht in Anspruch nehmen muß.

Interessant wäre es allerdings schon, wenn es mal zu einem
Prozess wegen Fehlberatung käme. Wenn du da genauso auftrittst

Ich geb mir wirklich Mühe, daß es dazu nicht kommen muß.

wie hier in Sachen Vertrauen, wäre es interessant zu sehen ob
das Gericht der Oma oder dir glauben würde. Da kannst du dann
auch schriftlich haben was du willst.

Gruß Ivo

Gruß
Boris

Hallo Christian,

Hallo,

Wenn der Kunde den Finanzberater aufsucht, dann schildert er
seine Lage. Ich erfrage seine Ziele und Wünsche und mache
einen Vorschlag.

hier ist schon ein Punkt, an dem ich ansetzen möchte,
insbesondere im Bezug zu den Anlageempfehlungen hier im Brett.
Es genügt eben nicht - wie Du auch schreibst - zu fragen was
der Kunde will, sondern es geht auch darum zu ermitteln, was
er braucht. Ein häufiger Wunsch ist eine ständige
Verfügbarkeit einer Anlage.

Wir haben eine Meinung.

_Bsp: Wir haben diverse Maschinenbauer als Kunden, die
naturgemäß einen hohen Liquiditätsberg vor sich her schieben,
nämlich aus den erhaltenen Anzahlungen der Kunden. Etliche
legen diese Liquidität fristenkongruent an, d.h. die einzelnen
Anlagen werden fällig, wenn wieder für die jeweiligen
laufenden Projekte eingekauft werden muß.

Leider wird dabei immer wieder übersehen, daß es einen
Bodensatz gibt, der über die Jahre hinweg erhalten bleibt, der
also langfristig angelegt werden kann._

Sicher ein Spezialfall.

Die Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs findet hier praktisch
nicht statt. Der Fragesteller wird gebeten, seine Wünsche

Findet statt. Ich wollte meinen Artikel nur nicht ausufern lassen.

bzgl. Laufzeit, Risiko und Verfügbarkeit anzugeben und dann
wird eine mehr oder minder lange Produktliste als Antwort
gegeben. Fertig.

Ohne Produkte gehts eben nicht. Aber dazu gehört auch eine Vorschau. Vor dem Abschluß. Und oft auch Änderungen.

Daß hier keine umfassende Beratung durchgeführt werden kann,
ist mir klar, aber genau aus diesem Grund gehört hier nicht
beraten, sondern bestenfalls empfohlen, in welche Richtung
sich der Fragesteller mal weiter informieren soll.

In einem Forum wie hier kann keine Beratung im Sinne einer Beratung durchgeführt werden. Diesen Anspruch habe ich nicht. Und wohl auch kein anderer.

In der Praxis gehört zur echten Bedarfsermittlung ein
mehrstündiges Gespräch, was einerseits eben Zeit und damit
auch Geld kostet. Bei kleinere Summen von einigen tausend oder
zigtausend Euros lohnt sich das normalerweise weder für den
Kunden noch für die Bank. Soviel noch zu dem Thema.

Wird mehr gewünscht, dann bekommt der Kunde auch mehr
Informationen. Und breite ich jetzt alle möglichen und
unmöglichen Risiken vor ihm aus, dann kommen die Bedenken. Und
dann kommen die wunschgemäßen Änderungen meiner Empfehlungen.
Will sagen, wenn nicht konkret hinterfragt wird, benennt Ihr
alle wirklich ALLE Risiken?

Ich bin zwar nicht beratend tätig, aber ich würde mal sagen,
daß sich das auf jeden Fall so gehört. Von wieviel Kummer
liest man denn hier, weil Menschen nicht darüber informiert
wurden, daß diese oder jene Versicherung unter diesen und
jenen Umständen nicht bezahlt? Wieviele Leute schreiben denn
hier von verkorksten Anlagen, die aus einem dummen Grund
unrentabel geworden sind?

