Hat jemand Erfahrungen mit Absetzen von Seroquel-Tbl., 3x 25 mg tägl., vorab reduziert an 1 Tag auf 1x50 mg zur Nacht, dann auf 0.
Ursprünglich angesetzt wegen Depressionen, machte aber überwiegend Nebenwirkungen wie Müdigkeit, absolute Antriebs- und Interessenlosigkeit.
Meine Depressionen kommen ab 2 Tage nach dem Absetzen wieder durch. Auch wenn die Nebenwirkungen erstmal weniger werden. Normalisiert sich das nach einiger Zeit (1-2 Wochen) wieder? Kann ich Hoffnung haben?
Manchmal habe ich das Gefühl, ich schreibe hier so für die Katz.
Aber da ich mich heute noch in weihnachtlicher Stimmung befinde:
Das Seroquel war viel zu niedrig dosiert, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen.
Eine genaue Dosierung habe ich angegeben!
Müdigkeit ist keine Nebenwirkung des Seroquels. (Noch mal, auch wwenn Sie es nicht glauben wollen)
Ich denke eher, daß diese Müdigkeit ein Ausdruck der Depression ist. Jetzt auch noch das Medikament abzusetzen, was dagegen wirkt, ist bombenfalsch.
Besitzen Sie wenigstens so viel Vernunft und suchen Sie den nächsten Psychiater auf, damit eine korrekte Behandlung erfolgen kann.
Das mit der Dosierung weiß ich.
Es geschah alles unter psychiatrischer Kontrolle (alles ärztliche Verordnungen) während eines andauernden Klinikaufenthaltes in einer entsprechenden Berliner Einrichtung. Brainstorming von 3 Ärzten (CA, OA + Stat.arzt) erbrachten Seroquel. Es sollte noch gesteigert werden, was ich verweigerte, wegem den NW. Es hatte eine eindeutige Wirkung (Gedanken zur Ruhe bringen, Gedankengänge löschen, besser einschlafen) und die beschriebenen NW, auch bei 3x25 mg. Bei 25-25-50 z. Nacht war es noch schlimmer. Der Folgetag war im Eimer. Das bestätigen andere Patienten. Gedankenarmut, Druck im Kopf - im Gehirn-Frontallappen, Antriebslosigkeit, Lethargie, körperliche Schwäche („Laufen wie durch Honig“), ständiges Hinlegen.
Ich glaube, nach dem Absetzen vor 3 Tagen nun deutliche Absetzerscheinungen zu verspüren. Die Depris kommen wieder, aber ich blicke wenigstens voll durch. Es wurde neu angesetzt: Lyrica-Kapseln 2 x 75 mg (früh u. abends jew. 1 Kps.). Da ich nach einem Polytrauma chron. Schmerzen habe, die zur Depression beitrugen, sollen mit Lyrica beide Indikationen bedient werden - Schmerzen und Depression. Ich habe so viele gängige Antidepressiva versucht, die entweder nicht die erhoffte Wirkung zeigten oder wegen den Nebenwirkungen nicht länger als 4 Wochen gingen (Cymbalta, Trevilor, Amitryptilin, Cipralex). Manchmal denke ich, zu denen zu gehören, wo nichts hilft. Ich bin selber niedergelassener Arzt, seit Monaten im Krankenstand, 3 entsprechende stationäre Aufenthalte in Folge. Es ist sehr ernst und schon lange kein Spiel wegen leichten depressiven Verstimmungen mehr.
So Sie es für sinnvoll erachten, kann ich Ihnen eine e-mail-Adresse für individuelle Botschaften mitteilen.
Lyrica
ist eigentlich ein Antiepileptikum und wird in zweiter Reige auch zur Behandlung peripherer neuropathischer Schmerzen eingesetzt.
Die Indikation ist mir hier nicht ganz klar.
Aber ich darf doch wohl voraussetzen, daß bei allen diesen Medikamenten an die 14-Tages-Frist gedacht wurde?