Hallo!
Die andere Gruppe die sich selber wenigstens um die Grundlagen
kümmert, und damit auch die Richtung bestimmen kann. Die sich
dann noch vom Anwalt beraten lassen.
Ja das ist ja auch in Ordnung.
Das Internet bietet ja
eine Unzahl von Informationen, und in diversen Foren kann wenn
etwas nicht verstanden wurde, einfach nachgefragt werden.
Das ist dann schon viel problematischer - etwas zu lesen und dann im Zusammenhang auch noch richtig anzuwenden und zu verstehen ist nunmal nicht so einfach. Schlimmer ist es noch, wenn irgendwer anderer etwas gekriegt hat und der Mandant etwas nicht kriegt. Mein Freund X hat die Aufenthaltsgenehmigung ja auch bekommen, daher kriege ich die auch - das die Situation aus rechtlicher Sicht vollkommen anders ist wollen dann viele nicht wahr haben. (Das ist dann die Kategorie von Mandanten, die bereits zuvor zehn Anwälte gefragt haben und bereits den Bundespräsidenten, die Volksanwaltschaft und die Parlamentsfraktionen informiert haben - das ist kein Witz, ich hab das schon erlebt, dass mir jemand so eine Liste vorgelegt hat)
Um jetzt den Beitrag von Wiz ( Hallo Wiz ) einzubeziehen.
Natürlich gibt es auch Mandanten die mit unsinnigen
Vorstellungen kommen, weil sie eben mal was irgendwo am
Stammtisch etwas aufgeschnappt haben.
Mit dem Stammtisch hat das eigentlich nichts zu tun, sondern mit gewissen Eigenschaften dieser Personen und so wenige sind das nun auch wieder nicht. Es gibt eben Leute, die bräuchten einen Psychiater. Weil sie aber dieses Bedürfnis (noch) nich selbst erkennen gehen sie zum Anwalt und vor Gericht. Das ist zwar jetzt etwas böse gesagt, ist aber leider so.
Dennoch bestimmt der
Mandant immer noch die Richtung,
Ja sicher, das steht denke ich außer Frage.
da würde ich, wenn ich Anwalt
wäre ihm eben den Rat geben den Anwalt wechseln. Der Ruf einer
Kanzlei geht schnell verloren, auch bei der Gegenseite, wenn
mit halbseidenen Versuchen gearbeitet wird.
Ja, bei der Gegenseite kann man sich eben auch lächerlich machen, wenn man derartige dubiose Schreiben verschickt…
Das ist für
künftige Kontakte wichtiger, als ein Mandant mehr oder
weniger.
So ist es.
Zumal es da wohl kein im Endeffekt zufriedener
Mandant sein wird, was sich auch wieder dann auf die
Mundpropaganda auswirkt.
Volle Zustimmung.
Das auch Anwälte wirtschaftlich denken müssen, keine Frage.
Ihnen sei ihr Einkommen wie jedem anderen, arbeitendem
Menschen gegönnt. Nur, und das sind jetzt meine Beobachtungen,
warum bereiten sich dann Anwälte nicht auch mal auf ihre
Besucher vor.
Verstehe ich auch nicht, ist leider manchmal so.
Oft genug wird da wieder bei Adam und Eva
angefangen, was völlig unnötig Zeit kostet, und der Mandant
merkt, seit dem letzten Besuch hat sich überhaupt nichts
getan, und nächste Woche ist Verhandlung. Dann wird dem
Mandant noch schnell vor der Verhandlung gesagt, machen wir
doch einen Vergleich. Hat mir unnötig Geld gekostet.
Das ist leider meine Erfahrung.
Dazu kann ich wiederum nichts sagen, man muss den Fall schon kennen, um beurteilen zu können, ob ein Vergleich geschlossen werden sollte oder nicht.
Es geht auch anders, letztes Jahr hatte ich einen
Motorradunfall. Bin dann nachdem ich mit dem Anwalt
telefoniert habe zu ihm gegangen. Der Mann war bestens
vorbereitet, hatte schon ähnliche Fälle durchgesehen, es gab
aber keinen der passte, es gibt in der Richtung kein Urteil.
Naja, nicht so ungewöhnlich.
Dann haben wir alles durchgesprochen, nach 30min war alles
erledigt. Weitere Besuche gingen dann etwa 5min bis alles
durchgesprochen war. Die Verhandlungen mit der gegnerischen
Versicherung hart aber fair geführt, was auch nur möglich
durch den Ruf der Kanzlei war.
So stelle ich mir das vor.
Ja so sollte es auch sein.
Ich hab durchaus Verständnis für Kritik, die oft an Anwälten geübt wird, nur leider sind viele Anwälte nicht so weit, dass sie verstehen, dass das Feedback ihrer Mandanten wichtig für sie ist. Manchen fehlt da wirklich die einfachste unternehmerische Kompetenz. Nur das Schild vor die Tür hängen ist halt zuwenig.
Gruß
Tom