Über das Risikoprofil muß der Kunde Bescheid wissen. Aber alle Abhängigkeiten darlegen ist praktisch unmöglich. Und spezifische Risiken schalte ich doch durch die Produktauswahl schon aus, indem hier keine Abhängigkeiten untereinander auftreten dürfen.

Du mußt davon ausgehen, daß der Kunde nicht immer Dein Kunde
bleibt. Wenn er in eine andere Stadt oder gar ein anderes Land
zieht, wirst Du Anlage nicht mehr im Auge behalten und z.B.
rechtzeitig warnen können. Der Kunde muß schlicht und
ergreifend in die Lage versetzt werden, in Zukunft mit dieser
Anlage alleine klarkommen zu können.

Hier haben wir aber wirklich die gleiche Meinung !!!

Genügt es nicht, wenn ich für das Erreichen
seiner Ziele gerade stehe?

Wie sieht die Verantwortung denn in der Praxis aus? Du wirst
doch im Ernstfall nicht hingehen und sagen: „Ja, ich habe
dieses Risiko bewußt verschwiegen und zahle jetzt den
Schaden.“ Die unterlassen Aufklärung muß erstmal nachgewiesen
werden und das ist ohne Deine Kooperation nicht machbar.

Der Kunde muß außerdem gar nicht mal erkennen, daß die
verschwiegene Information ursächlich für die traurige
Wertentwicklung ist. Bevor Du also Verantwortung übernehmen
kannst, muß der Kunde erst einmal zu Dir kommen.

Je mehr ich ungefragt informiere,

Ungefragt? Das ist schon reichlich arrogant. Der Kunde kommt
zu Dir, weil er beraten und informiert werden will. Er verläßt
sich darauf und geht nicht davon aus, daß Du ihm Informationen
vorenthälst.

Arrogant. Das ist neu. Daß ich relevante Informationen vorenthalte, und das wissentlich, das war noch nie mein Stil. Aber ALLE Risiken aufführen und auch unwissentlich keines zu verpassen und alles protokollieren ist praktisch doch Utopie.

Muß ja im weiterhin bedeuten, daß komplizierte
Anlagestrategien nur Menschen mit erhöhtem IQ verfügbar sein
können. Muß es ja verstehen können. Menschen mit geringerem IQ
und älteren Mitbürgern kann und darf ich nur einfach
strukturierte Anlagen anbieten?

Der Kunde muß in der Lage sein, die Zusammenhänge zu erkennen.
Wenn Du amerikanische Aktien gegen Währungsschwankungen
absicherst und der Kunde dann eine unerfreuliche Entwicklung
den Absicherungsinstrumenten bemerkt und diese durch Verkauf
beseitigt, steht er hinterher u.U. dumm da. Schlicht und
ergreifend, weil er die Konstruktion nicht verstanden hat.

So eine Konstruktion habe ich noch nie angeboten. Kann ich nicht mitreden aus praktischer Erfahrung. Ich bemühe mich immer, Depotbausteine auszuwählen die in sich funktionieren, kaum eine Korellation untereinander zeigen, in möglichst allen Marktphasen positiv abschnitten. Das Depot muß immer pflegeleicht sein, für den Kunden und für mich.

Welches einfach strukturierte
Investment verspricht denn heute überhaupt eine interessante
Rendite?

Was ist denn für Dich interessant? Jede Anlage ist dann
interessant, wenn sie eine dem Risiko entsprechende Verzinsung
bietet.

Bitte jetzt weggucken. Ich will nicht schon wieder Proteststürme lostreten. Aber über ein Gesamtdepot hinweg will ich die 10%-Marke nicht reißen!

Und die Praxis bestätigt doch wirklich: Die glücklichsten
Kunden sind die vertrauensseeligsten. Nicht weil die dumm
sind, nein, weil diese den besten Anlageerfolg haben! Ist ganz
ehrlich gemeint.

Wenn ich von verhunzten Anlageerfolgen lese, geht es dabei
immer um Produkte, die nicht Standard sind. Um irgendwelche
obskure ausländische Aktien, undurchschaubare
Optionskonstruktionen und vermeintlich risikolose
Fondgeschichten. Genau die Dinger, bei denen sich freie oder
Bankberater mal so richtig austoben konnten.

Also ich biete nichts an, wovon ich selbst keinen Durchblick habe. Aber wenn ich den Durchblick habe, dann bedeutet das leider nicht, daß ich diesen an jeden Kunden 1:1 übermitteln kann. Und die meisten wollen das auch nicht. Aus der Praxis.

Kein anderer Dienstleister will den potentiellen Kunden erst
zum Experten qualifizieren.

Davon redet doch keiner. Die Auswahl der präsentierten
Produkte übernimmst Du, denn Du hast da in der Regel einen
Informationsvorsprung. Aber das, was Du dann präsentierst,
mußt Du zumindest soweit erläutern, daß der Kunde in der Lage
ist, eine objektive Entscheidung zu treffen. Wenn Du

Das mach ich.

ihm
Informationen bzw. Risiken vorenthälst kann er das nicht. Es
geht doch nicht darum, eine Optionsstruktur komplett zu
entwirren, sondern darum, daß der Kunde weiß bei einem
DAX-Stand von x gibt es x%, bei einem DAX-Stand von y y% und
darüber (oder darunter) gar nix und er muß wissen, wie hoch
das Risiko ist, daß es nix gibt.

Sorry, ich dachte, das brauch ich hier nicht extra erwähnen. Aber in der Praxis empfehle ich kein Depot, was insgesamt eine Abhängigkeit vom Dax aufweist. Auch nicht von einem anderen Index. >10% permanent sind das Ziel.

?Och der DAX fällt schon
nicht unter 6000? haben sicherlich noch einige im Ohr.

Aber wir sollen das tun? Auch wenn
der Kunde schon Experte ist auf einem ganz anderem Gebiet, vor
Geschäftsabschluß muß er noch Finanzer werden? Gibts in keiner
anderen Branche.

Wenn ich beim Schneider einen Anzug bestelle, dann will ich
sicher nicht, daß er mir Nadel und Faden erklärt und wie die
geschorenen Schafen mit Vornamen hießen. Ich will auch nicht
hören, daß das ein dreifach gezwirntes Garn ist und der Herr
Sowieso auch so einen trägt, sondern ich will wissen, wie
strapazierbar das Zeug ist, ob es Wasser verträgt oder ob es
jeden Tag gebügelt werden muß.

Der Kunde muß nicht wissen, daß er einen Dual Strike Cap mit
triple drip und yabadoo gekauft hat, sondern er will wissen,
was ihn der Spaß kostet, was das bringt und wo das Risiko
liegt. Das alles bitteschön genau und nicht nur insoweit der
Berater das für richtig hält.

Schon wieder einer Meinung. 1:1 für Beide.

Gruß,
Christian

Gruß
Boris

Hallöchen,

Du hast hier bisher zwei Fragen bzgl. Geldanlage gestellt, eigentlich sogar drei, wenn man die Sache mit den Minderjährigen mitrechnet. Du behauptest, daß niemand wirklich Ahnung haben kann, der noch arbeiten muß, weil er ja - wäre er so gut - von seinen Gewinnen leben könnte.

Wenn Du also meinst, daß kein prefessioneller Berater (im Sinne von „davon leben müssen“) Ahnung hat, stellt sich die Frage, warum Du hier fragst, da doch die meisten, die sich hier zu solchen Themen äußern, in der Branche tätig sind.

Jetzt verstanden?

Gruß,
Christian

Hallo Andreas,

Wer heute angeblich risikolose Anlagen mit 10 % Rendite
angbietet, der ist mit Vorsicht zu geniessen. Und wer bis zu
diesen Seiten gelangt ist und Geld anlegen wird, der wird wohl
immer kompetente und realistische Auskunft erhalten. Wer dann
noch auf solche o. g. Angebote reinfällt, dem ist dann nicht
mehr zu helfen.

Auch wir haben die selbe Meinung. Und wenn ich als Berater das Ziel >10% für das Gesamtdepot definiere und das wird praktisch bisher immer erreicht, dann kanns auch nicht falsch sein. Und wenn es einmal dazu kommen sollte, daß nur 6% möglich waren, dann wird auch das kein Problem sein.
Und das selbst 2,5% fürs Tegesgeld nicht risikolos sind wissen mittlerweile die Kunden der BFI-Bank.

Gruss

Andreas

Gruss
Boris

Moin,

Die Ermittlung des tatsächlichen Bedarfs findet hier praktisch
nicht statt. Der Fragesteller wird gebeten, seine Wünsche

Findet statt. Ich wollte meinen Artikel nur nicht ausufern
lassen.

[…]

In einem Forum wie hier kann keine Beratung im Sinne einer
Beratung durchgeführt werden. Diesen Anspruch habe ich nicht.
Und wohl auch kein anderer.

über den Rest brauchen wir nicht diskutieren, weil wir eh nahgenug zusammen sind. Aber die Thematik mit Anlagefragen hier im Forum möchte ich noch einmal aufgreifen.

Du sagst selber, daß Du hier keine Beratung durchführen kannst (da sind wir uns einig) und nicht durchführen willst. Letzteres magst Du so sehen, die Fragesteller sehen das m.E. mitunter anders. Hier ist nicht jeder Jahren Mitglied und kann den Gehalt der Veranstaltung einschätzen. Hier ist an jeder Ecke von Experten die Rede, in den Visitenkarten wimmelt es von Beratern und Bankmenschen usw.

Da kann man leicht auf den Gedanken kommen, Antworten in diesem Forum für die ultimative Wahrheit zu halten, zumal die Antworten auch regelmäßig entsprechend eindeutig formuliert werden, inkl. Fachchinesisch. Das geht m.E. mitunter schon soweit, daß ich den Gedanken an Schadenersatz im Falle einer mißglückten Anlage nicht von der Hand weisen will.

Siehe dazu auch dies:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß,
Christian

Supermann
wenn der Berater gut

wäre, wäre er kein Berater sondern schon reich.

Toll Deine Logik. Also, alle die Geld haben, tun nichts mehr. Gearbeitet wird nur wenn Not besteht.
Warum fährt Schumi noch? Hat er eben Spaß daran?
Warum klebt unser Bundesbankpräsident so an seinem Sessel?
Warum lade ich mir den Beraterstreß auf? Ach so, hab noch nicht genug Geld.(?) Oder macht es mir gar Freude?

Boris

Hallo Boris,

das alles war nicht als Kritik an deiner Person oder deiner Arbeit zu verstehen.
Sorry falls das falsch rüber kam.

Gruß Ivo

Hallo,
die Verantwortung für die Anlageberatung liegt sicherlich beim Berater. Der Kunde sollte aber schon wissen, worauf er sich einlässt. Dies muss nicht in allen Details sein. Aber die grobe Linie sollte vom Kunden nachvollziehbar sein. Wenn er die Anlage nicht versteht, dann mag die Anlage noch so toll sein. Sie ist dann nichts für diesen Kunden. Und dies sollte man ihm auch sagen. Denn eine Anlage die der Kunde nur im Vertrauen auf mich tätigt kann sich sehr schnell ins negative verändern. Dazu noch ein Aspekt: Was ist wenn der Kunde z.B. verstirbt? Der Partner oder die Erben müssen die Anlage ebenfalls nachvollziehen können.
Viele Grüße
Georg Stantze

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]